Projekte in 2014

Weiterführende Unterstützung der Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes für das Jahr 2014

Träger: Die Brücke e. V.

Inhalte:

Die erfolgreiche Zusammenarbeit und Unterstützung der Jahre 2011 - 2013 soll im Jahr 2014 weiterhin fortgeführt werden. Die Zusammenarbeit fördert eine schnelle und unkomplizierte Beantragung bzw. Abrechnung für die Projektträger des Lokalen Aktionsplanes des Landkreises. Schwerpunkte des Projektes sind weiterhin die Pflege und Aktualisierung des Portals, Sichtung und Freischaltung der Trägerzuarbeiten, Einpflegen der Projektpräsentationen (Berichte, Fotos, Veröffentlichungen, Handreichungen, etc.), Kontaktpflege und Beratung der Projektträgern. Die Koordinierungsstelle erhält Unterstützung bei der Vorbereitung, Bearbeitung, Abrechnung, Dokumentation, Trägerberatung sowie der administrativen Umsetzung. Eine kurzfristige Problembearbeitung wird durch den Projektträger garantiert. 

Präventionsveranstaltungen mit Aussteiger

Träger: Initiative für Demokratie ohne Extremismus Mittelsachsen e. V.

Inhalte:

Mit der Präventionsveranstaltung soll verhindert werden, dass rechtes Gedankengut weitere Anhänger findet. Es soll gleichzeitig auf die Gefahren hingewiesen werden, wie strukturiert in Sachsen gearbeitet wird und welche Gefahren damit verbunden sind. Die Worte eines Aussteigers aus der Szene (er war mehr als 16 Jahre in der Szene) sollen die Teilnehmer der Veranstaltungen zum Nachdenken anregen, denn das Gesagte muss dringlich weiter getragen werden.

Geschichtswerkstatt Freiberg - Recherchen und Dokumentation zu Zwangsarbeit 1939 -1945

Träger: Regionales Bildungszentrum Eckert gemeinnützige GmbH 

Inhalte:

  • Forschungen zum bisher für Freiberg kaum dokumentierten und wenig bekannten Thema NS-Zwangsarbeit 1939 bis 1945 in Freiberg

  • Erarbeitung und geeignete Publikation (Broschüren/PPt-Vorträge/Ausstellung) neuester Forschungsergebnisse unter besonderer Berücksichtigung der Zwangsarbeit jüdischer Mädchen/Frauen im Freiberger Außenlager des KZ Flossenbürg 1944/45 ("Freia GmbH")

  • Recherchen zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Holocaust und seinem örtlichen Bezug auf Freiberg ("Freia GmbH"/Gebäude am heutigen Landratsamt und auf dem Gelände des heutigen BSZ "J. Weisbach") durch Überlebende, Nachkommen von Überlebenden und heutigen jungen sächsischen KünstlerInnen  

  • Vorbereitung einer international besetzten Kunstausstellung aus Anlass  des 70.  Jahrestages der Befreiung vom NS-Regime (nachhaltige Wirkung!)

  • Vorausstellung im Landratsamt Freiberg  Ende 2014

Wir sind Freiberg - eine bunte und weltoffene Stadt setzt ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Inhalte:

Das Ziel des Projektes ist die Förderung und Weiterentwicklung der interkulturellen Kommunikation. "Weltoffenheit" soll Teil des Selbstverständnisses der Bürgerschaft werden. Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten drei Jahre "Wir sind Freiberg", wollen wir Resümee  ziehen und weiter mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, vor allem mit Jugendlichen, ins Gespräch kommen. Im Alltag werden immer noch Pöbeleien, Anmache und verbale Provokationen gegen Menschen mit Migrationshintergrund wahrgenommen (z. B. Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen in der Schule durch ihre Mitschüler). Die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen soll deshalb gestärkt werden. Ziel ist der Abbau von latent vorhandenen Vorurteilen, wir wollen Brücken bauen und Türen öffnen, um das Verständnis für die persönlichen Hintergründe jedes Einzelnen zu wecken. Ein weiteres Ziel ist die Stärkung des vorhandenen Netzwerkes, um intensiver jeder Art von extremistischer Demonstration begegnen zu können und sich gegen rechte Wahlpropaganda zu positionieren.

Mit Kunst zur Toleranz- Sehen, Zweifeln. Begreifen

Träger: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Inhalte:

Unsere Arbeit mit Jugendlichen stellt sich der Verantwortung unserer deutschen Geschichte: aufklären, erläutern und Ziele für das Heute und Morgen entwerfen. Neue Gefahren sind erkennbar, der Schwur von Buchenwald ( Handlungsgrundlinie unseres Verbandes) ist noch nicht erfüllt. Neue und alte Feindbilder werden von Rechts bedient, in populistische Parolen umgesetzt. da eingesetzte Theaterstück  soll provozieren aufrütteln und zum Nachdenken zwingen. über vergangenes, heutiges (Asylbewerberheim Schneeberg z.B. ) und für jeden Zuschauer auch zur Selbstreflexion führen.

Mit dem provozierenden Theaterstück "Friedrich der Wüterich, eine musikalische Satire gegen rechts" sollen in den beiden Berufsschulen in Freiberg die Jugendlichen und erwachsenen Schüler der Berufsschulen auf die Thematik Rechtsextremismus aufmerksam gemacht werden. Besonders die Ausländerfeindlichkeit wird gut dargestellt. Mit Plakaten und Flyern sollen die Schüler neugierig gemacht. Anschließend soll mit dem Stück provoziert werden. Die Jugendlichen sollen zum Nachdenken gebracht werden. Anschließend wird es für Fragen und Emotionen Diskussionsrunden geben. Dabei sind  Zwiegespräche und Gruppengespräche angedacht. Dazu stehen der Schulleitung, Sozialarbeiter der Berufsschulen; Künstler und VVN-BdA Mitglieder zur Verfügung.

Fremdenangst und Ausländerfeindlichkeit in Mittelsachsen - Geschichte und Gegenwart

Träger: SoPro e. V.

Inhalte:

Erarbeitung von öffentlichkeitswirksamen Materialien und Veranstaltungsformen zur Vermittlung der Erkenntnis, wie alt und tief verwurzelt Fremdenangst und Ausländerhass in der deutschen Bevölkerung sind - z. B. die Ablehnung von Polen und Russen sowie die besondere Feindschaft gegenüber Sinti und Roma. Dazu wird in erster Linie die NS-Diktatur herangezogen, in zweiter Linie entsprechende Besonderheiten der DDR-Zeit, drittens die vor allem auch in Sachsen auffälligen Äußerungsformen seit 1990.

„Zusammenleben stärken! Gestärkt gegen menschenverachtende Einstellungen und Sexismus handeln“

Träger: Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e. V., Netzstelle Chemnitz

Inhalte:

Die Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit ist Mitglied im bundesweiten "Netzwerk für Demokratie und Courage e.V." (NDC), welches seit über 14 Jahren demokratiefördernde Bildungsarbeit an Schulen, in Jugendfreizeiteinrichtungen und Ausbildungseinrichtungen umsetzt. Das NDC verfolgt als Leitziel den Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen und demokratischer Kultur und schafft zielgruppenorientierte Bildungs- und Trainingsangebote für Kinder, Jugendliche und MultiplikatorInnen, um Rassismus abzubauen und klar gegen menschenverachtende Äußerungen aufzutreten.

Junge Menschen  setzen sich mit Demokratie, Diskriminierung, und menschenverachtenden Einstellungen wie Rassismus, Rechtsextremismus auseinander und erleben demokratische Kultur und Prozesse. Dabei trainieren sie soziale und demokratische Kompetenzen. Sie kennen Handlungsmöglichkeiten gesellschaftlicher Beteiligung und setzen eigenständig und fachlich begleitet langfristige demokratische und antirassistische Projekte um. 

"Von Gestern für Morgen Lernen" - Stadtrecherchen zur Shoah

Träger: Treibhaus e. V.

Inhalte:

Der Hauptschwerpunkt des Projektes liegt auf der Aufarbeitung des jüdischen Lebens im Landkreis Mittelsachsen, dabei sollen die Schicksale jüdischer BürgerInnen, hauptsächliche der Städte Döbeln, Waldheim, Roßwein, Hartha und Leisnig während des Holocaust erforscht und am Ende des Jahres Stolpersteine verlegt werden. In die Aufarbeitung und die letztendliche Durchführung sollen SchülerInnen der jeweiligen Städte einbezogen werden. 

Der zweite Schwerpunkt bildet auch dieses Jahr die Weiterführung unserer Stadtrundgänge in Döbeln. Zusätzlich soll die Internetseite www.doebeln-im-ns.de, welche letztes Jahr geschaffen wurde, aktualisiert und erweitert werden. 

Den dritten Schwerpunkt setzen wir auf Konzeptionierung, Planung und Durchführung von Projekttagen mit Schulklassen. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Auseinandersetzung mit der Justiz der Nachkriegsgesellschaften, bezüglich der Verurteilung von NS-TäterInnen, allen voran die sogenannten Waldheimer Prozesse. Das NSU Verfahren in München dient dabei dem Realitätssabgleich mit der Gegenwart. 

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie 2014

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sachsen e.V.

Inhalte:

  •  Ausstellung "Hass vernichtet" mit angebundenen Workshops durch Frau Mensah-Schramm in der Erich-Viehweg Mittelschule und dem Martin-Luther-Gymnasium zur Veranschaulichung der Notwendigkeit engagierter und demokratischer Verhaltensweisen

  • 2 Buchlesungen "Blut und Ehre" mit Diskussionsrunde durch Herrn Andreas Speit zur Verdeutlichung der aktuellen Problematik in der rechtsradikalen Szene

  • regelmäßiges Angebot der Theatergruppe in Form von entsprechenden Themenwerkstätten, zur Schulung sozialer und demokratischer Kompetenzen

  • Beteiligung des Bündnisse am Abenteuercamp mit Aktionen zur Demokratie-und Toleranzförderung (Antigewalttraining/Sportaktionen)

  • Organisation und Durchführung von zwei interkulturellen Kochveranstaltungen, mit dem Ziel den Austausch und das Verständnis verschiedener Kulturen zu fördern

  • Teilnahme an verschiedenen Aktionen der LAG KZ Sachsenburg e.V., mit dem Ziel, langfristig Jugendliche zur Auseinandersetzung mit geschichtlichen Hintergründen und für eine kontinuierliche Gedenkstättenarbeit über die Aktionen des Bündnisses hinaus zu gewinnen

Internationales Jugendcamp 2014

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sachsen e.V.

Inhalte:

Im internationalen Jugendcamp lernen sich Jugendliche aus vier Nationen während eines mehrtägigen Aufenthaltes kennen.  Der Campaufenthalt ermöglicht einen interkulturellen Dialog und das Erlernen sozialer Kompetenzen zum Abbau von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus. Hauptziel ist die Vermittlung des hohen Stellenwertes einer demokratischen und toleranten Gesellschaft.

  • Durch den Besuch der Gedenkstätten und den darauf aufbauenden Workshops erfahren die Teilnehmer von den Auswirkungen von Diktaturen und totalitären Systemen.

  • Durch die intensive Beschäftigung mit der Thematik in den Workshops soll das Interesse der Jugendlichen an einer über das Camp hinausgehenden Mitwirkung im Rahmen der Gedenkstättenarbeit geweckt werden.

  • Durch das Aufeinandertreffen von verschiedenen Kulturen und politischen Ansätzen erwerben die Campteilnehmer im  toleranten Umgang Sozialkompetenzen, die auch über das Ende des Jugendcamps hinaus wirken.

Begegnungen mit der Geschichte

Träger: Lagerarbeitsgemeinschaft "KZ Sachsenburg" e.V.

Inhalte:

Die Veranstaltungen sollen für die Teilnehmer eine nachhaltige Begegnung mit der Geschichte des "dritten Reiches" und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft nachvollziehbar machen. In Gesprächen mit Angehörigen von ehemaligen KZ Sachsenburg-Häftlingen wollen wir Wissen vermitteln und einen Bezug zur Gegenward herstellen. Das KZ Sachsenburg war maßgeblich an  der Entwicklung des Systems der KZ`s im faschistischen Deutschland beteiligt. Eingebunden in die Gespräche und die Gedenkfeierlichkeiten werden Jugendliche aus der Stadt Frankenberg und Umgebung sowie Gäste aus ganz Sachsen.

Lernen & Spielen im Asylbewerberheim Mobendorf

Träger:  Jugend mit einer Mission - Hainichen e.V. Jugend- und Familienzentrum

Inhalte:

Zweiwöchentlich wird im Rahmen des Projektes ein zweistündiges spiele-orientiertes Programm für Kinder mit ihren Eltern im Asylbewerberheim Mobendorf durchgeführt. 

Allgemeine Ziele:

  • Integration von Asyl-Suchenden durch Kontakt zu Deutschen und dt. Kultur

  • Förderung der deutschen Sprachkenntnisse

Ziele für Kinderprogramm:

  • Kinder wachsen in ihrem Sozialverhalten (Einhalten von Regeln und Normen, ...)

  • alle werden als gleichwertig geachtet

  • Jeder respektiert Jeden 

  • Stärkung des kindlichen Selbstwertgefühls

  • Musische Wahrnehmung und Fähigkeiten werden gestärkt

  • Förderung von Teamfähigkeit und Kreativität

Ziele für Begegnung mit Eltern:

  • Anregungen für sinnvolle Beschäftigungen mit ihren Kindern 

  • Erziehungshilfe

  • Austausch und praktische Hilfe, z.B. bei Verstehen von Anträgen

Internationale Begegnungswoche im Asylbewerberheim Mobendorf

Träger:  Jugend mit einer Mission - Hainichen e.V. Jugend- und Familienzentrum

Inhalte/Allgemeine Ziele:

  • Asyl-Suchende, Ausländische Mitbürger und Einheimische lernen sich kennen

  • Die Teilnehmer erleben internationale, interkulturelle und interreligiöse Gemeinschaft

  • Die Einheimischen erleben bei Spiel, Spaß, Sport und Arbeit Teilnehmer mit Migrationshintergrund.

  • Vorurteile gegenüber Asylanten werden bei anderen Teilnehmern abgebaut.

  • Integration von Asyl-Suchenden Die Asyl-Suchenden erleben positive Gemeinschaft

(M)EINE Welt im Fokus - Mediengestützte Workshops zur Förderung interkultureller Kompetenz

Träger: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend-und Erwachsenenbildung e. V.

Inhalte:

Mit dem Projekt „(M)EINE Welt im Fokus“ möchte der Landesfilmdienst Sachsen e. V. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mittels eines medienpädagogischen Ansatzes zur kompetenten Auseinandersetzung mit menschenfeindlichen Einstellungen, zum wertschätzenden interkulturellen Dialog sowie zur Akzeptanz und Affirmation einer offenen und vielfältigen Zivilgesellschaft befähigen bzw. dahingehend Sensibilisierungsprozesse anstoßen. Audiovisuelle Medien bieten hervorragende Möglichkeiten, bisher wenig bekannte Lebenswelten darzustellen und so Weltoffenheit und Interesse für Menschen aus  unterschiedlichen Lebenszusammenhängen zu wecken. Durch die inhaltliche Aufbereitung im Rahmen von Projektveranstaltungen werden Aspekte medial vermittelter Realität in Beziehung zur eigenen Lebensrealität gesetzt. Die ProjektteilnehmerInnen werden zu Nachdenklichkeit und Perspektivwechsel angeregt, können einzelne Informationen kritisch hinterfragen und stellen Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln und dessen Wirkung auf ihre Mitmenschen her. Persönliche Begegnungen mit RegisseurInnen und/oder ExpertInnen wecken Interesse, entwickeln Empathie und bauen Barrieren ab. So können die Teilnehmenden die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig in ihr alltägliches Handeln einbringen. 

Starke Kinder - im Sportverein(t) gegen Gewalt und Ausgrenzung

Träger: Burgstädter TSV 1878 e.V.

Inhalte:

Aggressionen, Intoleranz, Gewalt und Ausgrenzung jeglicher Art sind ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass in allen Bereichen, unter anderem auch die Sportvereine, unterwandert. Die Teilnehmer sollen in verschiedenen Seminaren und Veranstaltungen für das Thema sensibilisiert werden und sich systematisch mit den Themen auseinandersetzen. Publikationen, Ausstellungen und Selbsterlebtes sollen genutzt werden, um Erscheinungsformen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Auch soll in den Lehreinheiten Antiaggressionstraining/Kampfsport der Sport als Erziehungssystem beitragen. Persönlichkeits- und Teamentwicklung unter Nutzung und Förderung von psychosozialen Ressourcen erbringt eine Wertevermittlung und trägt enorm zur Persönlichkeitsentwicklung und Charakterstärke bei.

Ziel:

Die Teilnehmer sollen lernen sich mit Konfliktsituationen auseinanderzusetzen, Lösungen umzusetzen und alleinverantwortlich zu handeln. Dabei sollen sie eine lebendige und demokratische Gemeinwesenskultur unterstützen, in der Anfeindungen, Angst, Ausgrenzung und extremistische Strömungen keinen Platz finden. Die eigene Wahrnehmung und Sensibilität für das Thema sowie eine implementierte Wertevermittlung ist Kernproblem.

Gewaltprävention für Grund- und Mittelschüler

Träger: CVJM Mittweida

Inhalte:

Ziel:

  • Stärkung des gewaltfreien Miteinanders in den Schulen

Projektziele für die Schüler:

  •  Sensibilisierung für die Gewaltthematik

  • couragiertes und gewaltfreies Reagieren in Konfliktsituationen

  • eigene Meinungsbildung und Vertretung dieser

  • Bestärkung des positiven Selbstwertes, wodurch die Ablehnung von Gewalt unterstützt wird

  • entdecken und erlernen von Handlungsweisen, um die eigene Wut nicht an Gegenständen, sich Selbst oder Anderen auszulassen

  • lernen, den Anderen als wertvollen Menschen zu sehen und zu achten

  • werden innerlich gestärkt, so dass sie zukünftig mittels eines positiven Selbstwert nicht durch die rechtsextreme Szene geworben werden können 

Projektziele für LehrerInnen: 

  •  werden in Ihrer Profession, Kinder und ihren Selbstwert zu fördern, gestärkt

  • erhalten Handwerkszeug, um in Gewalt- und Konfliktsituationen zu agieren

Projektziele für Eltern und andere Erziehungsberechtigte:

  •  Auseinandersetzung mit der vorliegenden Thematik um ihre Kinder bei der Umsetzung unterstützen zu können

Gewinnung von Schulen für die interkultur. Sensibilisierung von Schülern und Lehrern in fächerübergreif. Projektwochen

Träger: Daetz-Stiftung

Inhalte:

Wir wollen die Bereitschaft der jungen Menschen erhöhen, weltoffen und tolerant zu sein, SchülerInnen befähigen, respektvoll mit (Mit)Menschen umzugehen und so zu einer echten Willkommenskultur in Sachsen beitragen. Mit unserem „Lichtensteiner Modell“ leisten wir einen Beitrag, dass sich sächsische SchülerInnen und MigrantenInnen auf Augenhöhe begegnen. Wir wollen möglichst viele sächischen Schulen erreichen. Unsere personellen Ressourcen erlaubten es uns bisher nur weniger als 10 Schulen aus dem Landkreis Mittelsachsen für das Lichtensteiner Modell telefonisch zu gewinnen. Hauptprojektziel ist mit möglichst vielen Schulen in Mittelsachsen in direkten Kontakt zu treten und von der Einführung des kostenfreien Lehrkonzeptes zu überzeugen. Das Lichtensteiner Modell vermittelt SchülerInnen unterschiedlicher Klassenstufen in Mittelschulen und Gymnasien im Rahmen einer fächerübergreifenden Projektwoche interkulturelle Kompetenzen zu 6 verschiedenen Ländern und dem Kontinent Afrika. Die SchülerInnen werden so interkulturell sensibilisiert und erlangen wichtige Schlüsselqualifikationen, um im Alltag einer globalisierten Welt Menschen aus anderen Kulturen mit Respekt und wertschätzend zu begegnen. Damit liefert das Lichtensteiner Modell einen frühzeitigen Beitrag zur Prävention gegen rechtsextreme Tendenzen.

Authentische Prävention Freiberg

Träger: Verein Projekt 21ii e.V.

Inhalte:

Der Verein Projekt 21 II e.V. ist seit 2009 mit seinem Aussteiger- und Präventionsprogramm im Bereich Rechtsextremismus in verschiedenen Formen und Zielgruppen am Markt präsent. Viele Aussteiger aus der rechtsextremen Szene unterstützen mit ihren Auftritten vor Eltern, Lehrern und Schülern das Projekt "Authentische Prävention" des Vereins. "Authentische Prävention" soll verhindern, dass rechtsextremistisches Gedankengut weitere Anhänger findet. Es soll die Präsenz und der Einfluss eines organisierten Rechtsextremismus und das Ausbreiten einer rechtsradikalen Jugendkultur und ihrer Symbole und Einstellungen gestoppt werden. Es sollen Demokratie, Toleranz und Solidarität als Werte eines selbstbewussten Gemeinwesens geachtet und befördert werden, um  sich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung behaupten zu können. Es sollen Eltern und Lehrer informiert sowie aus- und fortgebildet und deren Arbeit inhaltlich und methodisch betreut werden. 

Zur Zielerreichung sollen 5 Veranstaltungen zum Thema durchgeführt werden, die ihr authentisches Element durch Aussteigerberichte erhalten. Dabei ist die Authentizität Garant für die Nachhaltigkeit in den Köpfen der Teilnehmer und damit für den Erfolg der Maßnahme. 

Film "Fußball verbindet"

Träger: IMM Stiftung

Inhalte:

Film und Fernsehen sind Lieblingsbeschäftigung und fester Bestandteil der Lebenswelt von Schülern. Filmkompetenz, also Filme bewusst zu sehen, wird daher inzwischen zu Recht als dritte Kulturtechnik gesehen. Filme lassen an fremden Lebenswelten teilhaben, bieten Hilfe bei der Identitätsfindung und sorgen für Diskussion. Wenn die soziale Kompetenz zum Umgang mit kultureller Vielfalt im Jugendalter gefördert wird, kann damit ein Beitrag zur Verhinderung von Fremdenfeindlichkeit und Antirassismus geleistet werden. Aus diesem Grund möchte die Stiftung einen interkulturellen Lehrfilm produzieren, in dem von Jugendlichen für Jugendliche die Traditionen und Denkweisen anderer Kulturen näher gebracht werden. Dazu soll das Medium "Fußball" als Medium dienen, denn überall auf der Welt gibt es fußballbegeisterte Menschen. Zielsetzung ist es, mehrere Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie deutsche Jugendliche aus Mittelsachsen in diesem Lehrfilm über das Thema Fußball ihre Kultur zu zeigen und dass diese eine Bereicherung für alle ist. Zu verschiedenen Aktionen/Projekttagen wird abschließend untersucht, ob dieser Film einen Beitrag zum interkulturellen Lernen sowie zur Demokratieerziehung / Antirassismus leistete.

Generationsübergreifender Respekt vor Mensch und Natur in dieser Welt.

Träger: Be-Greifen e.V.

Inhalte:

Generationsübergreifender Respekt vor Mensch und Natur. Der Titel des Projektes ist unsere Leitlinie für das Handeln siehe Bundesamt für Naturschutz - Tagungskalender. Nach Teilnahme an dieser Tagung wird dieses Wissen der Internationalen Naturschutzakademie/Aktionsfeld der rechtsradikalen Szene bei uns und den geplanten Aktionstagen umgesetzt. Wir werden dabei Schülern und Auszubildenden am Tätigsein im FFH-Gebiet der Freiberger Mulde rund um Klosterbuch das Wissen um den respektvollen ressourcenschonenden und nachhaltigem Umgang mit Mensch und Natur vermitteln. Inhalte der Projekttage: Gesetzmäßigkeiten in der Natur erkennen, Aufforderung zum aktiven Mitwirken, Kreatives Gestalten statt Zerstörung, die Freiheit erkennen, welche den BürgerInnen in der Bundesrepublik Deutschland durch das Grundgesetz gegeben ist. Diese gebündelten Ergebnisse werden auch unseren befreundeten Organisationen in dem Fördergebiet Lubiaz/Polen zugänglich gemacht. Zum Zeitpunkt der Antragstellung hoffen wir, dass es während der Laufzeit des Projektes zu einem erneuten Austausch kommt. Hierdurch wird dem Gedanken der europäischen Völkerverständigung Rechnung getragen.

Ausstellung zu General Friedrich Olbricht anlässlich des 70. Jahrestages des Attentates auf Adolf Hitler

Träger: Leisniger Geschichts- und Heimatverein e.V. (LGHV)

Inhalte:

Leisnig ist der Geburtsort General Friedrich Olbrichts, der maßgeblich am Attentat auf Hitler mit beteiligt war. Zur Persönlichkeit und zum Wirken General Olbrichts soll eine Ausstellung konzipiert und erarbeitet werden. Mit dieser Ausstellung soll an den militärischen Widerstand erinnert werden. Leisniger BürgerInnen sollen angeregt werden sich mit den Zeitumständen zubeschäftigen und sich aus den daraus ergebenden politischen und moralischen Fragen auseinanderzusetzen. Der Geschichts- und Heimatverein (LGHV) wird generationenübergreifende Gespräche zu dieser Thematik anregen und begleiten.

Unser Ziel ist: politisches Bewusstsein für Widerstand zu entwickeln und eigenes verantwortliches Handeln zu initiieren.

Es wird eine Eröffnungsveranstaltung in Leisnig durchgeführt, danach wird sie als "Wanderausstellung" den Schulen und Vereinen der Stadt zur Verfügung gestellt.

Internationales Workcamp - Die Welt trifft sich im Müllerhof

Träger: Müllerhof e.V.

Inhalte:

Youth Action For Peace Deutschland ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Menschen, die versuchen, Brücken der Verständigung zu bauen und Not zu lindern. Das zentrale Anliegen ist es, nationale und kulturelle Vorurteile und Feindbilder in den Köpfen der Menschen abzubauen und gegenseitige Toleranz zu fördern. Yap organisiert Workcamps in Deutschland und vermittelt Jugendliche an Workcamps in bis zu 80 Ländern.Der Müllerhof beteiligt sich an der Ausgestaltung des internationalen Workcamps in Mittweida, um deutsche und ausländische Jugendliche zusammen zu bringen, miteinander kulturelle Highlights erleben zu lassen und damit den Respekt vor anderen Kulturen zu fördern. Das Workcamp findet vom 25.07. bis 08.08. statt, bei dem mindestens 12 ausländische und 10 deutsche Jugendliche gemeinsam an verschiedenen Aktionen teilnehmen.

Zielstellung ist es, dass sowohl die Jugendlichen untereinander Toleranz auf- und Vorurteile abbauen, aber auch, dass die Mittweidaer Bevölkerung durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt informiert und für das Thema sensibilisiert wird.

Schulworkshop "Flucht und Asyl"

Träger: goals connect

Inhalte:

Ziel des Moduls ist es, das Verständnis für Flüchtlingsmigration und die Empathie für Asylbewerber bei den Schülern zu fördern. Über den Abbau von Informationsdefiziten sowie die Übertragung von anonymen Zahlen und Statistiken auf die personalisierte Ebene soll so der Entwicklung von Rassismen und Vorurteilen gegenüber Zuwanderern entgegen gewirkt werden. Die oftmals vorherrschenden Vorurteile gegenüber Migranten, Abschiebehäftlingen oder „geduldeten“ Personen sind mancherorts gravierend. 

Folgende inhaltlichen Ziele werden im Rahmen des Unterrichts fokussiert:

  • Akzeptanz und positive Wahrnehmung der Multikulturalität unserer Gesellschaft

  • Abbau von Informationsdefiziten bezgl. Migrations- und Asylfragen

  • Sensibilisierung von SchülerInnen für globale Problemfelder, die Flüchtlingsmigration bedingen 

  • Aufklärung über Gründe von Migration und daraus resultierendes Verständnis und Aufgeschlossenheit gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund

  • Interperspektivisches Lernen: Bearbeitung individueller Lebensgeschichten von Flüchtlingen 

  • Selbstreflexion: Was hat Flüchtlingsmigration mit mir zu tun? Wie positioniere ich mich?

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