Projekte in 2012

Unterstützung der Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes

Träger: Die Brücke e.V.

Inhalte:

Dieses Projekt setzt die bereits 2010 begonnene Unterstützung der Koordinierungsstelle des LAP Mittelsachsen fort. Die Projektmitarbeiterin stellte sicher, dass die Homepage des Lokalen Aktionsplanes immer die neusten Daten enthielt und arbeitete neue Einträge, Termine, Projekte, Änderungen in den Antragsformularen etc. zeitnah in das Portal ein. Dadurch konnte eine konsequente Aktualität der LAP Homepage sichergestellt werden. Desweiteren Unterstützte das Projekt bei administrativen Abläufen zur Vorbereitung von Veranstaltungen der Koordinierungsstelle, Protokollierung von Entscheidungen des BGA, Erstellung von Bescheiden, Unterstützung bei der Prüfung von Anträgen sowie Archivierung der Unterlagen von 2012 und vieles mehr. Die geplante Evaluationsveranstaltung wurde vorbereitet und erfolgreich in Kooperation mit der Koordinierungsstelle durchgeführt. Eine Fortführung der Unterstützung ist geplant und wird für das Jahr 2013 beantragt.

"Gewalt gegen Ausländer"

Träger: Förderkreis "Centro Arte Monte Onore" e. V.

Inhalte:

Heranführung Jugendlicher an das Thema Gewalt an ausländischen Mitbürgern, Sensibilisierung für diese Problematik und Auseinandersetzung damit, Thematisierung verschiedener Sichtweisen in der Gesellschaft zu dieser Problematik, Erwecken von Verständnis für verschiedene Lebensweisen und Kulturen, Förderung des Toleranzverständnisses durch konkrete Fallbeispiele von Gewalt, Hinterfragung der persönlichen Einstellung gegenüber ausländischen Mitbürger Erarbeitung und Durchführung einer Kunstaktion mit multimedialen Kunstformen (Installation, Tanz , Musik, Theater, Videoprojektionen und Lichtprojektionen)

 

  • Erörterung des Begriffes " Gewalt" auch unter Berücksichtigung eigener Erfahrungen

  • Darstellung aus der Sicht der ausländischen Mitbürger und ihrer Kulturen

  • Darstellung aus der Sicht der Angehörigen der Opfer: Ängste, Schutz, Trauer, Isolation

  • Darstellung aus der Sicht der Gesellschaft und vereinzelten Bürgern zum Thema Gewalt

  • Darstellung aus der Sicht von Jugendlichen- wie würde ich mich persönlich verhalten?

  • Eigene Ängste bei Konfrontation mit Tätern, bringe ich mich bei Einschreiten selbst in Gefahr?

 

Die Ausführung findet an verschiedenen Spielorten in der alten Spinnerei (Werkhallen) in Sachsenburg statt.

Wir sitzen alle in einem Boot

Träger: Volkssolidarität-Regionalverband Freiberg e. V.

Inhalte:

Spätaussiedler und einheimische Familien bauen gemeinsam ein Boot. Spätaussiedler führen mit Vorschulkindern wöchentlich eine Schulvorbereitungsstunde durch. Im gemeinsamen Spiel werden die Wahrnehmung der Sinnesorgane und die Aufnahmefähigkeit geschult sowie die Kinder durch altersgerechte Aufgabenstellungen an das Zählen sowie an Mengeneinheiten herangeführt. Spätaussiedler unterstützen und begleiten die monatliche Durchführung eines Elterncafes, in dem Migrantenfamilien und sozial benachteiligte einheimische Familien ihre Sorgen und Probleme ansprechen und gemeinsam im Erfahrungsaustausch nach Lösungsansätzen suchen. Bei Bedarf kann Beratung und Unterstützung zur praktischen Lebenshilfe zum Umgang mit Konflikten und zu Erziehungsfragen gegeben oder vermittelt werden.

Demokratische Werte brauchen kein Lippenbekenntnis - sondern eine alltägliche Praxis

Träger: Burgstädter TSV 1878 e.V.

Inhalte:

Das Projekt war mit einer Laufzeit vom April - November 2012 längerfristig angelegt und umfasste einen Teilnehmerkreis von Kindern, Jugendlichen und Eltern. Es galt den Teilnehmerkreis für das Thema "Extremismus im Sport" zu sensibilisieren, sich auseinanderzusetzen und Argumente und Lösungen zu erörtern. Weiterhin legten wir im Projektverlauf großen Wert auf die Vermittlung der Werte wie: Freundschaft Ehrlichkeit Wertschätzung Hilfsbereitschaft Selbstbeherrschung Ernsthaftigkeit Höflichkeit Respekt Mut Bescheidenheit All diese Werte werden vom Extremismus negiert und haben keinen Platz in der Welt von Hooligans, Autonomen, Rechten usw. Diese haben ihre eigenen Werte und versuchen mit ihren Darstellungen die Menschen zu unterlaufen und zu beeinflussen - sie auf ihre Seite zu ziehen - als Mitglieder zu gewinnen. Auch im Sport kann man solche Tendenzen finden. Mit Beispielen aus den unterschiedlichsten Sportarten und die mediale Beeinflussung dazu, haben wir uns im Projektverlauf intensiv beschäftigt und diskutiert. Wir haben uns eine Meinung gebildet und diese öffentlich vertreten. Als Beilagen haben wir die Berichte und Artikel in der Dokumentation mit angehängt. Jeder der TN erhielt ein oder mehrere Exemplare der Artikel ausgehändigt. Ebenso eine DVD der gesehenen Filme - was sich immer als Höhepunkt herausstellte und ausgiebige Diskussionsrunden hervorrief. Im Praxismodul bekam die Wertevermittlung durch die regelgeleitete Auseinandersetzung eine nochmalige andere Seite der Betrachtung. Unter Beachtung des Erwerbs bestimmter sportlicher Voraussetzungen, wurden die TN von einem erfahrenen Trainer im Kampfsport unterrichtet. Natürlich standen Spiel und Teambildung - Gemeinschaft - immer an Anfang einer Trainingseinheit. In der Dokumentation zeigen wir an drei Beispielen, wie verschiedene Alltagssituationen mit den TN trainiert wurden. Die Kinder fragten dann u.a. nach Situationen wie: Brote stehlen und wegschmeißen Beschimpfungen und Tätlichkeiten Schwindeln und Angst Erpressung Schuhe -und "Klamottenklau" Rauschmittel, Alkohol Vieles Andere wurde im Stammblatt II dargestellt und gewertet. Extremismus soll und darf - hier - im Sport keine Chance haben. Mit unserer "alltäglichen Praxis" dient das Projekt der Bildung, der Auseinandersetzung mit solchen Tendenzen und der sportlichen Betätigung. Gerade der Sport hat unschätzbaren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Entwicklung sozialer Kompetenzen - unserer Werte. Dieser universellen Werte dürfen wir uns nicht berauben lassen. Eine Sensibilisierung aller Akteure im Sport gegen Extremismus und Intoleranz ist Grundlage unseres Engagements - weil es wichtig ist - eben nicht nur ein Lippenbekenntnis.

„UFO-Taler" – ein Selbsthilfeprojekt zur Stärkung von Toleranz und Demokratie

Diss mich nicht!!!

"Integration auf Rädern" Aktive Teilhabe der Spätaussiedler am gesellschaftlichen, sozialen, beruflichen Leben im Kreis

Träger: Verein "Hoffnung-Nadeshda"

Inhalte:

Durchführung von Ausstellungen "Wer sind sie die Spätaussiedler" Vorträge: "Deutsche Geschichte", "Wahlsystem in Deutschland", "Sozialsystem in Deutschland","EU heute", "Geschichte der Russlanddeutschen" Organisation und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen, Spielvor- und -nachmittage in Kindereinrichtungen, in Senioreneinrichtungen

Die Resonanz und Beteiligung der Spätaussiedler war hervorragend. Die Spätaussiedler haben eigenes Interesse gezeigt, waren sehr aktiv und haben viele neue Ideen entwickelt. Die Einheimischen haben großes Interesse an der Geschichte der Russlanddeutschen und zu kulturellen Veranstaltungen zur russischen Kultur gezeigt. Die Spätaussiedler haben dank der Veranstaltungen und zahlreichen Diskussionen ihre Sprachkompetenz verbessert und erweitert. Es wurden neue Kontakte geknüpft. Unsere Erwartungen vom Projekt wurden übertroffen. Die Spätaussiedler sind für eine ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet und für das nächste Jahr sind schon weitere Veranstaltungen in Freiberg, Flöha und Mittweida geplant.

"Egal geht nicht! Nachhaltige Stärkung demokratischen Engagements von Jugendlichen im Landkreis Mittelsachsen“

Träger: Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.

Inhalte:

  1. Es wurden insgesamt 6 Projekttage mit SchülerInnen der Klassenstufen 8 und 9 (Mittelschule und Gymnasium) zu den Themen Diskriminierung, Migration und Demokratieförderung sowie zu menschenverachtenden Einstellungen und dem Weltbild von Neonazis statt

  2. Es fanden 3 Workshops zum Thema "Musik und Neonazis" statt, die in drei Mittelschulklassen durchgeführt wurden.

  3. Es wurde bedarfsorientiert ein Workshopkonzept für die 5. Klasse einer "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" entwickelt, in dem neu an die Schule gewechselte SchülerInnen das Projekt kennenlernen und eigene Vorstellungen dazu entwickeln. Dieser kam zweimal zur Durchführung.

  4. Am 17. und 18.11. fand am Gymnasium Burgstädt das Forum antirassistischer SchülerInnen in Sachsen, FASS, statt. 46 SchülerInnen und 39 MultiplikatorInnen, darunter zum Großteil ehrenamtlich engagierte Jugendliche und junge Erwachsene nahmen an der Veranstaltung teil. Inhalt waren die Vernetzung aktiver SchülerInnen untereinander sowie mit Initiativen und Vereinen, die sich gegen Diskriminierung und Rassismus engagieren. An der Vorbereitung und Gestaltung waren SchülerInnen aus Burgstädt beteiligt. Diese benannten auch Wunschthemen für zentrale Workshops im Rahmen des FASS

  5. 4 von 8 Workshops des FASS wurden im Projekt der Courage-Werkstatt erfasst, der Workshop zu "Musik und Neonazis" wurde von der Courage-Werkstatt selbst durchgeführt.

Grenzüberschreitende Sportolympiade in Leubsdorf

Träger: Volkssolidarität Regionalverband Freiberg e. V.

Inhalte:

Am 13. Juli 2012 wurde im Sportareal Leubsdorf eine grenzüberschreitende Sportolympiade der Volkssolidarität durchgeführt. Teilnehmer waren 179 Hortkinder aus den Kindertageseinrichtungen in Eppendorf, Flöha, Rechenberg-Bienenmühle, Clausnitz, Cämmerswalde, Leubsdorf, Hohenfichte und von der SPFH, außerdem 19 Erzieher und 43 Helfer bzw. Senioren aus Flöha und Freiberg sowie 20 tschechische Gäste aus Most. Es wurden bestehende Kontakte zu Einrichtungen des Vereins zur Akquirierung der insgesamt 247 Teilnehmer genutzt sowie die langjährigen Verbindungen zur Caritas im tschechischen Most. Bei letzterem handelte es sich um sozial benachteiligte Kinder aus dem Familienzentrum Osek, die gemeinsam mit Erziehern, der Geschäftsführerin und einer Dolmetscherin an der Veranstaltung teilnahmen und anschließend eine Gesangs- und Tanzperformance aufführten. Nach der Aufstellung der Sportriegen wurden alle Teilnehmer herzlich durch den Bürgermeister und die Volkssolidarität begrüßt und mit einer gemeinsamen Erwärmung auf die 14 Spiel- und Sportdisziplinen vorbereitet. Auch Frau Hoyer, Mitarbeiterin in der Landesdirektion Chemnitz, hielt ein kurzes Grußwort an alle Sportler und Helfer. Die Begrüßungen erfolgten in deutscher und tschechischer Sprache. Alle Anwesende vereinte am Projekttag der Olympische Gedanke "Dabei sein ist alles", denn es ging nicht ausschließlich um Sieg und Niederlage, sondern auch um Dabeisein und die gemeinsame sportliche Betätigung, unabhängig von Alter und Herkunft. Der olympische Gedanke stand als Synonym für fairen, ehrlichen und völkerverbindenden Sport und Spaß. Spielerische und sportliche Wettkämpfe standen im Mittelpunkt des Aktionstages und wurden altersmäßig gestaffelt. Die klassischen Disziplinen, wie Sprung, Lauf und Medizinballweitwurf, wechselten sich ab mit Torwandschießen, Zielspritzen mit Feuerwehrschläuchen und anderen Aktivitäten. Die Kinder und Senioren konnten sowohl als Einzelleistung als auch im Team, bspw. beim Tauziehen, ihre Kräfte messen und hatten jede Menge Spaß dabei. Durchgeführte Spiel- und Sportdisziplinen zur generationsübergreifenden Sportolympiade waren unter Beteiligung folgender Kooperationspartner:

 

  • Armbrustschießen (Schützenverein Hohenfichte)

  • Geschicklichkeitsparcour (Turnhalle)

  • Jambo-Mambo (Tanzperformance, geleitet durch die Sportlehrerin der Schule)

  • Tischtennisturnier (Tischtennisklub Leubsdorf)

  • Torwandschießen (Torwand verliehen von Fa. Ratiomat)

  • Kegeln auf der Kegelbahn (Kegelverein Leubsdorf)

  • Laufwettbewerbe auf der Tartanbahn

  • Medizinballstoßen (Sportplatz)

  • Klettern, zwanglose Betätigung an den Pedalos, am Jakkolo und anderen Sportgeräten

  • Hüpfburg (Volkssolidarität)

  • Zielspritzen (Freiwillige Feuerwehr Leubsdorf)

  • Wissensquizz (in der Schule)

  • Dreierhopp und Sackhüpfen (Gang Turnhalle)

  • Tauziehen um den Pokal der Volkssolidarität(Turnhalle)

                                      

Die Sportolympiade wurde durch die Gemeindeverwaltung und durch die Schule Leubsdorf sowie den ortsansässigen Vereinen sehr unterstützt. Sie stellten die Turnhalle, das Schul- und Außengelände und verschiedene Außenspielgeräte zur Verfügung und standen stets mit Rat, Tat und zur Mithilfe bereit. Alle Teilnehmer, ob jung oder alt, klein oder groß, beteiligten sich bei leider wechselhaftem Regenwetter aktiv am sportlichen Event. Die Spiel- und Sportdisziplinen dienten dem gegenseitigen Kennenlernen der Kinder aus den EU-Nachbarstaaten sowie der Begegnung zwischen Alt und Jung. Mit der diesjährigen Sportolympiade wurde eine Brücke geschaffen zwischen den Generationen und Nationen. Sie wurde ermöglicht und unterstützt durch eine Vielzahl ehrenamtliche Helfer. Umso öfter Menschen unterschiedlicher Länder, Altersstufen und sozialer Schichten sich t reffen und miteinander in Aktion und ins Gespräch kommen, umso mehr verringern sich Vorurteile, Fremdenhass und Ausgrenzung. Zum Abschluss der Sportolympiade wurde jedem Anwesenden eine Teilnehmerurkunde ausgehändigt und die Sieger in den einzelnen Disziplinen altersmäßig ermittelt und mit Medaillen, Pokalen und Urkunden geehrt. Herr Börner als Bürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, stiftete hochwertige Fußbälle für die Mannschaften als Bürgermeisterpreis, die in seinem Auftrag zum Ende des Aktionstages an jede Einrichtung übergeben wurden. Großen Anklang fanden bei den Kindern zum Tagesausklang die lecker gegrillten Rostbratwürste und die Erfrischungsgetränke, um dann gestärkt die Heimfahrt mit den Reisebussen anzutreten. Wir bedanken uns bei der Landesdirektion Sachsen sowie beim Landratsamt Mittelsachsen für die finanziellen Zuschüsse, mit deren Hilfe die Sportolympiade der Volkssolidarität am 13. Juli 2012 ein voller Erfolg wurde.

Wir trommeln für die Jugend Mittelsachsens

Träger: Kreisjugendring Mittelsachsen e.V.

Inhalte:

Der Veranstaltungsort, Stadtpark Frankenberg, war schon bei der Planung klar. Es wurden per E-Mail ca. 800 Firmen und Politiker auf auf den Termin hingewiesen. Eine Einladung in Form eines Flyers wurde erstellt und zeitnah per Post versendet. Einen Großteil der Vorbereitungen nahmen die Gespräche mit den Mitgliedsvereinen zur Vorbereitung des Programmes ein. Eine Zusage zur Teilnahme gab es sehr schnell. Aber aufgrund der größtenteils ehrenamtlichen Arbeit der Vereine konnte die Ausgestaltung des Programms erst eine Woche vor der Veranstaltung festgelegt werden. Zwischenzeitlich gab es auch Absagen, z.B. von der geplanten Breaktanzgruppe, da dies zeitgleich einen anderen Auftrittsort hatten. Am 24.11.2012 hatte wir eine Trommelgruppe, die die Veranstaltung eröffnete, es traten eine Theatergruppe und 3 Tanzgruppen auf. Jugendliche vom Jugendrotkreuz spielten eine Sturz von der Treppe und zeigten den Teilnehmern ihre Kenntnisse in ERSTER HILFE. Außerdem gab es Impressionen vom Jugend- und Kulturtag Frankenberg sowie ein Video "Wer bist Du". Im Anschluss der Aufritte gab es Interviews mit den einzelnen Vereinen, wo sie über ihre Arbeit berichten konnten. Die Jugendlichen fanden es gut, mal zu sehen, was die anderen in ihren Verein machen.

Sachsenburg Blogging

Träger: Kreisjugendring Mittelsachsen e.V.

Inhalte:

Bei den Projekttreffen fand ein inhaltlicher Austausch zwischen Jugendlichen und Multiplikatoren statt. Es wurde der Stand der eigenen Forschung vorgestellt und die Bedeutung des KZ Sachsenburg z.B. für die Geschichtswerkstatt Döbeln diskutiert. Zudem wurden Fragen für die letzten noch lebenden Zeitzeugen gesammelt sowie Ideen, wie das KZ Sachsenburg als Gedenkstätte jugendgemäß gestaltet werden kann. Im Rahmen der Workshopwoche, in die das Projekt integriert war, wurde mit einem Historiker-Gespräch gestartet und mir einer Führung über das Gelände des ehemaligen KZ fortgeführt. In einer Brainstormingrunde, an der alle Workshops (LandArt, Foto und Blogging) teilnahmen, entstand die Idee der Gestaltung eines Rundgangs über das Gelände. Für den Blogging-Workshop bedeutete dies, nicht nur zu texten, zu filmen, Ton aufzunehmen und zu fotografieren, damit unmittelbar Blogeinträge entstehen, sondern darüber hinaus noch den Audioguide mit Beiträgen zu vier Stationen zu gestalten.

Gedankensprünge

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Inhalte:

Die Veranstaltung konnte auf Grund organisatorischer Abläufe und Strukturen von Seiten des Veranstalters nicht durchgeführt werden.

Gedankensprünge - Rechtsextreme Entwicklungen im ländlichen Raum

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. Jugendclub Burgstädt

Inhalte:

Nach dem Toralf Staud nicht als Referent gewonnen werden konnte und feststand, dass für die Stadt keine Veranstaltung organisiert werden konnte, wendeten wir uns für eine Zusammenarbeit im Projekt an "Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.", da diese auch an der Titelvergabe "Schule ohne Rassimus- Schule mit Courage" für die Diesterwegschule beteiligt waren. Entsprechend unseres Projektthemas, suchten wir gemeinsam einen geeigneten Workshop aus dem Repertoire des Vereins. Verschiedene Inhalte wurden dann angesichts des Projektthemas eingefügt bzw. verändert. Wir entschieden uns dafür, den Projekttag in die Klassenstufe 8 zu tragen. Finanziell konnten wir für beide Schulklassen einen Projekttag anbieten. Die Schülerinnen und Schüler wurden im Voraus von ihren Klassenleher_innen informiert, die Eltern erhielten von uns einen Informationsbrief zu Projekttag und Inhalten.

Sporttag - für Toleranz, gegen Extremismus

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. Jugendclub Burgstädt

Inhalte:

Nach der Planung kam als Durchführungsort das Sportzentrum am Taurastein in Frage, der Kontakt zu Verantwortlichen des Sportzentrums wurde über den Kooperationspartner, Stadt Burgstädt, hergestellt. Nach Terminfindung wurden die Beteiligten (Kindertagesstätten, Vereine d. Jugendarbeit mit ihren Fußballteams) und Partner (Sporttrainerin, Helfer_innen, Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.) informiert bzw. für die Umsetzung akquiriert. Intensiv konnten nun Kindersportprogramm, offene Sportangebote und Fußballturnier vorbereitet werden. Z.B. über Poster, Gespräche mit Vereinen der Stadt und Besucher_innen des Jugendclubs sowie über Mittler_innen aus unserem Netzwerk (z.B. Schulsozialarbeit an der Lernförderschule am Taurastein, Gymnasium Burgstädt, Schulsozialarbeit an der Diesterweg- schule) wurde für den Sporttag geworben. Am Sporttag selbst wurden die Vorschulkinder aus den Kindertagesstätten der Stadt Burgstädt mit einem Shuttlebus zum Sportzentrum gefahren. Die Sportanimeteurin führte anschließend ein Sportprogramm mit den Kindern durch (Spiele, Sport- und Entspannungselemente). Für das Nachmittags- programm waren 3 offene Sportkurse vorgesehen: Aroha, Zumba und Rückefitness- jeweils unter Anleitung der Sportanimateurin. Parallel gab es jeweils die Möglichkeit einen Workshop vom NDC zu besuchen. Die Besucher wurden am Infotisch begrüßt, über die Angebote informiert und an die Kabinen verwiesen. Der Sporttag endete mit einem Fußballturnier am Abend (16.30-21.00 Uhr). An jeden Besucher verschenkten wir einen Button "für Toleranz, gegen Extremismus".

Bunter Landkreis Mittelsachsen für Toleranz ohne Extremismus

Träger: Initiative für Demokratie ohne Extremismus Mittelsachsen e.V.

Inhalte:

Das Akquirieren der Teilnehmer fand mit persönlichen Kontakt in Kitas, Grund- und Mittelschulen, Vereinen oder Freizeiteinrichtungen statt. Dabei wurden Flyer und Aushänge verteilt, um die Zielgruppe auf die Thematik aufmerksam zu machen. Deweiteren wurden die Flyer über Netzwerkarbeit, Presse und Vertreter/Innen der jeweiligen Stadtverwaltungen des Landkreises Mittelsachsen verteilt. Nach der Bekanntgabe der Aktion bekamen die Kinder und Jugendlichen Zeit ihre Werke bis zum 7.09.2012 einzureichen. Die Jury bestimmte geschlossen, dass es auf Grund der überschaubaren Anzahl der Einsendungen möglich ist, jeder teilnehmenden Gruppe einen Preis für eine Gemeinschaftsaktion zu verleihen. Nach Absprache mit den jeweiligen Betreuern, Lehrern oder Erziehern konnte für alle Gruppen eine geeignete Honorierung gefunden werden. Für die feierliche Preisverleihung wurden alle Beteiligten mit deren Betreuern, Bürgermeister, Presse und Familien eingeladen um gemeinsam die Preisträger zu ehren und sich für das gezeigte Engagement zu bedanken. Bei der Preisverleihung wurden alle Einsendungen ausgestellt, durch die Beteiligten persönlich vorgestellt und durch den Vereinsvorsitzenden und der Koordinierungsstelle des LK Mittelsachsen ausgezeichnet. Die Exponate bleiben bei dem Projektträger und eine Ausstellung der Ergebnisse ist für das Jahr 2013 geplant. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

Engagement lohnt sich Für Toleranz ohne Extremismus

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie 2012

Internationales Jugendcamp 2012

Geschichtswerkstatt Döbeln

Freiberg wird weltoffen!

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Inhalte:

Im Rahmen des Projekts fanden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen statt. Im Sommer gestalteten SchülerInnen des BSZ Julius Weisbach und des Freiberg-Kollegs Bilder und Plastiken zum Thema "7.Oktober 1944". Sie verarbeiteten damit den Bombenabwurf auf Freiberg unter Anleitung eines Zeitzeugen künstlerisch. Die Bilder wurden während der interkulturellen Woche im Rathaus ausgestellt. Während der interkulturellen Woche fanden zehn Veranstaltungen in Freiberg statt, die auf unterschiedlichste Weise den kulturellen Austausch förderten. Organisiert wurden zum Beispiel ein internationales Konzert, eine Buchlesung, ein Lesenachmittag mit internationalen Märchen für Kinder und ein interkulturelles Volleyballturnier. Den Abschluss bildete ein großer Lampionumzug unter dem Motto "Wir sind Freiberg - Wir sind bunt", der die Weltoffenheit der Freiberger Bürger demonstrieren sollte. Die Teilnehmerzahlen übertrafen dabei die Erwartungen der Organisatoren: Es kamen nicht nur viele Migrantinnen und Migranten, sondern auch zahlreiche deutsche Teilnehmer, um sich auszutauschen und fremde Kulturen kennen zu lernen. Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen der Interkulturellen Woche etwa 300 Interessierte teil. 

Aktionstag für Toleranz in Döbeln

Träger: Verein zur Förderung des Löschwesens in der Stadt Döbeln

Inhalte:

Der Aktionstag wurde am 5. November 2012 auf dem Marktplatz (vor dem Rathaus) durchgeführt. Diesen Platz hatten die Rechtsextremisten oft als Ort einer Kundgebung während ihrer Demonstrationen genutzt. Dieses Jahr fiel eine derartige Aktion dieser aus. Wir sehen das als Erfolg der Aktivität unserer Vereine und Bürger, da durch das vernetzte Agieren der Stadt, der Schulen und der Vereine die extremistische Gruppierungen immer mehr in Enge gedrängt werden. Außerdem konnte gleichzeitig ein entsprechendes Netzwerk in Döbeln aktiviert werden.

  • Kinder der Grundschulen hatten in Vorfeld für die Lichterschow am Tag, Lampions gebastelt

  • Vereine führten Infostände mit T-Shirtdruck vor

  • Musikalische Begleitung

  • Begrüßung durch OB

  • Durchführung einer Unterschriftenaktion auf Banner "... für Demokratie"

  • abends: Lichtershow

  • abschließender Lampionumzug für alle

Es wurde bei allen Aktionen eine Gemeinschaft aller Altersgruppen geschaffen. Im Ergebnis konnte eine erheblich hohe Zahl von Bürgern für das Thema sensibilisiert werden.

Kreisweite Eröffnungsveranstaltung der interkulturellen Woche mit Ausstellung "Unterschiede, die einen Unterschied machen"

Träger: Treibhaus e.V.

Inhalte:

Was ist eigentlich Diskriminierung? Die Frage ist nicht immer leicht zu beantworten. - Im Alltag geht Diskriminierung häufig mit Überforderung und Ratlosigkeit einher. Unsere Gesellschaft weiß oft nicht, wie sie mit Diskriminierung umgehen soll. Diskriminierung ist für viele ein abstrakter Begriff mit einem mahnenden Zeigefinger, der nichts mit ihrem Alltag zu tun hat. Die Ausstellung "Unterschiede, die einen Unterschied machen" leistet einen Beitrag dazu, dieses Verständnis von Benachteiligung zu verändern. Es geht um das Konkrete. Was haben ganz "normale" Menschen im Alltag mit Diskriminierung zu tun? Was bedeutet Diskriminierung für Betroffene und für Verantwortliche? ´Und nicht zuletzt: Was kann ich persönlich tun, wenn ich Diskriminierung erfahre, beobachte oder dafür kritisiert werde? In der Ausstellung des Antidiskriminierungsbüros Sachsen, die wir drei Wochen lang in Döbeln zeigen und begleiten wollen, äußern sich in fünf Modulen privilegierte und benachteiligte Menschen zu Diskriminierung und Teilhabe - als Betroffene, Verantwortliche und als Expert-innen. Wir wollen neben staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren speziell Schüler-innen und Lehrer-innen mit der Ausstellung konfrontieren und diese zur Diskussion über angesprochene Problematiken anregen. Dafür versuchen wir im Vorfeld engagierte Lehrer-innen zu finden, die das Thema im Unterricht aufgreifen. Der Landrat soll die Ausstellung eröffnen, so dass diese medial eine hohe Gewichtung bekommt.

Medien im Dialog - Interkultur durch Medienkompetenz

Träger: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e. V.

Inhalte:

Durch die kontinuierliche und langfristige Einbindung interkultureller Medienarbeit in die schulische und außerschulische Bildung trägt der LFD Sachsen e.V. dazu bei, seine Zielgruppen in Bezug auf interkulturelle Themen zu sensibilisieren und das Bewusstsein über die Verknüpfung globaler Themen mit eigenem Handeln zu erhöhen. Audiovisuelle Medien bieten hervorragende Möglichkeiten, bisher wenig bekannte Lebenswelten darzustellen und so Weltoffenheit und Interesse für Menschen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen zu wecken. Durch die inhaltliche Aufbereitung im Rahmen von Projektveranstaltungen werden Aspekte medial vermittelter Realität in Beziehung zur eigenen Lebensrealität gesetzt. Die Projektteilnehmer_innen werden zu Nachdenklichkeit und Perspektivwechsel angeregt, können einzelne Informationen kritisch hinterfragen und stellen Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln und dessen Wirkung auf ihre Mitmenschen her. Persönliche Begegnungen mit Regisseur_innen, Expert_innen und anderen Gesprächspartner_innen wecken Interesse, entwickeln Empathie und bauen Barrieren ab. So können die Projektteilnehmer_innen die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig in ihr alltägliches Leben und persönliches Handeln einbringen und an weitere Zielgruppen herantragen.

 

Umsetzung

Die Projektziele verwirklichten wir durch themenbezogene rezeptive Medienarbeit im Rahmen von Projektveranstaltungen. Eingebettet in einen medienpädagogisch aufbereiteten Rahmen setzten wir die Filme "Azur und Asmar" und "Miguel, der Rennfahrer" für die Zielgruppe der Grundschulkinder sowie "Hoppet, der große Sprung ins Glück" und "Zwei Mädchen aus Cité Soleil" für Veranstaltungen mit Jugendlichen ein. Mittels der eingesetzten Medien wurden interkulturelle Erfahrungen vermittelt. Indem sie Sachinformationen lieferten und zugleich Emotionen ansprachen, hinterließen die Medien bei den Zuschauer_innen eine nachhaltige Wirkung, förderten einen Perspektivwechsel und vermochten in direkten Zusammenhängen Handlungsorientierung zu geben. Einführung und Gespräch in Medium und Thema sowie weiterführende medienpädagogische Begleitung bis hin zur künstlerisch kreativen Verarbeitung der Inhalte vertieften die Aussagen der erlebten medial vermittelten Inhalte. Die persönliche Begegnung mit den Filmemacher_innen (Heike Fritz und Stephan Krause: Miguel, der Rennfahrer, Zwei Mädchen aus Cité Soleil) regten darüber hinaus eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den angesprochenen Themen an und gaben einen authentischen Einblick in den Schaffensprozess. Für Multiplikator_innen vermittelte unser Angebot durch eine differenzierte inhaltliche und methodische Vorbereitung Anregungen für die eigene Arbeit mit Medien interkulturellen Inhalts und deren Integration in die eigene Bildungsarbeit.

 

Zielgruppen

Laut Projektantrag wurden acht bis zehn Veranstaltungen mit je ca. 15. Teilnehmer_innen in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Oederan im Rahmen einer Projektwoche geplant. Statt einer Projektwoche wurden zehn auf vier Tage verteilte Veranstaltungen in Oederan, Sayda und Freiberg durchgeführt, wobei der Schwerpunkt auf Veranstaltungen in der Stadtbibliothek bzw. mit von der Bibliothek aquirierten Einrichtungen lag. Da die Veranstaltungen teilweise in den Ferien angeboten wurden, war die Planbarkeit der Teilnehmer_innenzahlen relativ unsicher. Aufgrund von Abmeldungen von Kindern (Krankheit, Urlaub) kurz vor der Veranstaltung erreichten einige Veranstaltungen die angestrebte Teilnehmer_innenzahl von 15 nicht. Unsere Angebote stießen jedoch neben der Hauptzielgruppe "Kinder" auch bei Jugendlichen auf ein reges Interesse, die in fünf von zehn Veranstaltungen erreicht wurden. Insgesamt nahmen 138 Kinder und Jugendliche sowie 24 Pädagoginnen und Pädagogen an den Veranstaltungen teil. Beteiligung und Resonanz der Hauptzielgruppe sind als positiv einzuschätzen. Die Teilnehmer_innen wurden in offenen Frage- und Diskussionsrunden animiert, eigenes Wissen, Fragen und Gedanken einzubringen. Ebenso wurden sie im Rahmen verschiedener Aktionen ("Diesel" ansaugen, Basteln, Kooperationsspiele, Kochen) aktiv in den weiteren Verlauf der Veranstaltungen einbezogen und konnten in noch näheren Kontakt mit der Veranstaltungsleiterin und den Referenten treten und sich den besprochenen Themen ungezwungen nähern. Begünstigend wirkte sich die abwechslungsreiche, spielerische und aktive Gestaltung der Projektveranstaltungen sowie die gute organisatorische und inhaltliche Vorbereitung der Projektleiterin und Referenten aus. Hemmend war zum Teil eine seitens der begleitenden Erwachsenen und trotz konkreter Absprachen zu knapp bemessene Zeit, weshalb einzelne Kinder bereits während der Veranstaltung abgeholt wurden.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Aufgrund der langjährigen sachsenweiten Tätigkeit des Landesfilmdienst Sachsen e. V. im Bereich der interkulturellen, entwicklungspolitischen und antirassistischen Bildungsarbeit konnte zur Realisierung des Projektes auf ein breites Netzwerk schulischer und außerschulischer Einrichtungen, kommunaler Institutionen sowie Referent_innen zurückgegriffen werden. Überwiegend durch die regelmäßige persönliche Ansprache bestehender und neuer Kontakte mit Hinweisen auf Veranstaltungsangebote wurden Interesse geweckt und Termine vereinbart.

 

Kooperationen

Während der Laufzeit des Projekts stand der Landesfilmdienst Sachsen e. V. in regelmäßigem Kontakt mit der Leiterin der Stadtbibliothek Oederan. Frau Kosanek war sehr engagiert, Einrichtungen aus ihrem Umfeld für die interkulturellen Projektveranstaltungen des Landesfilmdienst zu akquirieren. Demnach konnten sieben Veranstaltungen in den Räumen der Bibliothek, in einem nahe liegenden Hort und einer Jugendfreizeiteinrichtung realisiert werden. Als kleiner Nachteil erwies sich die indirekte Kommunikation (über die Bibliotheksleitung) bei der detaillierten Planung der Veranstaltungen, da sich die teilnehmenden Einrichtungen zum Teil nicht an die vereinbarten Projektzeiten hielten, was zur Folge hatte, dass einige Kinder bereits während der Veranstaltung abgeholt wurden. Hier wäre eine direkte Kommunikation zwischen Landesfilmdienst und den Einrichtungen in der Phase der Vorbereitung sicherlich nützlich gewesen, um Inhalt und Organisation genauer abstimmen zu können. Der Landesfilmdienst griff darüber hinaus auf weitere bereits bestehende Kontakte im Landkreis Mittelsachsen zurück, woraufhin zwei weitere Veranstaltungen im Hort der Grundschule Sayda und im OFT Freiberg stattfanden.

 

Gesamteinschätzung des Projekts

Insgesamt gesehen wurde das Projekt erfolgreich durchgeführt. Mittels Projektveranstaltungen unter Einsatz audiovisueller Medien, wurde die Zielgruppe in Bezug auf interkulturelle Themen sensibilisiert und das Bewusstsein über die Verknüpfung globaler Themen mit eigenem Handeln erhöht. Indem die Kinder auf spielerische Weise bisher wenig bekannte Lebenswelten kennenlernten, wurde ihr Interesse für Menschen aus unterschiedlichen Lebenszusammenhängen geweckt. Sie erhielten die Möglichkeit des Perspektivwechsels, konnten Informationen kritisch hinterfragen und Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln und dessen Wirkung auf ihre Mitmenschen herstellen. Die gute Vernetzung des Landesfilmdienst Sachsen e. V. vor allem im ländlichen Sachsen ermöglichte die Herstellung von Kontakten zu potentiell interessierten Einrichtungen im Landkreis Mittelsachsen. Die langjährige Erfahrung des Projektpersonals auf dem Gebiet der interkulturellen, entwicklungspolitischen und antirassistischen Medienarbeit sowie die Zusammenarbeit mit thematisch versierten Referent_innen ermöglichten eine tiefgründige und auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmte Vorbereitung der Veranstaltungen. Selbst zunächst eher zurückhaltende Teilnehmer_innen ließen sich durch die Beteiligung an spielerischen und/ oder kreativen Aktivitäten an die Themen heranführen und für einzelne Aspekte begeistern.

Präventionsprojekt Anne Frank

Träger: Kreisjugendring Mittelsachsen e.V.

Inhalte:

Das Projekt wurde am 10.12 an der Mittelschule Burgstädt, am 18.12./ 19.12. am Gymn. Burgstädt sowie am 20.12/21.12 an der Mittelschule Waldheim durchgeführt. Die Schüler waren offen und zugänglich. 4 Workshops wurden realisiert. Ihre Meinungen waren zum Teil sehr extrem. Rechtsextreme Symbole, Musik vor allem " Rechtsrock" und Kleidermarken waren sehr bekannt. Einige Schüler erzählten, dass sie Symbole und Marken aus der Familie und Nachbarschaft kennen. Allgemein war das Interesse für die Ideologie der Nazis vorhanden. Die Meinungen über Ausländer waren erschreckend. Meisten waren der Meinung, dass zwischen 40-90% Ausländer in Deutschland leben. Andere Vorurteile wie z.B." Ausländer kommen nur wegen Hartz4" oder "Ausländer nehmen uns die Arbeit weg" waren sehr stark in ihren Köpfen vertreten. Es gab einige, die wir definitiv zum überdenken dieser Vorurteile gebracht haben. Wir spielten das Theaterstück an allen Tagen in versch. Räumen der Schulen. Das Publikum reagierte viel und verfolgte die Vorstellung aufmerksam. Danach wurden seitens der Schüler/innen Fragen zu Anne Frank, zum Theaterstück und zum Thema Schauspiel gestellt. Die Diskussion nahm Themen des Workshops auf. Es wurde hier über Demokratie und Diktatur, über Vorurteile gegenüber Juden, gegenüber Ausländern, über Rechtsextremismus in der Gegenwart über die Verbrechen der NSU diskutiert.

Demokratische Kultur statt neonazistsicher Agitation - Fortbildungen für MultiplikatorInnen

Träger: Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V.

Inhalte:

Neonazis betrachten Jugendeinrichtungen in Mittelsachsen als eins ihrer Handlungsfelder. Um eine demokratische Kultur in diesen Jugendeinrichtungen erlebbar zu machen, bedarf es Antworten auf neonazistische Agitationen. Sie lassen sich mit Fortbildungen zum Thema finden. Fortbildungen werden für diejenigen angeboten, die die Jugendarbeit gestalten und dort Verantwortung übernehmen. Inhalte dieser Fortbildungen sind der Umgang und das entschiedene Handeln gegen neonazistisches Agieren. In drei Fortbildungsmodulen a 4 Stunden erfahren Multiplikator_innen der Jugendarbeit, wie sie mit neonazistischem Gedankengut umgehen, wie sie gegenüber Personen, die dieses Gedankengut verinnerlicht haben, auftreten und wie sie schließlich eine demokratische Kultur in ihren Räumen der Jugendarbeit schaffen, so dass diese präventiv gegen neonazistisches Denken wirken. Die Fortbildungen moderieren 2 Expert_innen. Im ersten Modul (Neonazis agieren - Jugendeinrichtungen entgegnen) werden der Umgang mit neonazistisch orientierten und organisierten Jugendlichen anhand von Abgrenzungen (bspw. Ausschlussklauseln für öffentliche und private Räume) thematisiert, so wie deren Um- und Durchsetzung. Im zweiten Modul (Geschlechterbilder im Neonazismus) steht die Haltung der Fachkräfte im Vordergrund. Die Teilnehmenden erfahren, welche Geschlechterbilder im Neonazismus vorherrschen und wie sie mit neonazistisch orientierten Mädchen und Jungen umgehen. Im dritten Modul (Demokratie wird wirksam) erarbeiten die Teilnehmenden passgenaue, einrichtungsbezogene Strategien.

Unbekanntes und privates Wissen in der Region über die NS-Diktatur und dessen Weitergabe

Projektträger: SoPro e. V. Soziale Projekte in den neuen Bundesländern

Inhalte:

Zum Projekt gehörte vor allem die Sammlung von Daten (Roßwein, Döbeln u. Freiberg), Fakten u. Informationen, die sich auf Geschehnisse in der NS-Zeit in Mittelsachsen bezogen. Bemerkenswert war insbesondere die Kooperation mit den Zeitzeuginnen-Programm der Stadt Roßwein. Die Ergebnisse fanden Berücksichtigung bei 8 Seminaren; wo pro Veranstaltung durchschnitt-lich 25 TN erreicht wurden. Die TN waren MultiplikatorInnen. Die Themen - Zwangsarbeit, Todesmärsche, die durch das Kreisgebiet verliefen sowie Abläufe u. Ergebnisse von Flucht, Vertreibung und "Umsiedlung" vor allem aus Niederschlesien u. aus den benachbarten Gebieten Tschechiens - bezogen sich sämtlich auf den thematischen Umfang des Projekts. Ergebnisse:

 

  • Neukonzeption u. -entwicklung eines Stadrundganges für Freiberg, die Ergänzung u. Vertiefung für die Stadtrundgänge in Döbeln u. Roßwein.

  • die Erweiterung u. Vertiefung für Seminare d. pol.-historischen Bildungsarbeit bezogen auf die Region sowie

  • die Ergänzung der im vergangenen Jahr eröffneten Ausstellung zu Ereignissen vor allem um das Kriegsende 1944/45 in Mittelsachsen.

  • Sammlung von Dokumenten u. Akten von ZeitzeugInnen. Damit wurde insbesondere dem Erfordernis der Nachhaltigkeit Genüge getan.

"KonTakte" - Durch Kreativität zu Gemeinschaft

Träger: Kreisjugendring Mittelsachsen e.V.

Inhalte:

Nach der Konzipierungs- und Akquise-Phase im Juli/August 2012 soll das Projekt "KonTakte" zur Stärkung der emotionalen Kompetenz und Interaktionsfähigkeit von Schülern 5. Klassen im Rahmen von drei zweitägigen Workshops im September/Oktober 2012 im Raum Leisnig/Hartha/Waldheim erfolgen. Die konkreten Durchführungsorte sollen in Abstimmung mit der Lokalen Koordinierungsstelle und dem Träger des Projektes ausgewählt werden. Eine recht-zeitige Einbeziehung der jeweiligen Lehrkräfte in das Projekt wird angestrebt. Der erste und der zweite Tag des Projektes umfassen jeweils 4 Unterrichtsstunden, die am Vormittag in der Schule stattfinden. Der zweite Tag soll außerhalb der Schule in einem Frei-Raum am Nach-mittag/Abend stattfinden, wobei für den Ausklang des Projektes die Eltern der Schüler mit eingeladen werden könnten, um hier ausgewählte Projektergebnisse zu präsentieren.

Inhalt Tag 1: Warming up und Interaktionspiele, wobei Instrumente/Klänge/Worte als Medium eingebunden werden, gemeinschaftliche Ideenfindungsphase (mit Elementen aus Kunst, Kreativitäts- und Theaterpädagogik), Schreibwerkstatt mit verschiedenen Schreib- und Koope-rationsspielen, dabei Musik/Klang als Katalysator, um Gefühle/Empfindungen aufzugreifen und zu verstärken.

Inhalt Tag 2: (Frei-Raum) - veränderter Raum, raus aus dem Klassenzimmer (je nach örtlicher Gegebenheit), Instrumentenbau, gemeinsames Musizieren - gemeinsames Erproben von Klanginstallationen, vom Klang zum Schreiben, von da wieder zum Klang, Präsentation.

Fest der Kulturen - Wir gestalten Gemeinschaft

Fernweh- Eine Reise in die Kulturen unserer Welt mit köstlichen Kleinigkeiten

zurück zur Übersicht