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Pressemitteilung des Landratsamtes vom 31. März 2015

Projekte für die Förderung von Demokratie und Toleranz bewilligt

 

 

 

Die vorgesehenen rund 100.000 Euro für die Förderung von Demokratie und Toleranz sind nun bis auf 5000 Euro mit Projekten untersetzt. Dazu tagte gestern der Lokale Begleitausschuss, dessen Besetzung in der vergangenen Woche der Kreistag beschloss. Insgesamt wurden 26 Anträge positiv beschieden,  zwei wurden abgelehnt und ein Antrag wurde zurückgezogen. „Wir mussten aber die Projektsummen zum Teil kürzen, denn das Programm war mit 135.000 Euro überzeichnet“, so Kartin Dietze von der Stabsstelle Extremismus. Unterstützt werden unter anderem der Muldentaler Jugendhäuser e.V. mit „Zukunft braucht Erinnerung – Gedenken an die Zwangsarbeit in Rochlitz“ sowie der Geschichtsverein Leisnig mit „Lokaler Widerstand im Dritten Reich“. Dabei sollen jeweils Gedenktafeln in den Städten aufgestellt werden. Weitere historische Projekte sind beispielsweise „Geschichte erleben! Auschwitz – Schindlers Liste“ des Fördervereins der Fichte-Schule Mittweida und die Erstellung einer App in Döbeln, um auch junge Menschen mit der Geschichte der Stadt in der NS-Zeit zu sensibilisieren. Organisator ist hier der Treibhaus e.V. Im Bereich Weltoffenheit und interkulturelle Erfahrungen werden eine grenzüberschreitende Sportolympiade in Leubsdorf von der Volksolidarität Freiberg mit deutschen und tschechischen Teilnehmern gefördert sowie das schon traditionelle Jugendcamp in Frankenberg. Die verbleibenden 5000 Euro sollen für Kleinprojekte bis zu einer Höhe von 500 Euro verwendet werden. Dazu besteht die Möglichkeit kurzfristige Anträge bei der Stabsstelle im Landratsamt zu stellen. „Die Antragsteller werden zu einer ersten Demokratiekonferenz im Mai in Frankenberg eingeladen um ihre Projekte vorzustellen, aber sich auch weiter zu vernetzen. Gerade diese Vernetzung ist im Bereich der Präventionsarbeit sehr wichtig, man profitiert von Erfahrungen und auch den Ressourcen der anderen“, so Dietze.

 

Hintergrund: In diesem Jahr orientiert sich der Landkreis in der Präventionsarbeit im Bereich Extremismus neu. Unter dem Motto „Toleranz ist ein Kinderspiel“ plant Mittelsachsen die Projekte mit 100.000 Euro durch Bundes-, Landes- und Kreismitteln zu finanzieren. Der Landkreis beantragte hierfür beim Bund die maximale Förderung von jährlich 55.000 Euro über fünf Jahre über das Programm „Demokratie leben! – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“. Als zweite Säule der Präventionsarbeit wurde ein Antrag beim Freistaat für das Programm „Weltoffenes Sachsen“ gestellt, mit dem Ziel eine Förderung von 40.000 Euro für die kommenden zwei Jahre zu erhalten. Des Weiteren stellt der Landkreis entsprechende Eigenmittel bereit.

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