Projekte in 2017

Externe Koordinierungsstelle

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Öffentlichkeitsarbeit

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Kinder-und Jugendparlament Mittelsachsen

Träger: Regenbogenbus - Verein für erzieherischen Kinder- und Jugendschutz e.V.

Die Etablierung des Kinder- und Jugendparlaments im Rahmen des Aktionsplanes ist auf fünf Jahre angelegt. Im Jahr 2017 sollen bereits organisierte und vorbereitete Aktionen durchgeführt werden und zugleich neue Ideen umgesetzt werden. Die Jugendlichen haben sich zu einer stabilen Gruppe einwickelt, die u.A. folgende Inhalte dieses Jahr geplant hat:

  • Ausbau der Kooperation mit der Stadt Mittweida und Vorstellung des Jugendparlaments im Stadtrat

  • Fertigstellung des Bolzplatzprojekts, sowie des Graffitiprojekts in Frankenau

  • Durchführung einer Sachspendenaktion in Kooperation mit Schulen in Mittweida, bei der die Spenden an nächstgelegene Kinderheime weitergegeben werden

  • Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit (Pressemitteilungen und einem eigenen Internetauftritt)

  • Förderung der Eigenverantwortlichkeit und der Verantwortungsübernahme in Hinsicht auf eine selbstständige Führung ab 2018

Ab Mitte des Jahres soll ein Aufbau eines neuen Jugendparlaments in einer weiteren Kommune in Mittelsachsen erfolgen.

"Wer will fleißige Handwerker sehen, der muss nur nach Rochlitz gehen."

Träger: Muldentaler Jugendhäuser - Freizeitzentrum Schlossaue e.V.

Ziel des Projektes ist es, erneut verschiedene Jugendliche zu aktivieren, die unter Anleitung eines Tischlers eigenhändig Stände gestalten, die einmal im Monat auf dem Rochlitzer Regionalmarkt zu sehen sein werden. Die Jugendlichen, verschiedener Herkunft, sollen handwerklich tätig sein, sich körperlich auslasten und gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Durch das Projekt kommen Bürger der Stadt mit den Flüchtlingen und Jugendlichen in Kontakt und es wird gezeigt, dass sich Jugendlichen für ihre Stadt engagieren.

Für Demokratie Courage zeigen - Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Einstellungen im Landkreis Mittelsachsen

Träger: Courage - Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.

Das Projekt "Für Demokratie Courage zeigen - Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Einstellungen im Landkreis Mittelsachsen" richtet sich im Besonderen an Berufsfachschüler_innen und Auszubildende mit dem Fokus, couragiertes Handeln in Schule, Ausbildung und Alltag zu stärken sowie ein humanistisches, wertschätzendes und weltoffenes Denken zu fördern. Die Projektumsetzung erfolgt unter anderem in Zusammenarbeit mit dem vfb - Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Mittweida e.V. und dem Beruflichen Schulzentrum Döbeln - Mittweida.

Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit den Schwerpunktthemen:

  • Diskriminierung

  • Rassismus

  • Migration und couragiertes Handeln

  • Einflussmöglichkeiten in der Gesselschaft

  • Menschenverachtende Einstellung und Neonazismus

  • Geschlechterbilder und Sexismus

Geplant ist die Durchführung von insgesamt 15 sechsstündigen Bildungsveranstaltungen. Ziel ist es das sich junge Menschen politisch und gesellschaftlich beteiligen und so ihre fachlichen Kompetenzen trainieren. Sie setzen sich mit Demokratie, Diskriminierung, und menschenverachtenden Einstellungen wie Rassismus, Rechtsextremismus auseinander und erleben demokratische Kultur und Prozesse.

Brücken bauen ...- mit Musik und Kultur

Träger: Müllerhof e.V.

Der Müllerhof Mittweida e.V. möchte durch seine Arbeit nachhaltige Netzwerke schaffen, die verbinden - zwischen Kulturen und Menschen. Es gilt ebenso die Stadt einzubeziehen, wie das Asylbewerberheim in Mobendorf oder die Bevölkerung Mittweidas.

Die Inhalte des Projektes basieren auf drei verschiedenen Schwerpunkten.

  1. Das internationale Workcamp (14.07.-28.07.2017) wird dazu beitragen, verschiedenste Kulturen während Ausflügen und Besichtigungen kennenzulernen und alle miteinander zu verbinden.

  2. Das interkulturelle Musik- und Kulturfestival in Mobendorf. Bei Musik, Tanz, Spiel und Spaß fällt das "in Kontakt treten" mit anderen Kulturen leichter.

  3. Zusammen mit einer Familie aus Pakistan wird ein Bettenwebworkshop durchgeführt, bei der die berühmten Manjibetten mit handgeknüpften Liegeflächen, entstehen sollen.

Junges Burgstädt - gemeinsam aktiv

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Das Ziel des Vereins ist es, ein starkes Netzwerk für Jugendliche unterschiedlicher Herkunft und Konfession in Burgstädt aufzubauen. Durch die Nutzung von niedrigschwelligen Angeboten, wie ein regelmäßiges Sportangebot und gemeinsame Kochabende, soll ein starkes Netzwerk für Jugendliche unterschiedlicher Herkunft aufgebaut werden. Gemeinsame erlebnispädagogische Ausflüge werden angestrebt. Außerdem wird den Jugendlichen im Rahmen eines Fotoprojekts ermöglicht einen eigenen Beitrag zur sozialräumlichen Arbeit in der Stadt zu leisten und gleichzeitig Demokratie zu erleben, in dem sie ihre "Hotspots" fotografieren, den Verantwortlichen der Stadt geeignet präsentieren und Kritik/Wünsche äußern. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Oberschule in Burgstädt, welche als "Schule ohne Rassismus" ausgezeichnet ist, können Jugendliche an Tagungen zu diesem Thema teilnehmen und sich aktiv einbringen. Dabei werden interkulturelle Kompetenzen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten und politische Bildung verbessert und unterstützt.

Schulprojektarbeit zum Thema "Freiberger Kinder im Holocaust"

Träger: Regionales Bildungszentrum gGmbH

Ziel des Projekts ist die Organisation und Realisierung von Zeitzeugenbegegnungen mit Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 selbst oder als Nachfahre Verfolgung und Zerstörung von Menschen aufgrund rassistischer Ausgrenzung erlebt haben und in sehr individuell bewegender Weise dokumentieren können. Die Zeitzeugenbegegnungen sollen sowohl für die Freiberger Öffentlichkeit wie auch besonders in Schulen des Freiberger Raums stattfinden, eine nachhaltige öffentliche Dokumentation erfahren und mit modernen medialen Mitteln aufbereitet werden.

Integrationsmitarbeiter für zusätzliche interkulturelle Freizeitangebote

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e.V.

Durch die Einstellung eines Integrationsmitarbeiters sollen zusätzliche, niederschwellige, aktive Freizeitaktionen für alle Kinder und Jugendlichen angeboten werden. Es werden zusätzlich zur pädagogischen Fachkraft zweimal pro Woche dreistündige Freizeitangebote, besonders im sportlichen Bereich, angeboten. Insbesondere soll die Entwicklung inklusiver Prozesse zwischen Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Kulturen unterstützt und gefördert werden. Am Ende soll das Projekt vom Integrationsmitarbeiter an die pädagogischen Fachkräfte des Kinder- und Jugendclubs und die Jugendlichen übergeben.

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie Frankenberg/Sa. im Jahr 2017

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e.V.

Anliegen des Bündnisses ist es demokratische Grundwerte zu festigen, interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen und demokratiefeindlichen Bewegungen entgegenzutreten.

Es sind folgende Veranstaltungen für 2017 vorgesehen

  • Zwei Veranstaltungen "Interkulturelles Kochen"

  • Buchvorstellung im Rahmen der Reihe "Wir haben noch etwas zu sagen"

  • Auftritt der Dresdner Band "Banda Communale" - ein Projekt von Dresdner Musikern und Flüchtlingen

  • Durchführung einer Fotoausstellung und/oder eines Bild-Vortrags mit einem Fotografen, der die Schrecken aktueller Kriege und Vertreibung von Menschen unmittelbar selbst erlebt hat

  • Fest der Kulturen - Tag der Toleranz

Tolerant und Interkulturell - Mediengestützte Demokratiearbeit im ländlichen Raum

Träger: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend-und Erwachsenenbildung e. V.

Mit dem Projekt möchte der LFD Sachsen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mittels eines medienpädagogischen Ansatzes zur kompetenten Auseinandersetzung mit Elementen von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Ideologien der Ungleichwertigkeit, zur interkulturellen Kompetenz sowie zu Akzeptanz und Affirmation einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft befähigen bzw. Sensibilisierungsprozesse dahingehend anstoßen. Audiovisuelle Medien bieten dahingehend den Zielgruppen hervorragende Möglichkeiten, bisher wenig bekannte und vielfältige Lebensentwürfe und -realitäten kennen zu lernen und, anknüpfend an eigene Sehgewohnheiten, empathisch nachvollziehbar zu machen

Die Projektziele werden durch themenbezogene rezeptive und aktive Medienarbeit im Rahmen von Projektveranstaltungen verwirklicht. Eingesetzt werden zielgruppengerecht abgestimmte audiovisuelle und digitale Medien interkulturellen Inhalts. Konkrete thematische Einführung und Vorbereitung auf das Medium sowie eine anschließende weiterführende medienpädagogische Begleitung bis hin zur künstlerisch-kreativen Verarbeitung der Inhalte vertiefen die Informationen und Aussagen zusätzlich.

Aktivitäten der Initiative im Jahr 2017

Träger: Initiative für Demokratie ohne Extremismus Mittelsachsen

Die Initiative für Demokratie Mittelsachsen unterstützt regionale sowie überregionale Aktivitäten zur Stärkung demokratischer Strukturen und die Vielfalt der Gesellschaft und die Präventionsangebote im gesamten Landkreis.

Folgende Projekte sind 2017 geplant:

  1. Aktionstag: Gemeinsames Durchführen einer Präventionsveranstaltung „Gemeinsam leben in Mittelsachsen“ in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat des Landkreises Mittelsachsen und dem Psychatriekoordinator des Landkreises Mittelsachsen am 21. Juni 2017 in Hartha um auf die Themen Inklusion und Sucht/Drogen hinzuweisen.

  2. Stolpersteine: Der Hauptschwerpunkt liegt auf der Aufarbeitung des jüdischen Lebens im Landkreis Mittelsachsen, dabei sollen die Schicksale jüdischer BürgerInnen, in den Städten Waldheim und Mittweida erforscht und am Ende des Jahres Stolpersteine verlegt werden. Für die Aufarbeitung und Durchführung sollen Schüler_innen der jeweiligen Städte einbezogen werden.

  3. Zur Erhöhung der Wahlbeteiligung zur diesjährigen Bundestagswahlen gibt es eine Zusammenarbeit mit der Landeszentrale Politische Bildung in Dresden.

Wir lernen miteinander zu leben

Träger: Be-Greifen e.V.

Der Verein Be-Greifen arbeitet jetzt schon seit mehreren Jahren mit dem Aktionsplan zusammen. Im Projektjahr 2017 liegt das Hauptaugenmerk des Projektes auf folgenden Schwerpunkten:

  • Durchführung von gemeinsamen Projekten mit unbegleiteten Flüchtlingen (UMAS). Das Ziel ist es Ausländerfeindlichkeit einzudämmen und durch unterschiedliche Aktionen mit Bürger/innen für die neu angekommenen Menschen Verständnis zu entwickeln. Interkulturell sensible Brückenpersonen werden mit der Aufgabe betraut, den Betroffenen aktiv Informationen zu übermitteln. Diese Informationen werden über Gespräche, Workshops oder gemeinsame praktische Projekte zwischen Schülern unterschiedlicher Nationen erörtert, analysiert und zur Weitervermittlung genutzt. Nachhaltig soll sie sich in den Köpfen der Teilnehmer/innen "verankern".

  • Um auch über die Zielgruppe der Schulen hinauszugehen, will der Verein dieses Jahr noch mehr in der Öffentlichkeit wirksam werden und Menschen mit sowie ohne Migrationshintergrund zusammenbringen.

  • Fotoausstellung: UMAS sehen und fotografieren ihre neue Heimat aus ihrem Blickwinkel.

"Dissen - Nicht mit mir!!!"

Träger: Muldentaler Jugendhäuser - Freizeitzentrum Schlossaue e.V.

Im Lebensumfeld der Jugendlichen sind Mobbing und körperliche Auseinandersetzungen keine Seltenheit. Diskriminierung ist permanent ein präsentes Thema, mit dem sich die Jugendlichen im Alltag konfrontiert sehen. Ziel des Projektes ist das Hinterfragen des eigenen bei Diskriminierung sowie die Stärkung von Zivilcourage und des Klassenklimas.

Inhalt:

  • Funktionen von Vorurteilen und Handlungsalternativen aufzeigen,

  • Selbstbewusstsein stärken,

  • Aufzeigen von Mechanismen die zu Diskriminierung führen

Die Themen werden vertieft durch eine gemeinsame Auseinandersetzung und Praxisübungen.

Broschüre und Stadtkarte der AG Geschichte

Träger: Treibhaus e.V.

Zur Umsetzung des Projektes ist die Fortführung thematischer Stadtrundgänge in Döbeln geplant. Themen hierbei sind "Zwangsmigration unterm Hakenkreuz" und "Das jüdische Leben". Am 9. November 2017 wird es außerdem Mahnwachen an den Stolpersteinen geben. Diese sollen in Döbeln, Roßwein, Leisnig, Waldheim und Hartha stattfinden. Ein Projekttag mit allen neunten Klassen des G. E. Lessinggymnasiums Döbeln ist ebenso wieder geplant, wie die historischen Stadtrundgänge mit dem Beruflichen Schulzentrum Döbeln.

2017 werden die Rechercheergebnisse der letzten Jahre zum jüdischen Leben im Altkreis Döbeln gesammelt und nachhaltig gestaltet. Alle Informationen sollen im Rahmen einer Broschüre veröffentlicht werden.

Im Laufe des Projektjahres soll eine Stadtkarte von Döbeln erstellt und gedruckt werden. Diese beinhaltet alle wichtigen Punkte mit thematischen Informationen zu Döbeln im Nationalsozialismus. Die Inhalte der Stadtkarte werden außerdem ins Englische übersetzt. Am Ende werden Karten auf Deutsch und Englisch zur Verfügung stehen. Ziel ist es, neue Zugänge zu den Angeboten der AG Geschichte zu schaffen und diese auch für Menschen zu gewährleisten, deren Muttersprache nicht Deutsch ist

Grenzüberschreitende Sportolympiade

Träger: Volkssolidarität Regionalverband Freiberg e. V.

Im Rahmen des Projekts werden ca. 150 Teilnehmer unterschiedlicher Länder, Altersgruppen, sozialer Schichten unter dem Motto: „Miteinander – Füreinander im fairen Sport und Spiel“ zum sportlichen Wettkampf antreten. Ziel ist die Überwindung von Sprachbarrieren und Altersunterschieden sowie unterschiedlichen sportlichen Leistungsvermögen, somit Abbau von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit, Aggressionen, Ausgrenzung von Verlierern. Es werden ortsansässige Vereine einbezogen und vernetzt.

Teilnehmer werden ca. 100 Hortkinder aus den Kindertagesstätten der Volkssolidarität in Eppendorf, Flöha, Leubsdorf und Hohenfichte sein. Weiterhin werden sozial benachteiligte Familien aus der Sozialpädagogischen Familienhilfe sowie aus dem Familienzentrum in Most/Tschechien eingeladen, ebenso sportbegeisterte ältere Menschen aus dem Landkreis Mittelsachsen.

Jugendliche zwischen Manipulation und Widerstand in Geschichte und Gegenwart - ein deutsch - tschechisches Schülerprojekt

Träger: Förderverein des Bernhard-von-Cotta Gymnasium Brand-Erbisdorf e.V.

Das Projekt soll basierend auf den vorangegangenen als Tandem - Projekt geplant werden, das an verschiedenen Orten durchgeführt wird (Brand-Erbisdorf/Prag/Vrchlabi). Dazu werden die tschechischen Projektteilnehmer zunächst eine Woche am Unterricht des Gymnasiums in Brand-Erbisdorf teilnehmen und während dieser Zeit in deutschen Gastfamilien wohnen. Der zweite Teil wird ein gemeinsamer Zwischenstopp in Prag sein, bevor dann die deutschen Schüler in Vrchlabi am Unterricht teilnehmen und bei ihren Tandempartnern wohnen. Inhaltlich werden wiederum die gemeinsamen Wurzeln in Kultur, Geschichte und Tradition Schwerpunkt sein sowie die Erziehung zu Weltoffenheit, Toleranz und interkultureller Kompetenz.

Die Show der Talente

Träger: Mittelsächsischer Kultursommer e.V.

Ziel des Projektes ist eine neue Talentshow am 01.09.2017 in der Harth(A)rena in Hartha sein. Dabei soll die Herausforderung, einen ganzen Abend mit einem runden Programm zu gestalten im Fokus stehen. Innerhalb dieser zu entwickelnden Veranstaltung sollen Akteuren, die Chance gegeben werden ihre Fähigkeiten zu präsentieren und dabei neue Erfahrungen zu sammeln. Dabei soll auch der Austausch zwischen den Generationen gefördert werden. Mit dieser Veranstaltung will man außerdem Menschen eine Chance geben, die es nicht immer leicht haben, aber trotzdem voller Talent stecke.

Authentische Prävention Mittelsachsen 2017

Träger: Projekt 21 II e.V.

Das Hauptziel des Projektes besteht in der nachhaltigen Aufklärung über die Gefahren des Extremismus und der Ermunterung zur Zivilcourage auf erlebnisorientierter und emotional glaubhafter Weise.

Das Handlungsziel kann durch die Erstellung eines niedrigschwelligen Angebots in Form einer authentischen Präventionsveranstaltung oder/und eines künstlerischen Projektes erreicht werden, um die Gefahren der Szene nachhaltig begreifbar zu machen.

Geplante Maßnahmen für 2017:

  • "Authentische Prävention" mit Aussteiger in Form einer Veranstaltung mit multimedialen künstlerischen Dokumentarfilm „Der Rausholer“ als Diskussionsgrundlage.

  • 2 tägiges Kulturprojekt im Anschluss an eine Präventionsveranstaltung. Die Schüler werden unter künstlerischer Leitung einen eigenen „Rausholer“ - Film erstellen, der die zu verachtenden Werte des Extremismus begreifbar macht und das System der Rekrutierung offenlegt

Spiel, Spaß und Kreativität "grenzenlos" - Integratives Erlebniscamp

Träger: Jugendzentrum Flöha e.V.

Ziel des Projektes ist es die gesellschaftliche Teilhabe von Flüchtlingskindern zu ermöglichen und andererseits vorurteilsbehaftete Schranken im Umgang von Kindern unterschiedlicher Herkunft weiterhin nachhaltig abzubauen. Um diese Zielsetzung zu erreichen, möchte der Verein Jugendzentrum Flöha e.V. auch in diesem Jahr ein Feriencamp bieten, welches sowohl einheimische Kinder, als auch Kinder mit Fluchterfahrungen zu gleichen Teilen anspricht. Durch die Ausrichtung eines Erlebniscamps auf dem Gelände des Jugendzentrum „UFO“ wird Kinder aus unterschiedlichen Herkunftsfamilien eine intensive Begegnungs- und Kennlernmöglichkeit geboten, sie können erlebnisreiche Tage verbringen und aktiv mitgestalten.

Es sind eine Vielzahl an spielerischen, sportlichen und kreativen Aktivitäten geplant. Dazu zählen beispielsweise:

  • Badeausflüge

  • Fahrradtour

  • Gemeinsame Bewältigung eines Kletterparcours

  • Gestaltung eines Camp-T-Shirts

Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen wird durch den Verein sichergestellt.

"Starke Kinder - Starke Demokratie"

Träger: Kita Schulbergstrolche DKSB KV Döbeln e.V.

Im Rahmen des Projektes "Starke Kinder - Starke Demokratie" wird eine Ferienwoche gestaltet. Mit spielerischen und kreativen Methoden soll das Gemeinschaftsgefühl der Kinder gestärkt werden. In den fünf Tagen werden Konfliktbewältigungsstrategien, demokratisches Miteinander, Mitbestimmung und Teilhabe verflochten und gefördert und somit für die Kinder erfahrbar gestaltet. Für eine professionelle Konzeptionierung und Umsetzung der Projektwoche wurden Mitarbeiter_innen des Treibhaus e.V. als Kooperationspartner_innen gewonnen.

Die Woche teilt sich in folgende Schwerpunkte auf

1. „Wir sind alle anders wunderbar“

2. „Stark im Team“

3. „Konflikte sind zum Streiten da“

4. „Gemeinsam kreativ“

5. „Gute Ideen für meinen Hort“

Verknüpft werden die Schwerpunkte mit einer Geschichte, bei der die einzelnen Punkte aufeinander aufbauen und sich ergänzen.

creativcafé

Träger: Treibhaus e.V.

Das “creativcafé” ist ein wöchentliches Angebot für Döbelnerinnen ab 25 Jahren. Für die Frauen soll ein sicherer Raum entstehen, in dem sie sich austauschen und kennenlernen können. Die Teilnehmerinnen sollen in angenehmer Atmosphäre ein eigenes künstlerisches Profil entwickeln und ihre Arbeitsergebnisse bei einer öffentlichen Abschlussausstellung in der “Kleinen Galerie”/Stadtmuseum der Kreisstadt Döbeln präsentieren.

Die zentralen Ziele des Projektes sind:

  • Integration/Interkultureller Austausch
    Ein Begegnungsraumes, indem sich Döbelnerinnen mit und ohne Fluchthintergrund kennenlernen soll geschaffen werden

  • Kreativität/Selbstwirksamkeit
    Durch verschiedene Kreativtechniken sollen die Teilnehmerinnen neue Arbeitstechniken erlernen, die ihnen dabei helfen eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

  • Selbstbildung
    Über den freizeitlichen Ausgleich zu Arbeit und Familie bietet das Projekt die Möglichkeit zur Selbstbildung.

  • Nachhaltigkeit
    Durch das Projekt sollen Döbelnerinnen bestärkt werden weiterführende und kulturelle Angebote anzunehmen oder eigene Projekte zu entwickeln.

"Von Sachsenburg nach Buchenwald - Stufen des Terrors vor 80 Jahren"

Träger: Lagerarbeitsgemeinschaft „KZ Sachsenburg“ e. V.

Seit 1993 engagiert sich die LAG für die Erinnerung an das KZ, die Häftlinge und versuchen über das NS-System aufzuklären. Jährlich gibt es einen Schwerpunkt in der Arbeit und den Bezug zu einem entsprechenden historischen Abschnitt. In einer Wochenendveranstaltung unter dem Titel: „Sachsenburger-Dialog“, werden in einer von Häftlingen errichteten Garage eine Ausstellung und Projekte gezeigt.

1. Tag
Fachvorträge zum Schicksal der Häftlinge aus dem frühen KZ Sachsenburg im Lager Buchenwald; Fachvortrag zum Werdegang der Angehörigen der Wachmannschaften im KZ System; Zeitzeugen Gespräch mit dem Chemnitzer Justin Sonder, Häftling im KZ Auschwitz sowie im KZ Flossenbürg; jeweils Diskussion und Gedankenaustausch; Dokumentation der Vorträge; abendliches Kulturprogramm.

2. Tag
Veranstaltung in der ehemaligen Zwirnerei in Sachsenburg, der Unterkunft der Häftlinge; mit Bildern; Szenischer Lesung von Erinnerungsberichten; Kranzniederlegung am Mahnmal und Rundgängen über das Gelände des ehemaligen KZ; Öffnung der Ausstellungsräume in der Garage.

Ziel des Projektes ist die Sensibilisierung für die Geschichte und die Einrichtung der zukünftigen Gedenkstätte.

Stärkung der geflüchteten Frauen

Träger: Arbeitskreis Asyl und Ausländer Freiberg e.V.

Ziele des Projektes sind die Überwindung der Isolation von Flüchtlingsfrauen durch monatliche Treffen mit anderen Frauen. Dabei sollen sie motiviert werden, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es ist geplant Themennachmittage für die Frauen zu organisieren:

  • Zugang zum Arbeitsmarkt: Gespräch mit den Vertretern von der Agentur für Arbeit

  • Besichtigung verschiedener Betriebe in Freiberg und der Umgebung

  • Gespräche über die ehrenamtliche Tätigkeit in einem gemeinnützigen Verein

  • Ehrenamtlich aktiv werden in den Vereinen – Kennenlernen der anderen Vereine in Freiberg

  • Vortrag über die gesunde Ernährung: Gesprächsrunde mit einer Diätassistentin

  • Ausprobieren von neuen Rezepten und gemeinsames Kochen um den Gemeinschaftssinn zu fördern

  • Workshop über Empowerment von Frauen: Stärkung von Ressourcen sozialer, zivilgesellschaftlicher und kultureller Teilhabemöglichkeiten

Kreis Jugendforum Jugendfeuerwehr

Träger: Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen im Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e.V.

Ziel des Vereins ist der Aufbau eines Netzwerks der Jugendfeuerwehren im Kreis Mittelsachsen. In gemeinsamen Treffen sollen die Jugendlichen Handlungsempfehlungen erarbeiten und gemeinsam Projekte planen und durchführen. Außerdem sollen die Jugendlichen eine Mitbestimmung und ein Gehör bei der Kreisverbandsarbeit erhalten. Für 2017 sind mindesten 4 Treffen geplant. In zwei dieser Treffen des Jugendforums soll den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden sich weiterzubilden.

Zukunftswerkstatt Feuerwehr

Träger: Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen im Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e.V.

Anknüpfend an die Zukunftswerkstatt in Flöha 2016, soll nun eine Zukunftswerkstatt für die Feuerwehren in ganz Mittelsachsen veranstaltet werden. Dabei sollen wichtige Vertreter der Gemeindefeuerwehren, Bürgermeister und andere Vertreter der Kommunen über gemeinsame Probleme sprechen und Lösungsansätze finden. Nach der Zukunftswerkstatt sollen zwei weitere Arbeitsgruppentreffen stattfinden bei denen weiter an den erarbeiteten Problemen und Lösungsansätzen gearbeitet wird. Durch diese Treffen soll die Netzwerkarbeit gefördert und die demokratische Teilhabe an Projekten gefördert werden.

Brundibár, Kinderoper von Hans Krása

Träger: Mittelsächsische Theater und Philharmonie gGmbH

Die Kinderoper ist Teil eines Schul- und Erinnerungsprojektes an den Gymnasien in Mittelsachsen. Kulturelle Identität erwächst auf der Grundlage einer gemeinsamen Geschichte, gemeinsamer geistiger Werte und gemeinsamer Traditionen. Kulturelle Identitäten sollen als Voraussetzung und Fundament politischer Integration verstanden und gestärkt werden.

Erinnerungsort Penig (Informationstafel zum sogenannten "Außenkommando Penig", einem Außenlager des KZ-Buchenwald)

Träger: Bon Courage e.V.

Ziel des Projekts ist die Errichtung einer Informationstafel am Ort des ehemaligen sogenannten "Außenkommando Penig", einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Mit dieser Tafel wird der konkrete historische Hintergrund, dass etwa 700 als "Jüdinnen" verfolgte Ungarinnen von Januar bis April 1945 unter unmenschlichen Bedingungen in Baracken von Soldaten der SS und Aufseherinnen des SS-Gefolges gefangengehalten und zur Arbeit in den Max-Gehrt-Werken in Penig gezwungen wurden, dargestellt.
Neben der inhaltlichen Aufarbeitung soll mit der Errichtung der Tafel verdeutlicht werden, dass sich NS-Verbrechen nicht an bestimmten Orten konzentrierten, sondern auch ganz in der Nähe stattfanden. Das Anliegen, diese Geschichte vor Ort für Menschen erfahrbar zu machen und ein Bewusstsein dafür herzustellen, soll die Tafel mit ihren konkreten Inhalten unterstützen. So bleibt der Ort mit dem schon vorhandenen Gedenkstein kein anonymer Gedenkort, sondern benennt konkret die  Inhaftierten, ihre dortigen Lebensbedingungen und ihre weiteren Leidenswege (Todesmärsche) bis zu ihrer endgültigen Befreiung. Durch die Luftaufnahme ist die Struktur des damaligen Lagers auf dem derzeitigen Reitplatz für den Betrachter nachvollziehbar.

iswas®?! aktiv-gegen-gewalt -> gemeinsamklasse -> stärken-fürs-leben

Träger: Förderverein "Freunde und Förderer des BSZ Döbeln" e.V.

  • Förderung der Selbst- & Sozialkompetenzen im sozialen Nahraum

  • Förderung einer friedlichen, konstruktiven, toleranten und kooperativen Interaktion in einem, von Diversität und Individualität geprägtem Klassenverband

  • Förderung eines anpassungsfähigen werteorientierten Verhaltens in Bezug auf die Rahmenbedingungen und die Ziele des Schulsysteme

  • Stärkung der exekutiven Fähigkeiten (Selbstbeherrschung)

  • Verringerung der aggressiven, feindlichen & störenden Verhaltenstendenzen

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