Bundes- und Landesprogramm

Der Landkreis Mittelsachsen hat in den Jahren 2010 bis 2014 im Rahmen des Bundesprogrammes TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN einen Lokalen Aktionsplan mit 157 Projekten umgesetzt. Das Programm endete am 31.12.2014.

Der Aktionsplan "Toleranz ist ein Kinderspiel" wird seit 2015 im Rahmen des Bundesprogrammes "Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" sowie mit Unterstützung durch den Landespräventionsrat des Freistaates Sachsens fortgeführt.

Das Bundesprogramm "Demokratie leben" Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" ist für eine Laufzeit von 5 Jahren ausgerichtet und unterteilt sich in fünf Programmbereiche.

Im Programmbereich "Partnerschaft für Demokratie" wird der Aktionsplan "Toleranz ist ein Kinderspiel" eingliedert.

Es werden Gelder für einen Aktions- und Initiativfonds zur Verfügung gestellt, aus diesem werden konkrete Einzelmaßnahmen (Projekte) finanziert. 

Über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheidet ein Begleitausschuss. Er fungiert als strategisch handelndes, zentrales Gremium bei der Umsetzung der Lokalen "Partnerschaft für Demokratie" (Lokaler Aktionsplan).

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung der Einzelmaßnahmen richten die Kommunen eine Koordinierungs- und Fachstelle ein, die in der Regel bei einem freien Träger angesiedelt ist. Sie ist für die Steuerung der Umsetzung der lokalen "Partnerschaft für Demokratie" zuständig, fungiert als Ansprechpartner und trägt zur Bekanntmachung der vor Ort geleisteten Maßnahmen bei.

Für Maßnahmen zur Partizipation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit werden Mittel zur Verfügung gestellt. Durch geeignete Maßnahmen soll hiermit die Arbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht werden und für eine Mitwirkung geworben werden. Im Rahmen der angestrebten Vernetzung sollen zudem zivilgesellschaftliche Akteure im Themenfeld aus der Region an der Entwicklung und Fortschreibung der "Partnerschaft für Demokratie" aktiv beteiligt. Hierzu findet unter anderem zwei Mal pro Jahr eine lokale Demokratiekonferenz statt, zu der alle relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure, entsprechende Einrichtungen und Verantwortliche aus Politik und Verwaltung eingeladen werden, um partizipativ den Stand, die Ziele und die Ausrichtung der weiteren Arbeit in der Partnerschaft für Demokratie zu reflektieren und zu bestimmen.

Zur Stärkung von jungen Menschen werden darüber hinaus Jugendforen eingerichtet, die von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden. Zur Umsetzung eigener Maßnahmen werden den Jugendforen gesondert Fördermittel bereitgestellt.