Projekte in 2015

Externe Koordninierungsstelle

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Öffentlichkeitsarbeit

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Kinder-und Jugendparlament Mittelsachsen

Träger: Regenbogenbus - Verein für erzieherischen Kinder- und Jugendschutz e.V.

Ziel ist die Installation eines Kinder- und Jugendparlaments um die Beteiligung von jungen Menschen an staatlich-zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit zu ermöglichen und zu fördern. Ferner ist eine Demokratiestärkung im ländlichen Raum wünschenswert, um präventiv menschenfeindlichen Bestrebungen entgegenzuwirken. Das Jugendparlament bietet im Gegensatz zu einer bloßen Wissensvermittlung die Möglichkeit und Chance eigene Erfahrungen zu machen, politische Systeme und Mechanismen zu verstehen, gewaltlose Handlungsmöglichkeiten zu erfahren und auszuüben und zielt somit auf eine Stärkung von Mündigkeit, der Selbstbildung/-organisation und des Selbstbewusstseins der Jugendlichen ab.  Eine Anlaufstelle/Instanz, in der Kinder und Jugendliche ihre Anliegen und Nöte wie auch Wünsche und Visionen einbringen und diskutieren können, ist für den Landkreis Mittelsachsen bisher nicht gegeben. Das Jugendparlament soll als Anlaufstelle für junge Menschen dienen, die sich für die Bedarfe Ihresgleichen einsetzen und vertreten wollen. Zudem soll das Kinder- und Jugendparlament als Bindeglied zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in politischer Form fungieren. Das Kinder- und Jugendparlament soll zuletzt die Möglichkeit der Mitbestimmung in jugendpolitischen Fragen eröffnen.

Bewusstsein für demokratisches Handeln über Generationen schaffen - Neue Wege in Klosterbuch

Träger: Be-Greifen e.V. 

Ziel soll es sein, dass  Bewusstsein für demokratisches Handeln zu  wecken und dessen Sinnhaftigkeit zu erkennen,  Werte vorzuleben um Vorurteile und die Verbreitung extrem rechter Einstellungen vorzubeugen.  Dabei arbeitet das Projekt auf der Grundlage des Konzeptes „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“.  In Gruppen mit behinderten und nicht-behinderten Kindern und Jugendlichen bzw. deutschen und nichtdeutschen Menschen wird Andersartigkeit positiv thematisiert und Vorurteile werden abgebaut.

Dies geschieht durch:

  • Aufklärungsveranstaltungen an Schulen durch einen ehemaligen Drogensüchtigen

  • eigenverantwortliche Projektumsetzung durch Kinder und Jugendliche in der Natur

  • gemeinsame Gestaltung eines öffentlich zugänglichen Raumes und/oder Ausstellung "Was ist Demokratie? Wie wird Toleranz zum Kinderspiel?" zur Präsentation in der Öffentlichkeit

  • sowie einem Aktionstag auf der auf der Mulde unter dem Motto: "Wir sitzen alle in einem Boot - Demokratische Erziehungswerte vorleben!" mit Eltern, Erzieher und Migrantenfamilien

"Interaktive Geschichtswerkstatt" - moderne Medien fördern Geschichtsbewusstsein

Träger: Regionales Bildungszentrum Eckert gGmbH

Ziel des Projektes ist das Erstellen eines "Geschichtskoffers", welcher die vielfältigen Forschungsergebnisse, Zeitzeugenberichte, Poster und Medien der Geschichtswerkstatt didaktisch ordnet, unter Nutzung moderner, jugendgemäßer  Kommunikationsmedien zusammenfasst und so einer noch breiteren Öffentlichkeit, besonders in der jungen Generation, zugänglich macht. Der "Geschichtskoffer" soll mit einer Internetseite verbunden sein und Lehrern, Dozenten oder Erziehern helfen, bereits aufgearbeitetes Material mit regionalem Bezug einzusetzen.

Schüler und Lehrer der Projektpartner sollen in die Entwicklung didaktischer Materialien einbezogen werden, die künftigen Schülern das Verstehen eines für sie kaum noch zugänglichen Teils der deutschen Geschichte unter der Nazidiktatur, aber auch des regionalen Verdrängens nach 1945  erleichtert. Der moderne, multimediale Zugang dazu soll Jugendlichen helfen, eigene Schlüsse zu Toleranz und Verantwortung gegenüber Minderheiten und zum Engagement in einer demokratisch verfassten Zivilgesellschaft vor Ort zu ziehen.

We are still here - Kunst- und Begegnungsprojekt

Träger: Regionales Bildungszentrum Eckert gGmbH.

Im Zentrum des Projektes steht die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Generationen und Nationalitäten. Die Ausstellung soll u.a. auch Anlass zur Begegnung mit möglichst vielen der noch lebenden Zwangsarbeiterinnen des KZ-Außenlagers sowie deren Angehörigen oder Nachkommen und ehemaligen von Nazis vertriebenen "Freibergern" und deren Angehörigen werden. Es ist - angesichts des Alters der Überlebenden - die fast letzte Möglichkeit einer authentischen persönlichen Begegnung mit Überlebenden. Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Holocaust" und dessen künstlerische Bearbeitung  soll die Menschen für die Vergangenheit sensibilisieren und damit eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft schlagen.

Mit sportlichen Aktivitäten zusammen – wachsen

Träger: Burgstädter TSV 1878 e.V.

Zusammenwachsen - sich verbünden; oder zusammen- eben wachsen. Respektvoll und ehrlich miteinander umgehen oder auch aneinander wachsen.

Das Projekt dient der Vermittlung von gewaltfreien Konflikt- und Lösungsstrategien (Antiaggressionstraining für Kinder, Beteiligung durch die Eltern, Workshops und die Vermittlung von Weltoffenheit), aber auch die Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Bewegungen und pädagogische Ansätze mit Zeitzeugen werden bedient. Durch das unmittelbare Zusammentreffen/Trainieren/Diskutieren von Kindern und Jugendlichen aus dem Gymnasium, der Lernförderschule sowie Teilnehmern mit Mitgrationshintergrund aus dem Sportverein wird eine Basis für das Projekt und dessen Gelingen  bzw. einer enormen Nachhaltigkeit geschaffen, das ebenfalls ein Projektziel ist. Inhaltlich ist das  Projekt auf die Vernetzung vom Sportverein, dem Gymnasium Burgstädt sowie der Lernförderschule am Taurastein ausgelegt, es werden Personen mit Migrationshintergrund im Projekt mitarbeiten. Ein weiteres Ziel soll es sein, die Eltern der Teilnehmer für die Projektarbeit zu gewinnen.

Gewaltprävention an Schulen - Ein Projekt für Grund- und Mittelschüler

Träger: CVJM Mittweida e.V.

Ziel ist die Förderung einer gewaltfreien Schulumgebung; Stärkung der Klassengemeinschaft sowie Förderung von Zivilcourage.

Gewaltpräventionsprojekte für Schüler setzen oftmals erst in 7. und 8. Klassen an. Jedoch sollten Kinder und Jugendliche früher für diese Thematik sensibilisiert werden. Dieses Projekt greift die Thematik bereits in 3. und 5. Klassen auf. Auf spielerische Weise werden die Kinder unter anderem mit verschiedenen Formen von Gewalt vertraut gemacht und lernen Alternativlösungen für verschiedene Situationen.

Projektziele für die Schüler:

  • Sensibilisierung für die Gewaltthematik

  • couragiertes und gewaltfreies Reagieren in Konfliktsituationen

  • eigene Meinungsbildung und Vertretung dieser

  • Bestärkung des positiven Selbstwertes, wodurch die Ablehnung von Gewalt unterstützt wird

  • entdecken und erlernen von Handlungsweisen für den Umgang mit eigener Wut

  • lernen, den Anderen als wertvollen Menschen zu sehen und zu achten

  • werden innerlich gestärkt, so dass sie zukünftig mittels positiven Selbstwertes nicht durch extremistische Szenen geworben werden können

  • erkennen, welche Macht im Gebrauch von Worten steckt

Projektziele für LehrerInnen:

  • werden in Ihrer Profession Kinder und ihren Selbstwert zu fördern gestärkt.

  • erhalten Handwerkszeug, um in Gewalt- und Konfliktsituationen zu agieren.

Projektziele für Eltern und andere Erziehungsberechtigte:

  • Auseinandersetzung mit der vorliegenden Thematik um ihre Kinder bei der Umsetzung unterstützen zu können

Mit Spiel, Sport und Spaß - Toleranz erleben!

Träger: Döbelner SV "Vorwärts" e.V.

Der Name des Projektes heißt mit Spiel, Sport und Spaß, Toleranz erleben und lässt sich wie folgt erläutern:

Ziele:

  • Abbau von Ängsten und Vorurteilen der Zielgruppe (dadurch auch bei den Erwachsenen)

  • Möglichkeit an Teilhabe an Sport und Spiel

  • "Ausbruch" aus dem alltäglichen Leben

  • Informationen über die Sport- u. Spielangebote des Vereins

 Die Inhalte des Projektes sind folgende:

  • Durchführung einer Spiel- u. Sportveranstaltung mit der Zielgruppe

  • Aufbau von diversen Spiel- u. Sportmaterialien (Hüpfburgen, Kistenklettern, usw.)

  • Betreuung wird der Verein sicherstellen (Betreuer mit deutschen Hintergrund und mit Migrationshintergrund)

  • Eingliederung in bereits bestehende Sportgruppen des Vereins (gilt nur für das angrenzende Asylbewerberheim)

Mediengestützte Demokratiearbeit im ländlichen Raum

Träger: Landesfilmdienst Sachsen e. V.

Mit dem Projekt möchte der Landesfilmdienst Sachsen e. V. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mittels eines medienpädagogischen Ansatzes zur kompetenten Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Einstellungen, zum wertschätzenden interkulturellen Dialog sowie zur Akzeptanz und Affirmation einer offenen und vielfältigen Zivilgesellschaft befähigen bzw. dahingehend Sensibilisierungsprozesse anstoßen. Audiovisuelle Medien bieten hervorragende Möglichkeiten, bisher wenig bekannte Lebenswelten vorzustellen und so Weltoffenheit und Interesse für Menschen aus  unterschiedlichen Lebenszusammenhängen zu wecken. Durch die inhaltliche Aufbereitung im Rahmen von Projektveranstaltungen werden Aspekte medial vermittelter Realität in Beziehung zur eigenen Lebensrealität gesetzt. Die Projektteilnehmer_innen werden zu Nachdenklichkeit und Perspektivwechsel angeregt, können einzelne Informationen kritisch hinterfragen und stellen Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln und dessen Wirkung auf ihre Mitmenschen her.  Die Teilnehmenden lernen menschenfeindliche Argumentationen und Handlungen zu durchschauen, zu hinterfragen und kritisieren,  sowie darüber hinaus hinsichtlich eines von Akzeptanz und Respekt geprägten Umgangs mit ihren Mitmenschen geschult. Persönliche Begegnungen mit Regisseur_innen und/oder Expert_innen wecken Interesse, entwickeln Empathie und bauen Barrieren ab und tragen zu einer nachhaltigen Wirkung bei.

Flüchtling und/ oder Mensch?

Träger: Förderkreis Centro Arte Monte Onre e.V. Ehrenberg

Im Vordergrund steht die Aufklärung der aufnehmenden Gesellschaft in der Region um Mittweida. Gerade im ländlichen Raum sind Vorurteile gegenüber Fremden besonders groß. Hier fehlt es an Möglichkeiten, Asylsuchende praktisch kennenzulernen und ihnen einmal die Hand zu reichen. Mit dem Projekt sollen sowohl die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, als auch das Publikum erkennen, dass die Nationalität, die Religion oder der soziale Status, Äußerlichkeiten sind, die im Umgang miteinander keine Rolle spielen dürfen.

Im 1. Teil des Projektes soll in Zusammenarbeit mit Studenten von Mittweida und Freiberg ein Dokumentarfilm entstehen wo Asylbewerber ihre Geschichten erzählen. Der Film soll in verschiedenen Schulen gezeigt werden. Entstehen soll auch eine Fotodokumentation.

Der 2. Teil beschäftigt sich mit der Wiedergabe der Traditionen und Kultur der Asylsuchenden, wie Musik, Lieder, Tänze und ihrer speziellen Küche.

Im 3. Teil des Projektes werden alle Teilnehmer an einem Wochenende im Gelände des Kulturzentrums Ehrenberg in einer Großveranstaltung das Ergebnis von Teil 1+2 präsentieren. Parallel dazu werden in einer Ausstellung Gegenstände sowie eine Foto- und Filmdokumentation gezeigt.

Geschichte erleben! Auschwitz - Schindlers Liste

Träger: Förderverein "Freunde und Förderer der Fichte-Schule" e.V.

In einer Projektwoche wird das Projekt geplant und durchgeführt. Es besteht aus insgesamt 3 Teilen:

1. Teil:  Zuerst werden die Schüler auf unseren Besuch in Auschwitz - Birkenau vorbereitet. In 5 Stationen wird das Wissen über den Nationalsozialismus und den Völkermord im 2. Weltkrieg vertieft. Spezielle Informationen zum Vernichtungslager werden dabei natürlich Schwerpunkt. Nach dieser Arbeit sehen die Schüler eine Dokumentation zur Geschichte von Auschwitz, um erworbenes  theoretisches Wissen zu vertiefen und besser erlebbar zu machen.

2. Teil:  Besuch des Lagers Auschwitz - Birkenau. Im Mittelpunkt der 4-Tage-Fahrt nach Krakau ist am 2. Tag die Führung durch das Lager.

3. Teil: Im Ratssaal der Stadt Mittweida soll am letzten Tag der Film "Schindlers Liste" gezeigt werden. Dies soll anknüpfend an die Führung durch Krakau und speziell durch das Jüdische Viertel, durch das Erleben von Auschwitz während der Führung.

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie 2015

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa e.V.

Grundlage der Bündnisarbeit sind regelmäßige, monatliche Zusammenkünfte, in denen die inhaltlichen und organisatorischen Abläufe der  Aktionen geplant, erarbeitet und nach Durchführung evaluiert werden. Durch die Analyse der aktuellen Lage sollen die Angebote für die Zielgruppe bedarfsgerecht gestaltet werden.

 geplante Aktionen 2015:

  • Workshop /Vortrag mit einem Aussteiger aus der rechten Szene über das Projekt21 /Herr Ankele zur Veranschaulichung der Auswirkungen von Extremismus und rechtsradikalen Tendenzen

  • alternativ Buchlesungen / Diskussionsrunde mit Herrn Thoralf Staudt zur Verdeutlichung der aktuellen Problematik in der rechtsradikalen Szene

  • regelmäßiges Angebot der Theatergruppe in Form von entsprechenden Themenwerkstätten zur Schulung sozialer und demokratischer Kompetenzen

  • Beteiligung des Bündnisse am Abenteuercamp mit Aktionen zur Demokratie-und Toleranzförderung (Antigewalttraining/Sportaktionen)

  • Organisation und Durchführung von zwei interkulturellen Kochveranstaltungen, mit dem Ziel den Austausch und das Verständnis verschiedener Kulturen zu fördern

  • Teilnahme an Aktionen der LAG KZ Sachsenburg, mit dem Ziel, langfristig Jugendliche zur Auseinandersetzung mit geschichtlichen Hintergründen und für eine kontinuierliche Gedenkstättenarbeit über die Aktionen des Bündnisses hinaus zu gewinnen

Internationales Jugendcamp 2015

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa e.V. .

Das mehrtägige Zusammentreffen von Jugendlichen aus unterschiedlichen Nationen, ermöglicht einen interkulturellen  Dialog und das Erlernen sozialer Kompetenzen zum Abbau von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus. Hauptanliegen ist die Vermittlung des hohen Stellenwertes einer demokratischen und toleranten Gesellschaft.

Während eines mehrtägigen Campaufenthalts sollen sich deutsche, tschechische, ungarische und polnische Kinder und Jugendliche treffen.

Inhaltliche Angebote dieses Camps sind:

  • die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung von Sportwettbewerben

  • der Besuch der Gedenkstätte ehem.KZ Sachsenburg und des militärhistorischen Museum Dresden mit spezieller thematischer Führung

  • thematische Workshops

  • Aussteigerprojekt/rechtsradikale Tendenzen

  • jugendgerechte Gedenkstättengestaltung / Erinnerungskultur

  • Demokratie- und Toleranzverhalten /Antiaggressionstraining/Sozialverhalten

Toleranz ist ein Kinderspiel im Kindergarten Goethehain

Träger: IMM Stiftung

Jedes Jahr mit Schuljahresbeginn verlassen die größeren Kinder die Kita Goethehain und neue Kinder werden aufgenommen. Zum Einen sind dies nichtbehinderte und zum Anderen behinderte Kinder. Das erste Zusammentreffen geschieht zuerst ohne das Thema Behinderung anzusprechen. Die Kinder lernen sich kennen und machen in der Gruppe ihre eigenen Erfahrungen. Der Film setzt genau an diesem Punkt an, um die erste Schritte miteinander zu zeigen. Die Erzieherinnen bringen den Kindern dann auf spielerische Weise in Projekten näher, dass eine Behinderung kein Grund zur Ausgrenzung ist. Die Kamera begleitet die Erzieherinnen dabei, wie sie z.B. mit Handpuppen, Liedern, Büchern oder Spielen mit den Kindern arbeiten und dokumentiert die ersten "Toleranzschritte" der Kinder. Am Ende soll der Film aufzeigen, dass es keinen Unterschied zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen gibt. Wünschenswert wäre die Leiterin der Kita, Erzieherinnen und Eltern in dem Film zu Wort kommen zu lassen. So sollen Erfahrungen mit dem Thema und Fortschritte näher gebracht werden.

Aktionen der Initiative für Demokratie im Jahr 2015

Träger: Initiative für Demokratie ohne Extremismus Mittelsachsen e.V.

Im Landkreis Mittelsachsen sollen flächendeckend Stolpersteine verlegt werden. Einige Städte des Landkreises haben schon zahlreiche Stolpersteine. Gedacht wird mit dem Projekt aller verfolgter, ermordeter Opfer des Nationalsozialismus. In den Jahren 2013/14 konnten schon zahlreiche Stolpersteine verlegt werden. In den nächsten Jahren sollen noch weitere Städte einbezogen werden. Besonders wichtig ist dabei die Einbeziehung von Schülern.  

Der Hauptschwerpunkt des Projektes liegt auf weiterer Aufarbeitung des jüdischen Lebens im Landkreis Mittelsachsen, dabei sollen die Schicksale jüdischer BürgerInnen, hauptsächliche der Städte Hainichen , Waldheim und Geringswalde während des Holocaust erforscht und Stolpersteine verlegt werden. In die Aufarbeitung und die letztendliche Durchführung sollen SchülerInnen der jeweiligen Städte einbezogen werden.  Im Jahr 2014 sind 14 Stolpersteine im Landkreis Mittelsachsen verlegt werden, diese sollten in Patenschaften von Schulen gegeben werden.

Erstmalig soll sich mit Euthansie beschäftigt werden. Systematische Morde insbesondere an körperlich und geistig behinderten Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus als Teil der sogenannten nationalsozialistischen „Rassenhygiene“ soll aufgearbeitet werden.

Es werden verschiedene Präventionsveranstaltungen (mit einem Aussteiger aus der rechten Szene) im Landkreis Mittelsachsen durchgeführt. Diese werden in Schulen - Elternabenden oder an einem Projekttag stattfinden. Mit der Präventionsveranstaltung soll verhindert werden, dass rechtes Gedankengut weitere Anhänger findet. Es soll gleichzeitig auf die Gefahren hingewiesen werden, wie strukturiert in Sachsen gearbeitet wird und welche Gefahren damit verbunden sind.

Lokaler Widerstand im Dritten Reich

Träger: Leisniger Geschichts- und Heimatverein e.V.

Mit der Erweiterung der im vergangenen Jahr entstandenen Olbricht-Ausstellung um 3 Tafeln soll darüber informiert werden, dass es nicht nur militärischen Widerstand gegen die Politik des Dritten Reiches gegeben hat, sondern sich auch Humanisten, Christen und Mitglieder z.B. von SPD und KPD widersetzt haben. Leisniger Bürgerinnen und Bürger sollen angeregt werden sich mit den Zeitumständen zu beschäftigen und sich aus den daraus ergebenden politischen und moralischen Fragen auseinanderzusetzen.

Der Geschichts- und Heimatverein (LGHV) wird generationenübergreifende Gespräche zu dieser Thematik  anregen und begleiten, mit dem Ziel politisches Bewusstsein für Widerstand zu entwickeln und eigenes verantwortliches Handeln zu initiieren.

Diese Ausstellung ist temporär  in der Peter-Apian-Oberschule, dem Stadtgut und dem Leisniger Rathaus geplant. Danach wird sie als "Wanderausstellung" den Schulen und Vereinen  der Stadt und darüber hinaus zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus ist mit der Peter-Apian-Oberschule ein weiteres Schülerprojekt in Vorbereitung. Mit den neunten Klassen soll über "Flucht, Vertreibung und neuer Heimatfindung" unter Einbeziehung von Zeitzeugen gearbeitet werden, die Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt auf Schautafeln.

Weltoffenheit und Toleranz erlebbar gestalten - interkulturelle Zusammenarbeit

Träger: Mittelsächsischer Jugendverein Rüsseina e.V. 

Die veränderte Situation zu unserer ersten Zusammenarbeit zwischen Jugendlichen aus Sachsen und den Niederlanden, einige mit Migrationshintergrund, im Jahr 2012 in Roßwein, durch die Pegida Bewegung und die Asylproblematik ist eine wichtige Ausgangslage für das Projekt. Seit 20 Jahren arbeiten der MJV mit der Organisation "Son Blue" aus den Niederlanden, vertreten durch das "Pop-Corner", zusammen. Durch konkrete Projekte konnten in den letzten Jahren Berührungsängste abgebaut werden, ein Miteinander fördern und Nachhaltigkeit erreichen. Grundlage hierfür ist die Musik in ihren verschiedenen Facetten, wie Songwriting, Rockmusik, sowie Tanz. Zudem bietet die Landeshauptstadt Dresden eine gute Zusammenfassung für die Auswirkungen eines aggressiven menschlichen Verhaltens, was nur durch ein Miteinander verhindert werden kann. Jugendliche mit unterschiedlichen Bildungsniveau und Erfahrungen in ihren Ländern arbeiten gemeinsam.

 

Musikalische Workshops für 2 Gruppen: niederländische und deutsche Musiker. In der Regel je 4 TN aus D und NL schreiben Texte zu den Themen: Rassismus, Toleranz, Miteinander, Verhinderung von Intoleranz. Diese Texte werden rockmusikalisch oder im Ensemblestil umgesetzt. Die einzelnen Gruppen werden jeweils von erfahrenen deutschen und niederländischen Teamern unterstützt. Die Teilnehmer müssen aufeinander hören, gemeinsam agieren und ihre Fertigkeiten anwenden. Motto: "Wie erreiche ich den Kopf und das Herz meines Zuhörers?".

Foto- und Videogruppe: Hier liegt die Teilnehmerzahl bei insg. 6 Jugendlichen aus den zwei Ländern. Musikalische Arbeit wird festgehalten, Texte dreisprachig lesbar verfasst (E,D,NL) und die musikal. Ergeb. werden gefilmt und Texte für die Zuhörer aufbereitet.

Geschichtsgruppe: Gestaltung des kurzen Abrisses der Geschichte der Stadt Nossen; Darstellung wichtiger Fakten zur Geschichte in der NS Zeit und Vorbereitung des Besuchs der Stadt DD und die Besichtigung des Rundbildes. Dabei soll der Zusammenhang zwischen positiven Errungenschaften (Klostergründung, Entwicklung des Landes Sachsens) und die negativen Entwicklungen, wie Diskriminierung von Andersdenkenden, die Kriegstreiberei der Nazis und die daraus resultierende Zerstörung der Stadt Dresden im Zusammenhang gesehen werden.

Back to the future- eine Triologie

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

2014 wurde die Triologie "back to the future" begonnen. Im Rahmen dieses Projektes war der Jugendclub Burgstädt  mit neun Jugendlichen in München. Während der fünftätigen Projektfahrt wurde die Gedenkstätte Dachau und eine Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus in München besichtigt sowie eine interaktive Stadtführung zum Thema Widerstand und Nationalsozialismus durchgeführt. Die Jugendlichen haben die Eindrücke und Erfahrungen in abendlichen Gesprächsrunden diskutiert und ausgewertet.

Für dieses Jahr ist eine Projektfahrt nach Prag geplant. Zum Einstieg ist eine Stadtführung durch Prag zum Thema "Jüdisches Viertel – Josefstadt " geplant. Da Prag die einzige europäische Stadt ist, die ihr einzigartiges jüdisches Erbe während des Zweiten Weltkriegs behalten hat, gewinnen die Jugendlichen einen detaillierten Eindruck von der Kultur. Während der Führung werden das jüdische Museum und verschiedene Synagogen besichtigt.  Weiterhin ist die Besichtigung der Gedenkstätte Theresienstadt geplant sowie die Gedenkstätte und das Museum des Ortes Lidice besucht werden. Lidice wurde 1942 von den Nazis vollständig zerstört und nach dem Krieg wenige hundert Meter vom ursprünglichen Ort entfernt wieder aufgebaut.

Neben den Ausflügen, Führungen und Besichtigungen sind tägliche Gesprächsrunden geplant, in denen Erwartungen, gewonnen Eindrücke und Gedanken besprochen und diskutiert werden können.

Dissen - Nicht bei mir !!!

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. - Freizeitzentrum Schlossaue

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Schule und stetigen Kontakt mit den Schülern hat sich herauskristallisiert, dass es Angebote zur Bekämpfung von extremistischen und diskriminierenden Erscheinungen geben sollte. Ziel sollte das Hinterfragen des eigenen Handelns bei Diskriminierung sein sowie die Stärkung von Zivilcourage und des Klassenklimas. 

Es erfolgt eine Aktivierung von interessierten Jugendlichen im Freizeitzentrum und/oder eine Zusammenarbeit mit der Schule, damit das Projekt in den Klassen 7 bzw. 8 durchgeführt werden kann. Die Durchführung des Projekts übernehmen die Sozialpädagogen des Muldentaler Jugendhäuser e.V..

Die Auseinandersetzung mit Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung geschieht in Form von Praxisübungen in denen diskriminierende Situationen nachgestellt, Handlungsoptionen erarbeitet und Wirkungsweisen betrachtet werden. Dabei wird das Klassenklima beleuchtet und das eigene Handeln gespiegelt.

Zukunft braucht Erinnerung – Gedenken an die Zwangsarbeit in Rochlitz

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Das Projekt fügt sich nahtlos an die Vorgängerprojekte der Jugendgeschichtsgruppe an und hat zum Ziel das Thema "Zwangsarbeit in Rochlitz" nachhaltig in Gedanken zu halten und weiter zu entwickeln. Das Projekt ist im Mittlerziel 4 (Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Bewegungen/...) des LAP angesiedelt. Es umfasst sowohl das Handlungsziel 1 (Präventionsveranstaltungen), da Stadtrundgänge zu dem Thema angeboten werden, Jugendliche zu Multiplikatoren ausgebildet werden und Schulprojekte stattfinden, als auch das Handlungsziel 2 (Auseinandersetzung mit geschichtlichen Hintergründen), da ein Gedenkort in der Stadt Rochlitz geschaffen wird und mit dem Audioangebot des Stadtrundgangs ein permanent über die Touristeninformation verfügbarer Überblick über das Projekt verwirklicht wird. Mit der Installation einer Homepage sind zudem immer aktuelle Ereignisse einzusehen.

Ein breites Angebot wird über die Thematik Zwangsarbeit berichten. Es gibt: eine Ausstellung, zwei Broschüren, geführte Stadtrundgänge, Stadtrundgänge via Audiogerät, den Gedenkort sowie die Homepage. Nicht zuletzt soll nach der Einweihung des Gedenkortes weiter zum Thema geforscht und eine dritte Broschüre mit neuen Informationen erarbeitet werden. Ein Hauptziel des Projektes ist die Aktivierung von Jugendlichen, die sich in ihrem Gemeinwesen einbringen. Sie arbeiten ehrenamtlich und stellen die wichtigsten Akteure dar. Sie führen Stadtrundgänge, pflegen die Homepage und kümmern sich um den Gedenkort.

Fernweh

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Das Projekt "Fernweh" soll den Jugendlichen Sitten, Rituale und Besonderheiten verschiedener Länder näher bringen. Jeden Monat wird ein anderes Land unter die Lupe genommen. Es wird landestypisch gekocht und Besonderheiten werden ausgearbeitet und diskutiert.  Durch das Auseinandersetzen mit den verschiedenen Ländern soll die Toleranz der Jugendlichen gefördert werden und eine Sensibilisierung für die unterschiedlichen Sitten der Länder stattfinden. Die Jugendlichen erhalten die Möglichkeit einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Das zubereiten kulinarischer Spezialitäten soll Hemmungen vor dem Unbekannten abbauen und ein angenehmes Miteinander fördern.

Internationale Begegnungen schaffen Möglichkeiten

Träger: Müllerhof e.V.

Ziel des Projektes ist es: soziokulturelle Begegnungen schaffen; eine nachhaltige Netzwerkarbeit zwischen dem Müllerhof, der Stadt Mittweida, der Ausländerbeauftragten und dem Asylbewerberheim in Mobendorf aufbauen.

 

Es wird drei Nachmittage (18. 05. / 31.08. / 02.11.15) und ein Seminar (04. + 05.09.15) geben. Dabei sollen die Nachmittage zur Begegnung thematisch gestalten werden. Workshops für Groß und Klein: Koch-Event, Musikfest, Kreatives und ein Tauschmarkt halten Angebote für alle Generationen offen. Es wird eine Schulung des Mitarbeiterteam vom Müllerhof sowie interessierte Laien aus Mittweida und Mobendorf mit dem Ziel stattfinden, die eigenen Stärken zu erkennen, Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien kritisch zu hinterfragen und zu verbessern. Das Laien-Team soll befähigt sein, fremden Menschen offen und gelassen gegenüberzutreten. Im Seminar können die Begegnungen reflektiert und bearbeitet werden. Durch die vier Veranstaltungen soll eine Grundlage für die weitere integrative Arbeit in den nächsten Jahren im Müllerhof e.V. gelegt werden.

Die Rausholung - Ein multimediales Theaterstück mit einem Aussteiger aus der REX Szene

Träger: Projekt 21ii

Aus den Erfahrungen von 13 Jahren Präventionsarbeit in Schulen mit Aussteigern aus der REX Szene ergab sich das Problem, dass es Schülern schwer fällt das Problem REX richtig zu verstehen. Die Idee eines aktiven Aussteigers war, ein niedrig schwelliges Angebot in Form eines künstlerischen Projektes unter Mitwirkung der Schüler anzubieten, um die Gefahren der Szene begreifbarer zu machen.

Durch die Weiterverwendung der 2014 entstandenen Dokumentation als Einstieg in die  Diskussion mit SchülerInnen und Auzubildenden, sollen die Gefahren des Rechtsradikalismus vor Augen geführt werde und klarstellen, dass es sich hier um ein gesellschaftliches und nicht gruppenbezogenes Problem handelt. Die Erlebnisberichte von Aussteiger u.a. aus der Szene zeigen persönliche Konsequenzen auf. Es erfolgt eine Aufklärung über rechte Subkultur (Musik, verbotene und rechte Symbole).

Die Projekte sollen mindestens 2 – 4 Unterrichtsstunden beanspruchen. Es wird der Film gezeigt und  anschließend mit Aussteigern aus der rechten Szene und Sozialpädagogen diskutiert. Bei längeren Projekten sollen die Teilnehmer in der Auseinandersetzung mit dem Thema eine Tonmaske erstellen.

"Döbeln im NS" App

Träger: Treibhaus e.V.

Ziel ist es, eine App über "Döbeln im Nationalsozialismus" zu erstellen. So soll ein Zugang für verschiedene Zielgruppen geschaffen werden und mobiles Lernen mit Tablets oder Smartphones ermöglichen. Diese Geräte erlauben es, über einen Internetzugang potentiell überall und zu jeder Zeit Informationen, Dokumente, Audiodateien und Fotos abzurufen. Nebenbei kann so die Möglichkeit geschaffen werden, eigene Inhalte zu produzieren, zu veröffentlichen und mit anderen zu teilen bzw. diese zu kommunizieren (Partizipation). Mit Hilfe der App können die NutzerInnen Döbeln als historischen Ort selbst erkunden. Eine orts- und zeitunabhängige Bereitstellung von Informationen ist möglich.

So können den einzelnen Besuchern, wie auch Schul- oder Jugendgruppen, unterschiedliche Zugänge zum Thema angeboten werden, die kostengünstig erweiterbar sind. Formate, wie etwa Audiodateien, GPS-Funktionen, Quizfunktionen und weitere thematische Ebenen sind denkbar. Eine kostenlose App macht es möglich, viele Menschen zu erreichen

Weiterhin sollen historische Stadtrundgänge angeboten werden. Denkbar ist es zudem, die Recherche aus dem Bereich der Euthanasie und die Forschung auf den gesamten Altlandkreis Döbeln auszuweiten. Auch ein Projekttag mit allen neunten Klassen des G. E. Lessinggymnasiums ist wieder geplant.

Grenzüberschreitende Sportolympiade

Träger: Volkssolidarität Regionalverband Freiberg e. V.

Es gibt im Umkreis wenige sportliche Ereignisse, bei dem Kinder aus unterschiedlichen Ländern und sozialen Schichten sowie mit verschiedenen Generationen im fairen Sport und Spiel miteinander aktiv werden. Dies liegt zum Teil an dem hohen Organisationsaufwand für die Ausstattung dieses Events, nicht nur personell und kostenseitig. Die Trennung von EU-Nachbarstaaten sowie von Alt und Jung ist ein strukturelles Problem unserer Gesellschaft.  Es müssen Verbindungen zu anderen Ländern und zu unterschiedlichen Generationen hergestellt und gepflegt werden, um Teilnehmer für solche gemeinsamen Veranstaltungen zu akquirieren.

Teilnehmer werden ca. 100 Hortkinder aus unseren Kindertagesstätten in Eppendorf, Flöha, Leubsdorf und Hohenfichte sein.

Weiterhin werden sozial benachteiligte Familien aus der SPFH sowie aus dem Familienzentrum in Most/Tschechien eingeladen, ebenso sportbegeisterte ältere Menschen aus dem Landkreis Mittelsachsen.

Nach dem Einmarsch der Sportriegen werden die Teilnehmer durch den Schirmherr Bürgermeister Herr Börner im Sportkomplex Leubsdorf begrüßt und mit einer gemeinsamen Aerobic-Erwärmung auf die folgenden Sportdisziplinen vorbereitet. Klassische Leichtathletikdisziplinen werden ebenso wie spielerische Wettkämpfe durchgeführt und bewertet. Weiterhin wird um den Pokal im Mannschaftstauziehen gekämpft. Zum Abschluss des Events wird jedem Sportler eine Teilnehmerurkunde ausgehändigt und die Sieger in den einzelnen Disziplinen altersgestaffelt ermittelt und ausgezeichnet.  Zum Tagesausklang werden gegrillte Bratwürste und Erfrischungsgetränke gereicht, damit alle Teilnehmer gestärkt die Heimfahrt antreten können.

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