Projekte in 2020

Externe Fach- und Koordinierungsstelle

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Der Verein übernimmt weiterhin die Position als Externe Koordinierungsstelle in enger Zusammenarbeit mit dem Federführenden Amt.
Zu den Aufgabenbereichen gehören:

  • die Gesamtkoordination des Aktionsplanes zusammen mit dem Federführenden Amt, dem Begleitausschuss und weiteren Akteuren des Aktionsplanes

  • inhaltlich-fachliche Beratung und enge Kooperation mit den Projektträgern durch die Begleitung der Einzelmaßnahmen

  • Unterstützung bei der Koordination des Begleitausschusses

  • Anpassungen der Aktionsplan-Homepage (www.aktionsplan-mittelsachsen.de)

  • Förderung fachlicher Qualifizierungen von Akteuren und Vermittlung entsprechender Weiterbildungen und Veranstaltungen

  • Verwendungsnachweisprüfung

  • Koordination bereits bestehender Jugendforen, Ansprechpartner und Aufbau weiterer Jugendparlamente in Mittelsachsen

  • Koordination von Präventionsveranstaltungen in Schulen

Bei der Koordinierungsstelle läuft die Erfassung der zahlreichen Projektdaten und –ergebnisse zusammen. Sie bewirkt eine Vernetzung der Akteure untereinander und strebt die Zusammenarbeit mit anderen geförderten „Partnerschaften für Demokratie“ an.

Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Seit 2015 ist der Freiberger Agenda 21 e.V. als Externe Koordinierungsstelle auch für den Aufgabenbereich "Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit" für den Landkreis Mittelsachsen im Rahmen der Umsetzung der "Partnerschaften für Demokratie" tätig.

Das Aufgabenfeld umfasst die Erstellung öffentlichkeitswirksamer Werbematerialien neben der Planung und Koordination eines Auftakttreffens zur Vorstellung und Vernetzung der aktuellen Projektträger.

Weiterhin wird alljährlich eine Demokratiekonferenz organisiert, wobei in diesem Jahr der thematische Schwerpunkt auf die Jugendbeteiligung gelegt wird. Zusätzlich dient sie dem Erfahrungsaustausch und der Auswertung der einzelnen Projekte sowie der Evaluation.

 

Kinder- und Jugendparlament in Mittelsachsen

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Im Vordergrund stehen die Beibehaltung und Stärkung der Ziele der vergangenen fünf Jahre.

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum

  • Partizipation junger Menschen an kommunalpolitischen Prozessen

  • Kennenlernen demokratischer Prinzipien

  • Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern und Jugendlichen

Bereits bestehende Jugendparlamente in Mittweida, Flöha, Döbeln, Waldheim und Rochlitz werden fortgeführt und unterstützt bei der Umsetzung zahlreicher Ziele und Aktionen, die im vergangenen Jahr initiiert wurden. Zusätzlich sollen weitere Kinder- und Jugendparlamente in Mittelsachsen gegründet werden.

Schülerworkshops zur Demokratieförderung und Prävention

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Durch die Zusammenarbeit mit HERO SOCIETY, einer Organisation, die in der Bildungs- und Beratungsbranche tätig ist, werden grundlegende Voraussetzungen für soziales Lernen im Jugendalter geschaffen. Durch speziell auf junge Menschen ausgerichtete Kurse, kann auf ihre individuellen Interessen eingegangen und ihre Begabungen herausgestellt und ausgeprägt werden. Die Schülerworkshops zielen auf eine Demokratieförderung oder die Verbesserung des Klassenklimas, inklusive der Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls ab.

Eine weitere Kooperation besteht mit dem Theater Scheselong. Dieses veranstaltet „Theater-Mitmach-Lernprojekte“ zur Prävention vor Rechtsextremismus und der Stärkung von Toleranz und Demokratie. Für die aktive Einbeziehung der Schüler erfolgt nach jeder Vorstellung ein Workshop oder eine Diskussionsrunde.

Soziale Integration der Migrantenfamilien in Freiberg – Unterstützung der Familienangehörigen auf sozialen und beruflichen Wegen

Träger: Verein Neue Heimat e.V.

Der Verein widmet sich vorwiegend den Eltern mit Migrationshintergrund und unterstützt diese bei dem Ausbau ihrer sprachlichen Fähigkeiten und der Verminderung von Sprachdefiziten. Mittels wöchentlicher individueller Kommunikationstrainings soll dies möglich gemacht werden. Somit steigen das eigene Selbstbewusstsein sowie die beruflichen Chancen und Möglichkeiten für die persönliche Selbstentfaltung. Auch die schnelle Eingliederung in die Gesellschaft soll mit Hilfe gemeinsamer Veranstaltungen mit Einheimischen gefördert werden. Die Eltern sollen in der Lage sein, als Multiplikatoren in die eigenen Familien zu gehen und verstärkt am Erziehungsprozess ihrer Kinder mitzuwirken.

Dokumentation von Kriegsereignissen in der Gemeinde Rossau und Begleitung der Restaurierung von Kriegerdenkmalen sowie die Darstellung der Grausamkeit von Kriegen anhand von Einzelschicksalen

Träger: Geschichtsverein Rossau e.V.

Durch die Organisation von Vorträgen, die feierliche Wiederweihe von Denkmälern und die Gestaltung eines Festwagens zum Schützenfestumzug, soll das Geschichtsbewusstsein in der Bevölkerung gesteigert werden. Der Geschichtsverein möchte mittels einer möglichst vollständigen Erfassung von Zeitzeugen und Angehörigen aufzeigen, wohin Hass und Gewalt in der Vergangenheit geführt haben.

Patenprojekt

Träger: Förderverein der Zetkin Schule e.V.

Seit mittlerweile zwei Jahren läuft das Patenprojekt erfolgreich an der Oberschule „Clara Zetkin“ und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Schulstruktur. Ausgewählte SchülerInnen der 6./7. Klasse begleiten in 3er Teams die neuen 5. Klassen und werden bestärkt, langfristig Verantwortung zu übernehmen und engagiert am Schulalltag mitzuwirken. Die PatInnen werden in Form von Teamtagen auf ihre Aufgaben vorbereitet und mittels wöchentlicher Reflexionstreffen durchweg begleitet.

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit und gemeinsamer Ressourcennutzung mit dem Jugendsozialarbeiter der Stadt Freiberg und wird durch regelmäßige Auswertungen ständig angepasst und weiterentwickelt.

Deeskalationsprojekt - Aktiv gegen Gewalt

Träger: Volkssolidarität-Regionalverband Freiberg e.V.

Das Projekt richtet sich an Sozialpädagogen, Erzieher, Sozialarbeiter – Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag der Gefahr von Aggressivität ausgesetzt sind.

Durch ein dreitägiges Seminar, bestehend aus abwechslungsreicher Theorie und Praxis, Partizipation und der daraus resultierenden Nachhaltigkeit, werden die Inhalte methodisch verständlich geschult. Bei den TeilnehmerInnen soll eine veränderte Wahrnehmung und ein Verständnis für die Ursache und Entstehung von Aggression gefördert werden. Weiterhin erlernen sie Methoden zur kurz- und langfristigen Aggressionsvermeidung und -bewältigung sowie den Umgang mit akuten Gefahrensituationen.

Durch dieses Seminar soll den betroffenen Menschen das nötige Handwerkszeug vermittelt werden, damit sie in den jeweiligen Situationen selbstbewusster auftreten und adäquater handeln können.

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie Frankenberg/Sa. im Jahr 2020

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e.V.

Die Motive des Bündnisses sind es, die demokratischen Grundwerte zu festigen, demokratiefeindlichen Bestrebungen entgegenzutreten und interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen. 

Die Vorhaben im Jahr 2020 sind eine Mischung aus bewährten Veranstaltungen und neuer Ideen:

  • Interkulturelles Kochen & Kultur: Durch das Aufeinandertreffen von Menschen aus verschiedensten Ländern und Kulturen, wird der Entstehung von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit entgegengewirkt. Die diesjährige Veranstaltung wird im Kino Welt-Theater zusammen mit der Broken Beat Crew stattfinden.

  • Weiterarbeit mit dem Biografieprojekt: Im vorangegangenen Jahr wurden Interviews mit ausgewählten Einwohnern Frankenbergs mit Migrationshintergrund geführt. Ein großer Teil davon wurde im Buch: „Fremd bin ich eingezogen… - biografische Notizen und Fluchtgeschichten“, abgedruckt. Dieses Buch soll, nach einem Vorbereitungstreffen mit Multiplikatoren und gesellschaftlich relevanten Kräften, auf einer Buchvorstellung der Öffentlichkeit nahegebracht werden.

  • Fahrt zur Gedenkstätte Buchenwald für die jugendlichen Teilnehmer am Workshop zur Weiterentwicklung des Bündnisses.

  • Wanderausstellung „Familien in Sachsen im Porträt“: In der Ausstellung, welche von der evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen zur Verfügung gestellt wurde, werden 18 Familien porträtiert. Diese unterscheiden sich auf vielfältige Weise in Bezug auf das Rollenverständnis der Partner, die sexuelle Orientierung oder die Herkunft. Das Bündnis organisiert und betreut die Ausstellung, welche im Erdgeschoss des Rathauses präsentiert werden soll.

Erinnerungsort Penig

Träger: Bon Courage e.V.

Ziel des Projektes ist die Errichtung einer Gedenktafel für 14 Frauen, die als Zwangsarbeiterinnen im KZ-Außenlager Penig infolge der Lagerhaft verstorben und nach Kriegsende auf dem Friedhof in Langenleuba-Oberhain bestattet worden sind.

Des Weiteren soll eine Informationstafel zum ehemaligen Max-Gehrt-Werk, dem Ort der Zwangsarbeit, aufgestellt werden. Sie soll in einzelnen Abschnitten über die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus allgemein und konkret über die Verhältnisse in Penig aufklären. Hinzu kommen aufbereitete Inhalte zu den damals vor Ort herrschenden Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Befreiung durch die amerikanischen Soldaten. Visualisiert wird das Ganze durch historische und zeitgenössische Luftaufnahmen.

Gemeinsam(er)leben!

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. – Jugendclub Burgstädt

Das Ziel des Projektes ist es, die Arbeit des bereits vorhandenen örtlichen Netzwerks sozialer Träger zu intensivieren und zu erweitern. Aus der gemeinsamen Zusammenarbeit sollen Aktionen und Angebote hervorgehen, die die jungen Menschen zusammenführen und ein respektvolles Miteinander im Sinne von Toleranz, Akzeptanz sowie die Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten fördern.

  • Für alle Jugendclubbesucher mit und ohne Fluchterfahrung besteht die Möglichkeit, der Teilnahme am wöchentlichen Sportangebot.

  • Regelmäßige Treffen zur Kreativwerkstatt auf dem Farbspielplatz „Colour Attack“, um von älteren HobbykünstlerInnen zu lernen und den Austausch von Erfahrungen und anderen Sichtweisen zu erleichtern. Den Jugendlichen obliegt die Organisation dieser Treffen und mittels (sozialer) Medien, soll dazu eingeladen und darüber berichtet werden.

  • Planung eines Camps in Grimma für 15 Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Durch vielfältige Aktivitäten und Angebote, wie beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, ein Skatepark und Grafittiwände, wird das Gruppengefühl und das selbstständige Handeln der Jugendlichen gestärkt. Durch einen täglichen Demokratieworkshop werden ihnen zusätzlich die Grundsätze demokratischen Handelns nähergebracht.

  • Ausrichtung eines Fußballtuniers im Sportzentrum Taurastein in Burgstädt, mit offenen Trainingsmöglichkeiten im Vorfeld.

  • Angebot des Klassenprojektes „Diss mich nicht“ zur Stärkung des Klassenklimas und zur intensiven Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung.

 

Diss mich nicht!!!

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Der Verein bietet ein Klassenprojekt zur Bekämpfung von extremistischen und diskriminierenden Erscheinungen an Schulen, speziell für 8. Klassen, an. In Form von Praxisübungen sollen sich die Schüler mit den Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung auseinandersetzen. Durch die Nachstellung bestimmter Situationen und der darauffolgenden Erarbeitung bestimmter Handlungsoptionen und Wirkungsweisen, soll das Klassenklima näher beleuchtet sowie das eigene Handeln hinterfragt werden.

Die Durchführung des Projekts übernehmen die SozialpädagogInnen des Muldentaler Jugendhäuser e.V., unterstützt durch Studierende und PraktikantInnen.

Zusammenwachsen – ein Generationenprojekt in der Stadt Rochlitz

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Das Projekt hat das Ziel, durch eine Vielzahl von Aktionen zur Vernetzung und zum Zusammenwachsen aller Generationen in Rochlitz beizutragen. Dabei ist das Engagement zahlreicher Institutionen, wie das der Schulen, der Jugendarbeit oder des Seniorenrates gefragt.

  • Durch die Aktion: „Meine-Deine-Unsere Stadt-Rochlitz durch meine Augen“, soll der unterschiedliche Blick der BürgerInnen auf Rochlitz festgehalten und öffentlich gemacht werden. Realisierbar wird dies durch zahlreiche Bilder, Geschichten und Interviews und soll zur Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt, der eigenen Ansichten führen.

  • Das Vorhaben: „Fleißige Handwerker – Jung und Alt zusammen“ hat zum Ziel, generationenübergreifend die Menschen zu aktivieren, gemeinsam Bänke zum Aufstellen in der Stadt zu gestalten.

  • Die Projektwoche „ZusammenWachsen“ schafft Räume, um die Begegnung und den Austausch aller BürgerInnen, unabhängig Geschlecht, Herkunft und Alter, auf Augenhöhe zu ermöglichen. Jeder Tag widmet sich einem anderen Bereich und die Ergebnisse der vorangegangenen Aktionen werden miteinbezogen.

2020 – Gemeinsam demokratisch stark!

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e.V.

Die wöchentlich stattfindende Theatergruppe „Teil vom Ganzen“, soll es Jugendlichen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen und kognitiven Voraussetzungen ermöglichen, eigene Theaterstücke zu kreieren. Dies trägt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen, zur Reflektion und dem Austausch mit anderen bei.

Weiterhin werden den Jugendlichen viele Veranstaltungen angeboten, um gemeinsam Erfahrungen zu sammeln und seine Grenzen auszutesten. Geplant sind:

  • eine Theaterpremiere

  • Welttheater Frankenberg - "Kunst, was sonst?"

  • "Barock vor unserer Haustür" - Abschlussveranstaltung im Schloss Lichtenwalde

  • Sporttag im Sachsenburger Bad

  • Inliner-Sporttag auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau

  • Spiele-Turnier im Jugendclub mit gemeinsamem Kochen

Die Schaffung eines zusätzlichen Kreativangebots „Mal' was anderes“ im monatlichen Rhythmus, um die gemeinsame kreative Interaktion junger Menschen zu fördern.

 

Aktivitäten der Initiative im Jahr 2020

Träger: Initiative für Demokratie Mittelsachsen e.V.

Es erfolgt die Aufarbeitung des jüdischen Lebens und der Euthanasieopfer im Landkreis Mittelsachsen in den Städten Brand-Erbisdorf, Auerswalde und Flöha durch die Verlegung von 10 Stolpersteinen. In die Aufbereitung und Durchführung sollen die Schüler der jeweiligen Städte miteinbezogen und zur feierlichen Veranstaltung regionale Medien eingeladen werden. Parallel dazu werden Veranstaltungen zur politischen Bildung im Landkreis, in Kooperation mit der Volkshochschule Mittelsachsen angeboten.

 

Gewalt geht gar nicht

Träger: Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e.V.

Mittels spezieller Workshops sollen die Führungskräfte der mittelsächsischen Feuerwehren auf den Umgang und die Entschärfung in Konfliktsituationen vorbereitet werden. Sie werden in die rechtlichen Rahmenbedingungen solcher Fälle eingearbeitet und rhetorisch geschult, um möglichst selbstsicher die Situation entschärfen zu können. Das Angebot wird über den Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen koordiniert und zwecks einer besseren Vernetzung flächendeckend eingesetzt werden.

Vortragsreihe „30 Jahre Deutsche Einheit, Christlicher Glaube und politische Verantwortung“

Träger: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Burgstädt

Fünf Vortragsabende mit Experten aus den Bereichen der Politik und Kirche sollen zum einen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen bieten, es zum anderen aber ermöglichen, im Nachhinein miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Fachvorträge sollen die Erinnerungskultur und Dankbarkeit durch die Aufarbeitung mit der DDR-Vergangenheit befördern. Sie sollen aber auch zur Verantwortungsübernahme im aktuellen gesellschaftspolitischen Handeln ermutigen sowie die demokratische Kultur stärken. Weiterhin sollen die positiven Auswirkungen des christlichen Glaubens aufgezeigt werden.

Spitzensport trifft Handicap

Träger: Arbeit und Toleranz e.V.

Durch das Zusammenbringen von gehandicapten und nicht gehandicapten Jugendlichen, sollen Hemmungen und Ängste, sowie Unwissenheit abgebaut und Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Durch gemeinsames Kennenlernen im „Probier Dich aus Bereich“ mit verschiedenen Sportgeräten und der gemeinsamen Teambewältigung eines Parcours, soll die Inklusion auf der Ebene des Freizeitsports gefördert werden. Ein weiterer Bereich ist das Treffen von Spitzensportlern mit und ohne Handicap, die den Jugendlichen ihren Sport vorstellen und diese zum Mitmachen animieren.  

Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: zwischen Rebellion und Repression

Träger: Treibhaus e.V. Döbeln

In der multimedialen Lesung wird der Zeitzeuge und Autor Geralf Pochop im Café Courage über seine Erlebnisse und Erfahrungen in der Subkultur-Szene der DDR in den achtziger Jahren berichten. Durch seine Schilderungen über die Repressionen gegen widerstandsfähige Jugendliche in der DDR-Diktatur und die rechten Strukturen, gewinnen die BesucherInnen einen Eindruck in die damalige staatlich organisierte Unterdrückung.

Erreicht werden sollen vor allem Jugendliche, um ihnen das Leben in einer Diktatur anschaulich darzustellen und aufzuzeigen, dass der heutige Rechtsradikalismus nicht neu ist. Im Anschluss erfolgt eine Diskussions- und Fragerunde mit dem Autor, was zur Stärkung der Demokratie- und Toleranzerziehung beiträgt. Den Jugendlichen soll auch durch anschauliche Beispiele die Wichtigkeit politischen Engagements nahegebracht werden.

Nassau – ein Dorf im Wandel der Geschichte

Träger: Freiberger Zeitzeugnis e.V.

Ziel des Projektes ist die Veröffentlichung einer bis in die Gegenwart reichenden Chronik des Ortes Nassau, welche im Herbst auf einer Veranstaltung vorgestellt werden soll. Dafür müssen die vorhandenen Teile der Nassauer Chronik (1932, 1998) transkribiert, Originalabbildungen ausfindig und jegliche Rechte abgeklärt werden. Weiterhin muss die Chronik um die letzten 20 Jahre ergänzt werden. Dies gelingt in der Zusammenarbeit mit den Nassauer Einwohnern und dem Heimat- und Fremdenverkehrsverein Nassau e.V.

Heutige Perspektiven auf Krieg und Befreiung im 75. Jahr des Gedenkens – Versuche der aktuellen Annäherung aus unterschiedlichen Blickwinkeln in Freiberg

Träger: Freiberger Zeitzeugnis e.V.

Das Projekt verläuft in mehreren Phasen und soll - vor allem Jugendlichen - eine Erinnerungs- und Aufarbeitungskultur ermöglichen.

  • Ein Theaterprojekt mit SchülerInnen der Förderschule "Clemens Winkler" Brand-Erbisdorf zur Kinderoper „Brundibar“. Durch die Einstudierung spezieller Szenen erleben sie hautnah, wie die Kinder damals Opfer rassistischer Verfolgungen wurden.

  • Im Freiberger Theater soll eine Ausstellung zum Kriegsende und der Befreiung vom Faschismus gezeigt werden. Alles aus der Perspektive von Freiberger Einwohnern und den Zwangsarbeiterinnen des Freiberger KZ-Außenlagers, die Opfer vom Rassenwahn und Krieg wurden. 

  • Lesungen aus dem Buch „Eine Reise zu Igor Mitoraj“, welcher ein weltbekannter Plastiker/Bildhauer war und als Sohn einer polnischen Zwangsarbeiterin und eines französischen Kriegsgefangenen in Oederan geboren wurde. Ergänzt werden diese durch eine Ausstellung seiner Kunst, welche die Auseinandersetzung von Humanismus und Krieg bestärken soll.

  • Ein Gesprächsabend, der die eher weniger bekannten Freiberger Helden thematisiert, welche in der NS-Zeit Mut bewiesen haben.

 

„Im Müllerhof Nationen verbinden“

Träger: Müllerhof e.V.

 

Einmal im Jahr wird in Kooperation mit dem Asylbewerberheim Neuheumühle im Ortsteil Mobendorf ein Musikfest veranstaltet. Dieses wird durch Sport- und Spielgeräte, einer musikalischen Untermalung, professioneller Tanzanleitungen und kreativen Bastelangebote sehr abwechslungsreich gestaltet.

Planspiel Gerichtsverhandlung

Träger: Opferhilfe Sachsen e.V., Beratungsstelle Chemnitz

Mit Hilfe des Planspiels kann den Jugendlichen innerhalb von drei Workshops ein guter Einblick in die Arbeit der Justiz, Polizei und Opferberatungsstellen vermittelt werden, um das Verständnis für deren Arbeit zu stärken. Sie erhalten eine Einführung in das Erwachsenen- und Jugendstrafrecht und beschäftigen sich mit den Themen Gewalt, Toleranz und Zivilcourage. Durch das Planspiel können die Inhalte lebensnah aufbereitet und somit nachhaltig spielerisch erarbeitet werden.

Dieses Präventionsprojekt soll demokratische Werte vermitteln, andere Perspektiven aufzeigen und die sozialen Kompetenzen eines Jeden stärken.

Mediengestützte Workshops in der Demokratiearbeit im ländlichen Raum

Träger: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.

Mit Hilfe mediengestützter Workshops werden den TeilnehmerInnen anschaulich interkulturelle, rassismus- und antisemitismuskritische Inhalte näher gebracht. Durch speziell eingesetzte Medienpädagogik kann man direkt bei den Gewohnheiten und Sichtweisen der Zielgruppe ansetzen und die Wissensvermittlung emotional nachhaltiger gestalten. Die vorgesetzten Medien werden inhaltlich aufbereitet und die intensive künstlerisch-kreative Auseinandersetzung führt zur Reflektion mit sich selbst und seiner Umwelt.

Die TeilnehmerInnen werden angeregt, kritisch, aus jeder Perspektive den vorgegebenen Standpunkt zu betrachten und rassistische Argumentationen zu „entschleiern“. Mit dem Ziel, den Respekt gegenüber seinen Mitmenschen als Grundlage der Demokratie zu begreifen und zu verinnerlichen.

Weiterhin wird eine Zusammenarbeit mit RegisseurInnen und AutorInnen ermöglicht, um mit möglichst aktiver Medienarbeit die sensibilisierte Auseinandersetzung mit demokratiegefährdenden Phänomenen zu befähigen.

IDAHIT* 2020 in Roßwein: Lesung und Begegnung

Träger: RosaLinde Leipzig e.V.

Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugendhaus Roßwein e.V., dem Treibhaus Döbeln e.V. und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V. soll ein Zeichen für gleiche Rechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und gegen jede Ideologie der Ungleichwertigkeit in Mittelsachsen setzen.
Durch Lesungen sowie lockere Austausch- und Vernetzungsangebote sollen Alltagsrealitäten junger queerer Menschen in Sachsen, LSBTTIQ*-Lebensweisen vermittelt und auf Themen der Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von LSBTTIQ* in Sachsen und die gegenwärtige Menschenrechtslage von Trans* und Inter*-Personen in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Die Veranstaltung dient auch dem Zweck, um das psychosoziale Beratungsangebot des RosaLinde Leipzig e.V. bekannt zu machen und um einen positiven, geschützten Raums für queere junge Erwachsene, Fachkräfte und interessierte BürgerInnen zur Vernetzung zu schaffen.

Jugend- und Freizeittreff Geringswalde

Träger: Kreisjugendring Mittelsachsen / Flexibles Jugendmanagement

In dem selbstverwalteten Jugendclub Geringswalde lernen die Jugendlichen selbstständiger zu werden und ihr Engagement auszubauen. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion werden alle mit offenen Armen empfangen und können gleichberechtigt bei den demokratischen Prozessen mitwirken. Der Jugendclub fungiert als Treffpunkt für eine gemeinsame Freizeitgestaltung und soll die Bildung einer Gemeinschaft stärken.

Es werden präventiv themenspezifische Workshops und Vorträge angeboten, zur Aufklärung über die Risiken und Folgen einer Sucht. Hinzu kommt ein Angebot von offenen und vertraulichen Gesprächen. Kulturelle Angebote, wie gemeinsames Kochen, Film- und Spielabende oder Ausflüge sind ein fester Bestandteil des Jugendclubs. Dazu gehören auch geschichtliche Wanderungen, die Gestaltung des Badefestes für 2020 und ein gemeinsamer Besuch im Hygienemuseum Dresden.

Um die Selbstständigkeit der Jugendlichen zu schulen, erlernen sie den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und erfahren beispielsweise bei gemeinsamen Essensvorbereitungen und Einkäufen, das demokratische Miteinander und das Thema der gesunden Ernährung.

Deutsch-tschechisches Projekt: „Bewahrung unseres gemeinsamen natürlichen und kulturellen Erbes“

Träger: Grüne Schule grenzenlos e.V.

Das Projekt dient der Überwindung der bestehenden Grenzen und Vorbehalte zwischen den Generationen, zwischen den zwei Ländern und fördert den verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur. Durch Fachexkursionen in Schutzgebiete und zu naturschutzrelevanten Orten wird gezeigt, welche Natur- und Kulturschätze beiderseits des Erzgebirgskamms aufzufinden sind. Die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen soll verbreitet werden.

Durch konstruktive Diskussionen zwischen den Generationen und Interessensgemeinschaften, wird ein intensiver Austausch und ein besseres Verständnis untereinander möglich. Das erfasste Wissen soll schlussendlich in einem Video dokumentiert werden. Durch eine sprachliche Hinterlegung werden gleichzeitig die Fremdsprachenkenntnisse beiderseits aufgewertet.

Sommercamp der Sportjugend 2020 (allgemeine Jugendbildung)

Träger: TSV Fortschritt Mittweida 1949 e.V.

Die Kinder und Jugendlichen sollen unter dem Motto: „Die Welt gehört in Kinderhände“ innerhalb der Ferienwoche demokratische Erfahrungen sowie gesellschaftliche Normen und Werte, wie Vielfalt und Toleranz, kennen und verstehen lernen und schlussendlich verinnerlichen.

Das Sommercamp ist durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Kleinprojekten und großen Teamaufgaben sehr abwechslungsreich gestaltet, mit dem Ziel, die Teamfähigkeit sowie die soziale Mentalität und gleichzeitig das Selbstbewusstsein schon in jungen Jahren zu stärken.

Das Projekt, welches im Schullandheim „Grüne Schule grenzenlos“ stattfinden wird, bietet die Möglichkeit für etwa 50 Kinder und Jugendliche, das aktive Leben von demokratischen Werten zu erleben und gleichzeitig die nähere Heimat kennenzulernen.

Ohne Konflikt und mit demokratischen Strukturen im Jugendfeuerwehr-Alltag

Träger: Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen im Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e.V.

Mit Hilfe mehrerer regionaler Netzwerkabende für Jugendwarte und Betreuer soll eine bessere Verständigung untereinander erfolgen und die diversen Probleme erfasst und möglicherweise gelöst werden. Weiterhin sollen MultiplikatorInnen für einen Pool mit Konfliktberatern und Coaches für die Jugendfeuerwehr gefunden werden, welche nach einer spezifischen Ausbildung in der Lage sein sollen, konfliktfreies und lösungsorientiertes Beraten zu ermöglichen. Für die Betreuer sollen zudem Seminare zu den Themen Stresssituation und Konfliktbewältigung angeboten werden.

Ein weiteres Ziel ist die Stärkung des bestehenden Jugendforums und der Vermittlung von gewaltfreier Kommunikation. Auch die Wertschätzung für das Ehrenamt soll durch demokratische Tools erhöht und Plattformen für den gemeinsamen Austausch geschaffen werden.