Projekte in 2011

Begleitung der Umsetzung des LAP

Träger: Die Brücke e.V.

Inhalte:

Dieses Projekt setzt die bereits 2010 begonnene Unterstützung der Koordinierungsstelle des LAP Mittelsachsen fort. Die Projektmitarbeiterin stellte sicher, dass die Homepage des Lokalen Aktionsplanes immer die neusten Daten enthielt und arbeitete neue Einträge, Termine, Projekte, Änderungen in den Antragsformularen etc. zeitnah in das Portal ein. Dadurch konnte eine konsequente Aktualität der LAP Homepage sichergestellt werden. 
Desweiteren Unterstützte das Projekt bei administrativen Abläufen zur Vorbereitung von Veranstaltungen der Koordinierungsstelle, Protokollierung von Entscheidungen des BGA, Erstellung von Bescheiden, Unterstützung bei der Prüfung von Anträgen sowie Archivierung der Unterlagen von 2011 und vieles mehr. Die geplante Evaluationsveranstaltung wurde vorbereitet. Auf Grund der geringen Anmeldungszahlen wurde in Absprache mit der Koordinierungsstelle diese Veranstaltung abgesagt und die wichtigsten Information der Evaluationsveranstaltung für die Projektträger, als Handout zusammengestellt. Damit der Kontakt und Austausch mit den Trägern stattfinden konnte, wurden drei Informationsnachmittage durchgeführt, bei den die Träger Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge mit der Koordinierungsstelle besprechen konnten. Eine Fortführung der Unterstützung ist geplant und wird für das Jahr 2012 beantragt.

„Juden in Mittelsachsen - Leben, Verfolgung, Vernichtung“

Träger: "Initiative gegen Extremismus" e.V.

Inhalte:

Hilfestellung für handlungsorientiertes Verhalten von Kommunen und Vereinen bei Veranstaltungen und Anmeldungen von Demonstrationen

  • Es wurden zur präventiven Arbeit für die Kommunen bzw. MitgliederInnen in unserem Verein 200 Plakate zur Aufklärung (gegen Rechtsextremismus) entwickelt. Diese sollen bei Veranstaltungen, Demonstrationen o.ä. zum Einsatz kommen und können ausgeliehen werden.´

  •  Es wurden zwei Ausstellungen für Kommunen, Schulen usw. entwickelt, die sich mit Rechtsextremismus beschäftigen und besonders Gegenargumente aufzeigen. Diese Ausstellung wird mit jeweils einer Person zur Beschreibung begeitet.

  • Es wurden zur präventiven Arbeit für die Kommunen bzw. MitgliederInnen in unserem Verein 5 Banner mit Schlagwörtern für Toleranz, Demokratie oder gegen Gewalt entwickelt. Diese sollen bei Veranstaltungen, Demonstrationen, Sportbveranstaltungen o.ä. zum Einsatz kommen und können ausgeliehen werden.

  •  Es wurde ein Handlungsempfehlung bzw. ein Leitfaden für Versammlungen und Aufzügen entwickelt. Dieser soll anschließend an alle Kommunen im Landkreis Mittelsachsen verteilt werden und dient der einheitlichen Bearbeitung zum Thema Versammlungen und schafft erste hilfreiche Schritte der "Hilflosigkeit" der Kommunen.

„Weimar-zwischen Kultur und Barbarei“

Abenteuercamp

Träger:  Gemeinschaftswerk Frankenberg e.V.

Inhalte:

Das komplette Camp wurde im selbst aufgebauten Biwak durchgeführt. Die Teilnehmer gestalten ihren Tagesablauf unter Anleitung und lernten z.B. den Umgang und das Leben in und mit der Natur, Umgang mit Karte und Kompass, Anwendung Erste Hilfe usw.. Durch das freie Leben im Felde wurden den Jugendlichen ihre Grenzbereiche aufgezeigt. Durch die Bewältigung der anstehenden Aufgaben zur täglichen Lebensführung unter Naturbedingungen, trainierten die Jugendlichen das Erkennen und Bewältigen ihrer Stärken und Schwächen. Sie lernten ,die positiven Ergebnisse und Erfahrungen der Teamarbeit für Ihr tägliches Leben zu nutzen. Durch diese Herausforderungen kamen die Jugendlichen natürlich an ihre Grenzen und mussten innerhalb der Gruppe beweisen, dass sie sich auch in derartigen Situationen tolerant verhalten müssen. 
Bei Problemen diesbezüglich zeigten die erfahrenen Sozialarbeiter Möglichkeiten zum Umgang in den Stresssituationen auf.

Nationalsozialismus

Flossenbürg: „Die Wege führen nach Mittelsachsen“

Träger: Jugendgruppe VVN-Bda

Inhalte:

Durch den Zeitbezug 1933 und heute gab es einen vollkommen neuen Blick auf eine NS-Gedenkstätte. Das hat sich besonders in der abendlichen Disskussionsrunde bestätigt. Der Mensch wurde als Mensch erkannt auch wenn er sich mit den Zielen der Nazis damals indendifizierte. Die Probleme des Kampfes gegen Neonazismus in einer konkreten lokalen Situation wurden begreiflich gemacht. Pfarrer Sörgel zeigte genau wie die Mitglieder der evangelischen Junggemeinde die Erfahrungen, dadurch kam es zu aufgeschlossenen Gesprächsrunden mit vielen Fragen. 

Gedenken an die Opfer des KZ Sachsenburg

Träger: Jugendgruppe VVN-Bda

Inhalte:

4. Juni - Sachsenburger Dialog

„30. Januar 1933, Schicksalstag der Deutschen oder Versagen der Demokratie von Weimar“ 

JUSTIN SONDER
„Überleben - Schicksal“ 

Im Anschluss an die Referate fand ein Konzert der Gruppe QUIJOTE mit dem Titel „EIN LICHT VOM RAND DER SEELE“ statt.

 

5. Juni - Gedenken an den ersten Lagerappell im KZ Sachsenburg 

Die Teilnehmer erhielten eine Führungen über das Lagergelände des KZ Sachsenburg und besuchten die Ausstellung. Gegen 14:00 Uhr fand die offizielle Ehrung am Mahnmal KZ Sachsenburg statt, die mit dem Blumenniederlegen ihren Höhepunkt fand. Die kulturelle Ausgestaltung der Feierlichkeiten erfolgte durch Schüler/innen sowie der Direktorin der Erich Vieweg Mittelschule. Anschließend wurde der restaurierte Eingangsstein, mit einer kurzen Erklärung des Restaurators eingeweiht und mit schwarzen Gedenktäfelchen, die von Schülern angefertigt wurden, versehen. Im Anschluss fand ein Zeitzeugengespräch der besonderen Art statt. Dr. Volker Hölzer las aus seinem Buch, Originalbriefe geschrieben während der Haft im KZ, vor und beteiligte die Teilnehmer anschließend an einem Gedankenaustausch zum Thema. 

„Eine Jugend unter dem Hakenkreuz“ – Auschwitz-Theresienstadt-Frydland

Träger: Jugendgruppe VVN-BdA

Inhalte:

  • Lebensbericht von Felix Kolmer (Zeitzeuge) zum Thema: Unmenschlichkeit, den absoluten Willen zur Vernichtung von Menschen durch die Schergen des NS-Reiches

  • Sensibilisierung der Teilnehmer zur Problematik 

„Deutsche Geschichte vom Mittelalter - zur NS-Zeit bis heute“

Träger: Jugendgruppe VVN-BdA

Inhalte:

- 2-teilige Veranstaltung

  • 1. Veranstaltung:     Gedenkstättenfahrt Osthofen,

  • 2. Veranstaltung:     Besuch der jüdischen Stadt Worms, Vorstellen der jüdischen Kultur und Tradition,

Zielgruppe         :     Jugendliche (13-18 Jahre),  

Grenzüberschreitende Sportolympiade

Träger: Volkssolidarität Regionalverband Freiberg e.V.

Inhalte:

Am 17.06.2011 fand im Auenstadion Flöha die 2. Sportolympiade der Volkssolidarität mit ca. 200 Teilnehmern statt. Das Besondere: Der Wettkampf war  generations- und grenzübergreifend. Neben den rund 155 Hortkindern aus unseren Einrichtungen in Hohenfichte, Leubsdorf, Eppendorf und Flöha beteiligten sich ca. 20 sportbegeisterte Senioren sowie ca. 20 Teilnehmer aus dem tschechischen Most. Kooperationspartner waren der "Verein für Nachwuchssport" und die "Freiwillige Feuerwehr Flöha" sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die die Durchführung der 8 Sport- und Spieldisziplinen unterstützten. Alle vereinte an diesem Tag der Olympische Gedanke: "Dabei sein ist alles", denn es ging nicht ausschließlich um Sieg oder Niederlage, sondern auch um Dabeisein und um die gemeinsame sportliche Bestätigung, unabhängig von Alter und Herkunft.

9. Internationales Jugendcamp

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa e.V

Inhalte:

Durch das Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa e.V. mit eingebettetem Freizeitzentrum erfolgt eine intensive Vorbereitung Es werden mehrerer Beratungen mit allen Beteiligten des Jugendcamps durchgeführt, in denen detaillierte Ablaufpläne erarbeitet, vorgestellt und gegebenenfalls überarbeitet und geändert werden. Damit haben die Beteiligten jederzeit Kenntnis über den aktuellen Vorbereitungsstand und noch bestehenden Handlungsbedarf. Die Planung der Organisation und Durchführung erstreckt sich über mehrere Monate. 
Dazu gehören u.a. Einholen von Angeboten, Bestellung Verpflegung und Transport, Reservierung von Campingplatz, Sporthalle. Unter Einbeziehung von Fachkräften erfolgt eine ausführliche Vorbereitung der Workshops. Durch regelmäßige Verbindung zu den Schulen erfolgt die Teilnehmerausschreibung bis hin zur verbindlichen Anmeldung.

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa e.V.

Inhalte:

Während der regelmäßigen Treffen der Mitglieder des Bündnisses für Toleranz und Demokratie werden die geplanten Aktivitäten intensiv abgesprochen und vorbereitet. Durchgeführte Aktivitäten werden in der Nachbereitung organisatorisch sowie inhaltlich ausgewertet. durchgeführte Aktivitäten 2011: - Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" - interkulturelles Kochen - Angebot Kletterwand im Rahmen der Kulturtage der Frankenberger Kinder und Jugend - Workshop im Rahmen der Kulturtage der Frankenberger Kinder und Jugend - bildungspolitische Workshop im Rahmen des intern. Jugendcamps in Frankenberg/Lauenhain - Erarbeitung Theaterstück "Der Puppenspieler"

Gedenkstättenfahrt Auschwitz

Träger: Regionalverband Südsachsen e.V. der Sächsischen Landjugend

Inhalte:

Ort: Internationale Jugendbegegnungsstätte Oswiecim

Zeitraum: 12 bis 16. November 2010

TeilnehmerInnen: 18 Jugendliche und 2 ReferentInnen

Bereits zum sechsten Mal organisierten die MitarbeiterInnen der Sächsischen Landjugend e.V. unter Leitung von "KONTRAST - Mobile Jugendarbeit in Mittelsachsen" in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund Nossen e.V. eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz. Die teilnehmenden Jugendlichen im Alter von 13 bis 26 Jahren kamen aus verschiedenen Regionen des Freistaates Sachsen. Erfahren hatten sie von dieser Bildungsreise durch Ausschreibungen bzw. über die Besuche der Mobilen JugendarbeiterInnen in den Jugendeinrichtungen. Während der zwei an verschiedenen Stellen stattgefundenen Vortreffen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit offene Fragen zu Unterkunft, Programm oder der Bildungsfahrt allgemein beantwortet zu bekommen. Des Weiteren konnten sich die Jugendlichen, nach einer Kurzvorstellung des in Oswiecim angekündigten Zeitzeugen, schon Fragen überlegen, die sie dann zum Zeitzeugengespräch stellen konnten. Weitere Ideen und Wünsche bei der Programmplanung wurden berücksichtigt. Die Zielgruppe waren Jugendliche, die im täglichen Umgang in Schule, Berufsausbildung, Jugendclub etc. aktiv oder passiv mit rechtsradikalen Parolen, nationalistischen und ausländerfeindlichen Äußerungen sowie Diskussionen zu tun haben und die Interesse an der Bearbeitung dieser Thematik hatten. Die Bildungsfahrt sollte Jugendliche und junge Erwachsene erreichen, deren politische Einstellung noch nicht abgeschlossen ist, die politisch interessiert und offen für die Auseinandersetzung mit der Geschichte ihres Heimatlandes Deutschland sind. In der Arbeit mit Jugendlichen können SozialarbeiterInnen / SozialpädagogInnen bei einigen jungen Leuten eine latente nationale, oftmals und schlechthin als "rechtsradikal" bezeichnete Einstellung feststellen. Gehen wir von unseren Erfahrungen in der Mobilen Jugendarbeit aus, so bemerken wir, dass nach rechts tendierende Meinungen oftmals wenig überlegt und kaum mit Hintergrundwissen fundiert werden. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren übernehmen zumeist Einstellungen ihrer Familienvorbilder und der Peergroup und reflektieren diese Meinungen nur zu einem geringen Teil. Oft stellen wir in Auseinandersetzungen und Diskussionen mit Jugendlichen fest, dass ein großer Teil der jungen Leute zusätzlich ein immenses Allgemeinwissendefizit besitzt, was sich z. B. im fehlenden Wissen um politisch historische Hintergründe des Nationalsozialismus im Dritten Reich widerspiegelt. Auf Grund dieser Erkenntnisse versucht die Sächsische Landjugend e.V. in ihrer sozialen Arbeit mit Jugendlichen in ländlichen Regionen, Möglichkeiten zur aktiven Auseinandersetzung mit politischen Themen und insbesondere mit der deutschen Geschichte zu schaffen. Die Themen, die während dieser Bildungsfahrt präsent waren, betrafen die Geschichte des 2. Weltkrieges, des Holocaust und des Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Dieser Ort ist für die gesamte Menschheit von besonderer Bedeutung. Die an der Bildungsfahrt teilnehmenden jungen Leute wurden bezüglich des Themas "Faschismus" sensibilisiert. Die Jugendlichen konnten sich mit der Geschichte, speziell mit der deutschen Geschichte bis 1945, kritisch auseinandersetzen und dadurch ihre demokratische Grundeinstellung weiterentwickeln. Darauf aufbauend wurden Diskussionen um die aktuellen Entwicklungen bezüglich des Rechtsextremismus in Deutschland unter den Jugendlichen angeregt. Die jungen Menschen sollten zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Themen wie Ausländerfeindlichkeit, menschliches Miteinander, Menschenrechte wie auch mit derzeitigen politischen Tendenzen motiviert werden. Die Teilnahme Jugendlicher aus verschiedenen Regionen und somit auch aus verschiedenen Jugendclubs ermöglicht das perspektivische Wirksamwerden der TeilnehmerInnen als MultiplikatorInnen im täglichen Miteinander mit Gleichaltrigen, sei es in Jugendclubs, Vereinen oder in Schulen. Unter anderem konnten sich die TeilnehmerInnen während der Bildungsfahrt Wissen und Eindrücke aus dem Zeitzeugengespräch aneignen, die in weiterführenden Gesprächen mit Freunden und Bekannten eindrucksvoller und glaubwürdiger argumentieren lassen. Das Projekt hat die Jugendlichen zu einer aktiven Reflexion ihrer persönlichen Realität angeregt und diese motiviert, sich aktiv ins gesellschaftliche Leben, z. B. in Diskussionen gegen rechte Tendenzen, einzubringen. Die Form der politischen Jugendbildung förderte bei den Jugendlichen den Verständigungsprozess über die Gültigkeit bestehender Werte und Normen in unserer Demokratie und vermittelte gleichzeitig die dafür notwendigen Kompetenzen auf der Basis der Wissenserweiterung für gesellschaftliche Entwicklungen in unserer deutschen Vergangenheit. In erster Linie entwickelte sich dabei einen Auseinandersetzung mit dem Thema "Faschismus und Nationalsozialismus" sowie eine entsprechende Sensibilisierung. Somit konnten die Ziele der Bildungsfahrt erreicht werden. Die Jugendlichen waren in den Gedenkstätten, vom Ort selbst, von den Ausstellungen sowie den Berichten der MitarbeiterInnen des Museums und des Zeitzeugen tief beeindruckt. Alle Jugendlichen schienen von dem, was sie sahen oder hörten, überwältigt. Dadurch, dass die BetreuerInnen der Bildungsfahrt auch sonst bei den meisten TeilnehmerInnen Kontaktpersonen sind, gab es von Anfang an ein Vertrauensverhältnis. Dieses stellt auch die weitere Basis für Gespräche außerhalb dieser Fahrt dar. Jugendliche, deren Gruppenleben ausschließlich in der Schule und bei manchen noch im Verein oder in der Stadt-/Dorfclique stattfindet, begegneten während dieser Fahrt anderen TeilnehmenrInnen mit unterschiedlichen Bildungsstand, verschiedenen Lebenssituationen und anderen Erfahrungen. Alle mussten sich miteinander arrangieren und gegenseitig akzeptieren. Gerade durch das gemeinsame Thema dieser Fahrt hat dies sehr gut funktioniert. Während der Bildungsfahrt wurden mehrere Methoden der sozialpädagogischen Arbeit angewandt, wie z. B. intensive Gruppenarbeit, Gesprächsführung und interaktives Lernen. Dieses Bildungsprojekt beeinflusste die teilnehmenden Mädchen und Jungen auf Grund ihrer Lebenswirklichkeit unterschiedlich. Deshalb achteten die BetreuerInnen besonders darauf, alle TeilnehmerInnen in alle Bereiche und Maßnahmen gleichberechtigt einzubinden. Aufgabe der BetreuerInnen war neben der organisatorischen Absicherung des Aufenthaltes das Beobachten, Leiten und Kompensieren gruppendynamischer Prozesse sowie die Betreuung einzelner Personen u. a. in Einzelgesprächen, die durchaus notwendig waren und auch angenommen wurden.

„Die Geschwister Scholl und das Verhältnis von Freiheit“

„Allianz unterm Regenbogen“ Gewaltprävention F.Ü.R. in Grundschulen

Träger: CVJM Mittweida

Inhalte:

Die Grundschulen Mittweidas mit F.Ü.R (Freunde Üben Rücksicht)zu versorgen war erstes Ziel. Dies konnte auch vollständig erreicht werden. Allerdings ließen sich trotz intensiver Suche erst nach den Sommerferien die notwenigen ehrenamtlichen Mitarbeiter finden, sodass nach mehreren Proben erst im November mit den Einsätzen in den Schulen begonnen werden konnte. So gelang es in allen Klassen der Grundschulen Mittweidas das F.Ü.R.-Gewaltpräventionsprojekt durchzuführen. Für den Dezember waren dann die ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht mehr für Einsätze zu haben. So blieb nur die Alternative die Grundschulen um Mittweida herum 2012 anzusteuern.

Anti-Rassismus-Projektwoche mit iThemba/Südafrika

Internationales Zeltlager Biesern

Träger: Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen Regionalbereich Mittweida e.V.

Inhalte:

  • 6‐tägiges intern. Zeltlager mit deutschen, tschechischen und polnischen TN

  • Abbau von Fremdenfeindlichkeit

  • Intensivierung der bisherigen Kooperation

  • internationaler Erfahrungsaustauch

  • gemeinsame Freizeitgestaltung

  • gemeinsame Wandertage und Ausflüge

Hitlers Krieg und sein langer Schatten in Mittelsachsen

IKu‐Interkulturelles Training für SprachtutorInnen und ausländischen Studierenden

Wir sind Freiberg - lokales Netz für eine weltoffene Stadt

Und Action! Demokratie und Sozialkompetenz fördernde Bildungsarbeit ab der 5. Klasse

Träger: Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit, Netzstelle Chemnitz

Inhalte:

Es wurden insgesamt 14 Bildungsbausteine "Sozialkompetenz in der Ausbildung" mit Jugendlichen in unterschiedlichen Ausbildungseinrichtungen durchgeführt. Diese hatten den Fokus Sozialkompetenzen wie Kommunikations- und Konfliktfähigkeit zu stärken, ein humanistisches und weltoffenes Denken zu fördern und damit die Beschäftigungsfähigkeit auf einen globalisierten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Darüber hinaus fanden 3 Projekttage "Für Demokratie - Courage zeigen" mit SchülerInnen der Klassenstufe 10 (Mittelschule und Gymnasium) zu den Themen Diskriminierung, Migration und Europa statt. Es wurde zudem bedarfsorientiert ein Workshopkonzept zum Thema "Musik und Neonazis" entwickelt und dazu zwei Workshops in Mittelschulklassen durchgeführt. Der Projekttag: "Was ist schon normal"? zu Normalitäten, Konflikten und Handlungsmöglichkeiten wurde in einer 7. Klasse umgesetzt. Für Lehrer/-innen, SozialpädagogInnen und MultiplikatorInnen wurden eine 4-stündige Weiterbildung zum Thema "Demokratie macht Schule" und eine 6-stündige Weiterbildung mit dem Schwerpunkt "Rechte Ideologie und praktische Handlungskompetenz" durchgeführt.

Was war – was ist – was wird in Sachsenburg? Zeitzeugengespräch

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. Jugendclub Burgstädt

Inhalte:

 

  • Aufklären der Jugendlichen

  • Stärken für die demokratischen Grundwerte der Gesellschaft

  • Konfrontation durch Zeitzeugengespräch mit deutscher Vergangenheit

  • realistischer Bezug zum damaligen Zeitgeschehen wird hergestellt

  • persönliches Erleben soll die Grausamkeit dieser Zeit verdeutlichen

  • Präventivarbeit zum Thema Gewalt und Diskriminierung sozialer Minderheiten

Open Air „Rock am Turm“ Festival Vol. IV

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. Jugendclub Burgstädt

Inhalte:

Rechtsextremen Tendenzen wird durch die Begegnung verschiedener Jugendsubkulturen vorgebeugt. Jugendliche werden für die Entwicklung ihres Gemeinwesens sensibilisiert. Der Jugendclub Burgstädt macht seine Arbeit gegen Rechtsextremismus für Außenstehende und Gemeindemitglieder transparent. Die Jugendlichen werden gestärkt für die achtungsvolle und tolerante Auseinandersetzung mit anderen Kulturen, Werten, Meinungen, Lebensstillen und Religionen. Jugendliche werden in die Planungs- und Organisationsphase eingebunden, was ihre Ressourcen für sie erlebbar macht bzw. fördert. Mit der Veranstaltung im freizeitpädagogischen Rahmen wollen wir den Jugendlichen Alternativen zur rechtsextremen Szene aufzeigen. Durch die Präsentation von vier bis fünf verschiedenen Musikrichtungen sprechen wir ein sehr vielfältiges Publikum an und schaffen somit einen Raum für die friedliche Begegnung unterschiedlicher Jugendsubkulturen. Die Jugendlichen akzeptieren sich gegenseitig und setzen sich auch für ein gewaltfreies Miteinander ein. Die Jugendlichen erkennen, dass ein friedlicher und toleranter Umgang trotz unterschiedlicher Interessen möglich ist.

Internationale Jugendbegegnung Bautzen

Aussteigergespräch

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. Jugendclub Burgstädt

Inhalte:

Trotz einer leicht rückläufigen Zahl von Straftaten mit einem rechtsextremistischen Hintergrund in Sachsen / Verfassungsschutzbericht 2009, dürfen wir die nach wie vor bestehende Gefahr nicht ignorieren und unterschätzen. Um einem Abgleiten in die rechtsextremistische Szene vorzubeugen müssen Möglichkeiten geschaffen werden, die Jugendliche für diese Gefahr zu sensibilisieren. Unser Ziel besteht darin, dass die Jugendlichen sich bewusst gegen die rechtsextreme Szene entscheiden. Sie lehnen Gewalttaten gegen Andersdenkende, Menschen mit anderer Religion oder Kulturen ab und setzen sich für Demokratie und Toleranz ein. Im Rahmen des Projektes konnten die Jugendlichen Anhand der Biografie eines Aussteigers aus der rechten Szene authentisch und nachvollziehbar die Gefahren erkennen, die mit dem Abgleiten in diese Szene einhergehen. Im Vergleich mit der eigenen Sozialisation wurden die demokratischen Lebensläufe Jugendlicher gestärkt. Die Jugendlichen übernahmen die Funktion von Multiplikatoren, die ihre gewonnenen Erfahrungen an Gleichaltrige, Eltern und Familie weitergeben.

Graffiti mal anders

Rassismus - nicht bei mir!

Besuch der Infogruppe „Black and White" an der Mittelschule Rochlitz

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V. Jugendclub Burgstädt

Inhalte:

  • Projekttag mit afrikanischen Konzept, Workshops, Tanzen und Singen

  • Informationen zum Leben in Afrika und den afrikanisch‐deutschen Beziehungen

  • durch gemeinsame Aktionen sollen die TN andere Kulturen, Lebensfreude aber auch Probleme anderer Menschen kennenlernen

  • Umsetzung der Aktivität mit Beteiligung aller Sinne der TN ‐ vier Workshops (afrikanischer Tanz ‐ Trommelkurs ‐ afrikanische Lieder ‐ Bildpräsentation - Basisinformationen zu Afrika und den afrikanisch‐deutschen Beziehungen )

  • persönliche Begegnung soll zum Abbau von Vorbehalten gegen Menschen mit anderer Hautfarbe und zu mehr Toleranz beitragen Gestaltung eines demokratischen Gemeinwesens

  • Förderung der Weltoffenheit und interkulturelle Erfahrungen Schaffung präventiver/ nachhaltiger Bildungs‐ und Trainingsangebote

AG Geschichte - Bildungsfahrten

Nutzung von Fördermitteln aus weiteren Programmen zur Umsetzung der Ziele des LAP

Träger: Die Brücke e.V.

Inhalte:

Die Teilnehmer des Workshops "Nutzung von Fördermitteln aus weiteren Programmen zur Umsetzung der Ziele des LAP" erhielten einen Einblick in die Fördermöglichkeiten durch den Deutsch-Tscheschischen Zukunftsfonds sowie dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk. Auf Grund der kurzfristigen Absage der dritten Referentin, konnten keine detaillierten Ausführung zum Kleinprojektefonds der Euroregion stattfinden.

Daher hat sich das Projektteam, in Absprache mit der Koordinierungsstelle entschlossen ein Handbuch zu erstellen, was den Teilnehmern eine Übersicht der verschiedenen Fördermöglichkeite außerhalb des Lokalen Aktionsplanes bietet.

Maßnahme zur Förderung der Öffentlichkeitsarbeit des LAP und Akquise weiterer Antragsteller

Lichterfest

Träger: Verein zur Förderung des Löschwesens in der Stadt Döbeln

Inhalte:

Hunderte Lichter auf dem Obermarkt

Von Peter Schmieder

Zum ersten Döbelner Lichterfest sind zahlreiche Besucher gekommen. Die Veranstaltung kann ein fester Termin werden. Die Idee zum ersten Lichterfest hatten Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) und die Beauftragte zur Extremismusbekämpfung des Landratsamtes Mittelsachsen Katrin Dietze. Mit dem Fest soll ein bürgerlicher Gegenpol zu rechten Eiferern geschaffen werden, die meinen, die Stadt gehöre - zumindest einen Tag im November - ihnen und ihren Parolen. Mit dem Fest, das völlig unpolitisch ist, wird der Termin Anfang November nun besetzt. Man könne zwar nicht die ganzen Monate mit Festen oder sonstigen Aktivitäten blockieren, meinte Bürgermeister Egerer, aber: "Falls Bedarf besteht, können wir reagieren." Zu viel verraten wollte er allerdings nicht. Egerer sagte weiter, dass man gegen ordnungsgemäß angemeldete Demonstrationen keine Handhabe als Verwaltung hätte. Trotzdem, ist er sich sicher, dass die Stadt und zahlreiche Bürger im Falle des Falles einen friedlichen Gegenpol bilden können. Der Plan war am Sonnabend aufgegangen. Etwa 150 Menschen kamen zum Obermarkt, um beim ersten Lichterfest dabei zu sein. Überall leuchteten selbst gebastelte Papier-Windlichter, die eine angenehme Atmosphäre auf den Obermarkt verbreiteten. Vereine als Akteure Der Treibhaus-Verein, der Kinderschutzbund Döbeln und der Döbelner Feuerwehrverein hatten sich am kurzfristig ins Leben gerufenen Fest beteiligt. Auch das Mittelsächsische Theater war mit einem Stand vor Ort. Mitglieder des Feuerwehrvereins standen am Grill, damit niemand hungrig bleiben musste. Mit seinen Spielgeräten lockte der Kinderschutzbund vor allem die Kleinen und Kleinsten an seinen Stand. Auch Eltern wagten eine paar Gehversuche auf hölzernen Stelzen. Schrott mit Leuchtkraft Der Döbelner Recycling-Künstler Peer Elborg vom Verein Treibhaus hatte zwischen zwei Straßenlaternen eine Lichtinstallation gespannt. Er nannte das Objekt "Leuchtkraft". Ein altes Windrad und Fahrradfelgen bildeten einen Kronleuchter der besonderen Art. Viele Jugendliche beteiligten sich am Aufbau und vor allem beim Anzünden der unzähligen Kerzen, die an der sich ständig drehenden Apparatur befestigt werden mussten. Darum ging es Elborg. Er freute sich, dass ein wenig Schrott so viele Menschen beschäftigen und zum Mitmachen anregen kann. "Leuchtkraft", die nicht nur die Installation inne hatte, sondern vielleicht auch das ganze Fest. Der Lampionumzug, der die Veranstaltung abschloss, hatte davon einiges zu bieten. Mehr als 50 kleine und große Lampion-Träger machten sich auf die kleine aber vielleicht aufregende Reise durch die Stadt. Unter ihnen auch Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer - selbstverständlich mit Lampion. Mehrere Kindertagesstätten der Stadt hatten für das Lichterfest Lampions gebastelt. Angeführt und musikalisch begleitet von den Lommatzscher Spielleuten ging es über die Große und Kleine Kirchgasse, die Ritter- und Rosa-Luxemburg-Straße über den Niedermarkt zurück zum Ausgangspunkt der Lampionwanderung - dem Obermarkt. Ein gelungenes Fest, das im nächsten Jahr eine Wiederholung erleben könnte. Das zumindest sagte Oberbürgermeister Egerer, der vielleicht sogar einen weiteren Höhepunkt im Leben der Stadt "heranwachsen" sieht, auch abseits politischer Hintergrunes. "So etwas wollen wir in Döbeln sehen. Das ist doch viel schöner als rechte Demonstrationen", sagte die Mitarbeiterin des Landratsamtes Katrin Dietze.

Zeitzeugendokumentation über die Oederaner Zwangsarbeiterinnen

Geschichten aus dem Tagebuch der Anne Frank

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