Geförderte Projekte des Aktionsplans „Toleranz ist ein Kinderspiel"

Brücke aus Holzbausteinen

Projekte in 2021

Externe Fach- und Koordinierungsstelle

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Der Verein übernimmt weiterhin die Position als Externe Koordinierungsstelle in enger Zusammenarbeit mit dem Federführenden Amt. Zu den Aufgabenbereichen gehören:

  • die Gesamtkoordination des Aktionsplanes zusammen mit dem Federführenden Amt, dem Begleitausschuss und weiteren Akteuren des Aktionsplanes

  • inhaltlich-fachliche Beratung und enge Kooperation mit den Projektträgern durch die Begleitung der Einzelmaßnahmen

  • Unterstützung bei der Koordination des Begleitausschusses

  • Anpassungen der Aktionsplan-Homepage

  • Förderung fachlicher Qualifizierungen von Akteuren und Vermittlung entsprechender Weiterbildungen und Veranstaltungen

  • Verwendungsnachweisprüfung

  • Koordination bereits bestehender Jugendforen, Ansprechpartner und Aufbau weiterer Jugendparlamente in Mittelsachsen

  • Koordination von Präventionsveranstaltungen in Schulen

Bei der Koordinierungsstelle läuft die Erfassung der zahlreichen Projektdaten und -ergebnisse zusammen. Sie bewirkt eine Vernetzung der Akteure untereinander und strebt die Zusammenarbeit mit anderen geförderten „Partnerschaften für Demokratie“ an.

Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Seit 2015 ist der Freiberger Agenda 21 e. V. als Externe Koordinierungsstelle auch für den Aufgabenbereich "Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit" für den Landkreis Mittelsachsen im Rahmen der Umsetzung der „Partnerschaften für Demokratie" tätig.

Das Aufgabenfeld umfasst die Erstellung öffentlichkeitswirksamer Werbematerialien neben der Planung und Koordination eines Auftakttreffens zur Vorstellung und Vernetzung der aktuellen Projektträger.

Weiterhin wird alljährlich eine Demokratiekonferenz organisiert, wobei in diesem Jahr der thematische Schwerpunkt auf die Jugendbeteiligung gelegt wird. Zusätzlich dient sie dem Erfahrungsaustausch und der Auswertung der einzelnen Projekte sowie der Evaluation.

Kinder- und Jugendparlament in Mittelsachsen

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Im Vordergrund stehen die Beibehaltung und Stärkung der Ziele der vergangenen fünf Jahre.

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum

  • Partizipation junger Menschen an kommunalpolitischen Prozessen

  • Kennenlernen demokratischer Prinzipien

  • Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern und Jugendlichen

Bereits bestehende Jugendparlamente in Mittweida, Flöha, Döbeln, Waldheim und Rochlitz werden fortgeführt und unterstützt bei der Umsetzung zahlreicher Ziele und Aktionen, die im vergangenen Jahr initiiert wurden. Zusätzlich sollen weitere Kinder- und Jugendparlamente in Mittelsachsen gegründet werden.

Schülerhaushalt sowie Schülerworkshops zur Demokratieförderung und Prävention

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Das Projekt beinhaltet ein gemeinsames Angebot mit den Schulen in Mittelsachsen, Projekte zur Extremismusprävention und zum demokratisches Grundverständnis von Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Die gute Zusammenarbeit mit der Organisation HERO SOCIETY und dem Theater Scheselong wird fortgesetzt. Hero Society als Akteur der Bildungs- und Beratungsbranche bietet Kurse zur Demokratiestärkung für Kinder und Jugendliche an. Sie verstehen es, die Kinder und Jugendlichen in ihrer „Welt" abzuholen und die Kommunikation im Klassenverband zu verbessern sowie die Potentiale der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu stärken. Weiterhin erfahren Schulen Unterstützung, wenn sie das Angebot des mobilen Jugendtheaters „Theater Scheselong" wahrnehmen möchten. Bei dem Theater-Mitmach-Lernprojekt werden Toleranz und Demokratie gestärkt, was dem Abbau von rassistischen Einstellungen und Vorurteilen dient.

Dieses Jahr wird zum ersten Mal die Vermittlung von „Schülerhaushalten" angeboten. Ein Schülerhaushalt ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die selbstständige Umsetzung kleiner Projekte und Ideen in Ihren Schulen. Der Verein arbeitet mit dem Jugendamt des Landkreises Mittelsachsen zusammen, welches gezielt die Schulen über diese Möglichkeit informieren wird.

Miteinander gestalten – Begegnungen in einer inklusiven Trickfilmwerkstatt

Träger: Freundes- und Förderkreis des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha e. V.

Das Atelier des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha verwandelt sich für eine Woche in eine Trickfilmwerkstatt. Ein Ort in welchem die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Regenbogenschule Döbeln sich begegnen und gemeinsam künstlerische Erfahrungen mit einem ihnen neuen Medium sammeln werden. Die Jugendlichen realisieren ihre eigenen Filmideen, entwickeln Figuren und Hintergründe und vertonen die Geschichten gemeinsam. Hier begegnen sich Jugendliche, die sich im Alltag sonst nicht begegnen würden. Damit werden Berührungsängste ab- sowie soziale Kompetenz und Verständnis füreinander aufgebaut. Dank eigenem aktiven Gestalten der Trickfilme eröffnen sich Alternativen zum passiven Medienkonsum, nebenbei wächst deren Selbstbewusstsein und die Jugendlichen erleben Selbstwirksamkeit. Die Trickfilme werden Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer präsentiert und laden zur Auseinandersetzung ein.

Friedliche Revolution, Mauerfall und Nachwendezeit

Träger: Treibhaus e. V. Döbeln

Der Autor und Zeitzeuge Geralf Pochop präsentiert eine kunstähnliche, multimediale Lesung aus Buch „Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: Zwischen Rebellion und Repression“ mit anschließender Diskussionsrunde mit den Themen DDR-Diktatur, Friedliche Revolution, Mauerfall und Wiedervereinigung. Ein weiteres Thema wird der erstarkende Rechtsextremismus insbesondere die Überfälle auf andersdenkende, andersaussehende, Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingsunterkünfte in der Nachwendezeit sowie deren Ursprünge sein. Sowohl Jugendliche und junge Erwachsene, als auch ältere Menschen sollen mit dem Projekt angesprochen werden, um einen Wissens- und Erfahrungsaustausch insbesondere in der anschließenden Diskussions- und Fragerunde zu ermöglichen.

Dokumentation der Ereignisse zum Ende des II. Weltkrieges in den Ortsteilen der Gemeinde Rossau

Träger: Geschichtsverein Rossau e. V.

Ziel des Projektes ist eine Steigerung des Geschichtsbewusstseins in der Bevölkerung, indem aufgezeigt wird wohin Ignoranz, Hass und Gewalt führen können. So sind für das Jahr 2021 eine Ehrung der Gefallenen und Opfer der Weltkriege, die Organisation feierlicher Kranzniederlegungen zum Volkstrauertag, eine möglichst vollständige Erfassung von Zeitzeugen bzw. deren Angehörigen, das Erstellen eines Literaturverzeichnisses über die Ereignisse 1945 im Raum Mittweida/Rossau sowie regelmäßige Veröffentlichungen im Amtsblatt der Gemeinde beziehungsweise der örtlichen Presse geplant.

Aktivitäten der Initiative für Demokratie Mittelsachsen im Jahr 2021

Träger: Initiative für Demokratie Mittelsachsen e. V.

Das Projekt beinhaltet drei Bereiche. Es umfasst die Aufarbeitung des jüdischen Lebens und das von Euthanasieopfern im Landkreis Mittelsachsen inklusive der Verlegung Verlegung von Stolpersteinen in Anwesenheit des Künstlers Gunter Demnig, Schülern und Bürgern, die Durchführung des Aktionstages „Gemeinsam leben in Mittelsachen" mit Schülern zu Themen Inklusion und Drogen in Rochlitz sowie das Angebot von verschiedene Veranstaltungen zur politischen Bildung (Vorträge, Workshops und Lesungen) in Kooperation mit der Volkshochschule Mittelsachen.

Mediengestützte Workshops für Toleranz und interkulturelle Kompetenz

Träger: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e. V.

Vor allem der Altersbereich von 6 bis 13 Jahre soll von diesem Projekt, welches sich mit Ideologien der Ungleichwertigkeit und demokratiegefährdenden Denk- und Verhaltensweisen befasst, angesprochen werden. Ziel ist die Stärkung interkultureller Kompetenz, die Herausstellung demokratischer Errungenschaften bis hin zu den damit einhergehenden Kinderrechten. Mittels medialer Angebote werden komplexe Themen niedrigschwellig und wirkorientiert vermittelt. Dies ermöglicht den Teilnehmenden einen Perspektivwechsel, dadurch können medial vermittelte Inhalte kritisch analysiert und davon ausgehend konkret Zusammenhänge zwischen dem eigenen Handeln und dessen gesellschaftlichen (und globalen) Auswirkungen hergestellt werden.

Pädagogische Fachkräfte können aktiv an den Veranstaltungen teilnehmen. Außerdem besteht für sie die Möglichkeit der Fortbildung in diesen Bereichen der Demokratiearbeit, um eigene Einstellungen und Handlungsmuster kritisch zu hinterfragen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen sowie Handlungsoptionen zu reflektieren. Die im Rahmen der Fortbildung vermittelten Methoden können gut in die eigene berufliche Praxis übertragen werden.

Gemeinsam demokratisch stark

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e. V.

Das Projekt umfasst fünf verschiedene Teilprojekte:

  1. Der gemeinsame Bau einer mobilen Skater-Rampe, durch Streetworker sowie Fachkräften der offenen Jugendarbeit und interessierten Jugendlichen, wird als Mitmach-Projekt angeboten. Im Anschluss wird die Nutzung der Skater-Rampe auch den Schulen der Stadt Frankenberg ermöglicht. Dieses Teilprojekt soll den Kindern und Jugendlichen den öffentlichen Raum sichtbar machen und sie in dessen Gestaltung mit einbeziehen.
  2. Unter der Leitung von Jaqueline Ziegler-Jentzsch und Steffen Bilke entwickelt die Theatergruppe „Teil vom Ganzen" mit Jugendlichen aus unterschiedlichsten sozialen Hintergründen und kognitiven Voraussetzungen seit vielen Jahren Theaterstücke zu eigenen Themen. Es ist eine offene Theatergruppe und Interessierte sind gern zum Mitmachen eingeladen.
  3. Pandemiebedingt führten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Jugendarbeit des GWF digitale Angebote für Jugendliche durch. Dank großer poitiver Rückmeldungen der Teilnehmer ist in diesem Jahr unter anderem ein digitales Talentefest geplant. Beiträge aus den verschiedensten künstlerischen/kulturellen Bereichen werden gesammelt, via Social Media veröffentlicht und zur Abstimmung gestellt.
  4. Ein Jugendcamp mit gewaltpräventivem Schwerpunkt steht auf dem Plan. Es hat das Ziel eines niederschwelligen Aufbrechens sozialer Rollen und Stereotypen, sowie die Vermittlung einer offenen und gleichwürdigen Haltung anderen gegenüber. Dies wird mittels entschleunigender Abkehr von der alltäglichen Lebenswelt der Adressateninnen und Adressaten sowie durch das gemeinsame Erleben qualitativer Gruppenzeit ermöglicht.
  5. Eine sexualpädagogische Projektwoche rund um das Thema Sexualität inklusive Identitätsfindung bietet den Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, einen Zugang zu ihrem Körper zu finden. Es soll Toleranzverständnis für Identität und Diversität im Bezug zu Sexualität entwickelt werden.

Erinnerungsort Penig – Broschüre zur Geschichte des KZ-Außenlagers Penig

Träger: Bon Courage e. V. 

Dank jahrelang intensiv betriebener Recherche verfügt der Verein über einen sehr umfangreichen Quellenfundus, der unter anderem Quellen aus Opfer- wie auch Täterinnen- und Täterperspektive, Interviews mit Zeitzeuginnen undd Zeitzeugen, zeitgenössische wie auch aktuelle Fotos, Zeitungsberichte und diverse Literatur umfasst. Nun möchte man die einheimische Bevölkerung, darunter allen voran Schülerinnen und Schüler, aber auch externe Interessierte über die Geschichte des KZ-Außenlagers Penig informieren. Dabei soll einerseits über die Ausmaße nationalsozialistischer Verbrechen aufgeklärt und andererseits an die Mädchen und Frauen erinnert werden, die in Penig im Rahmen nationalsozialistischer Zwangsarbeit ausgebeutet worden sind – teilweise auch ihr Leben verloren haben. Es solll eine Sensibilisierung der Mitmenschen für Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, wie sie fester Bestandteil der nationalsozialistischen Ideologie waren und sich beispielsweise in Rassismus oder Antisemitismus manifestiert haben, erreicht werden. Den gegenwärtigen rechtsradikalen Denk- und Handlungsmustern sowie den dementsprechenden Strukturen soll mit Hilfe von Bildung und Aufklärung entgegengewirkt werden.

Buchprojekt der evangelischen Jugend mit Texten von Jugendlichen

Träger: Evangelische Jugend im Kirchenbezirk Freiberg

2020 hat die evangelische Jugend Freiberg zwei digitale Poetry Slams für und mit Jugendlichen durchgeführt. Die Texte der Jugendlichen konnten nur die Zuschauer der digitalen Veranstaltung hören. Damit das gemeinschaftliche und demokratische Gedankengut der Jugendlichen erhalten bleibt, sollen gemeinsam mit den Jugendlichen Texte von Jugendlichen gesammelt, und in einem Buchprojekt veröffentlicht werden. Durch die Veröffentlichung ihrer Texte wird der Selbstwert der Jugendlichen gestärkt.

Einmal gelesenen wirken die Texte nach und stärken durch ihre Nachwirkung. Ein Kreativtag ermöglicht es den Jugendlichen, eigene Texte zu verfassen, welche zusätzlich zu den bestehenden Poetrytexten eine Aufnahme ins Buch finden können. Ein zweiter Schritt gemeinsam mit den Jugendlichen dient der Überlegung, in welcher Buchform oder Art die Texte veröffentlicht werden sollen, bis hin zum Buchdruck.

Vortragsreihe „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!

„Christlicher Glaube und politische Verantwortung”

Träger: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Burgstädt

Mit der Vortragsreihe „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!" wird an Martin Luthers Worte vor dem Reichstag zu Worms 1521 angeknüpft, die sich in diesem Jahr zum fünfhundertsten Mal jähren. Mit den Abenden soll an Martin Luther erinnert und überlegt werden, wo heute für Werte und Überzeugungen ein- und aufgestanden sollte, zur Beteiligung und Verantwortungsübernahme in aktuellem gesellschaftspolitischem Handeln ermutigt werden, demokratische Kultur sowie gegenseitiges Verstehen gestärkt werden, sachgerechte Informationen über komplexe Zusammenhänge vermittelt werden, mit möglichst vielen in Gespräch, Austausch und Diskussion getreten werden und aufgezeigt werden, inwiefern christlicher Glaube dafür hilfreiche Impulse geben kann.

Für die sechs Vortragsabende konnten ausgewiesene Experten aus den Bereichen Politik und Geschichte gewonnen werden. An jedem Vortragsabend folgt der inhaltlichen Auseinandersetzung die Gelegenheit bei einem Imbiss miteinander ins Gespräch zu kommen.

Entwicklung der Demokratieverachtung des Faschismus 1933, im Vergleich zu jetzt

Träger: Lagerarbeitsgemeinschaft KZ Sachsenburg

Mit dem Projekt soll zum Geschichts- und Demokratieverständnis beigetragen werden. Inhaltlich geht es um den Vergleich der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklung mit der Zeit des entstehenden Faschismus 1933. Verschiedene Fachleute referieren zum Thema sowie zum aktuellen Stand der Gedenkstättenplanung und ein Filmabend lässt den Tag ausklingen. Tags darauf wird der Opfer des NS-Regimes insbesondere der Opfer des KZ Sachsenburg gedacht.

Im Müllerhof Vielfalt erleben

Träger: Müllerhof e. V.

Das Projekt setzt sich aus einem internationalen Workcamp und einem Musikfest im Asylbewerberheim Mobendorf zusammen. Für das internationale Workcamp kommen Jugendliche aus verschiedenen Ländern für zwei Wochen nach Mittweida. Während dieser Zeit leben die Workcamp-TeilnehmerInnen im Müllerhof und betätigen sich ehrenamtlich an einem Projekt im „Garten der Sinne“ im Müllerhof. In diesem Jahr soll eine Quasselhütte aus Naturmaterialien entstehen. Die Quasselhütte kann danach von den Bewohnerinnen und Bewohnern des anliegenden Wohngebietes, von Hort und Kindergarten, aber auch von Gästen zum quasseln, träumen und verweilen genutzt werden. Nach dem Motto “Im Müllerhof Vielfalt erleben” arbeiten die Jugendlichen gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen des Müllerhofs und gewinnen somit persönliche Einblicke in die Kultur und das Leben Deutschlands. Wie in den letzten Jahren werden die Jugendlichen einen internationalen Abend ausrichten, an dem sie ihre Heimat vorstellen, traditionelle Gerichte kochen, Tänze aufführen und mit den Besucher*innen des Müllerhofs ins Gespräch kommen.

Der Müllerhof e. V. veranstaltet in Kooperation mit dem Wohnheim Neuheumühle im Ortsteil Mobendorf in Striegistal ein sommerliches Musikfest. Für viele Heimbewohnerinnen und Heimbewohner ist dieses Fest eine willkommene Abwechslung vom Alltag, auf die sie mit Freude und Offenheit reagieren. Neben Musik aller Art wird auch kreatives Gestalten mit Perlen und Malen angeboten.

Planspiel Gerichtsverhandlung

Träger: Opferhilfe Sachsen e. V. Beratungsstelle Chemnitz

Mit den Methoden des Planspiels, der Gruppenarbeit und des Rollenspiels wird den Jugendlichen ein realistischer und praxisbezogener Einblick in die Arbeit der Justiz, Polizei und Opferberatungsstellen vermittelt. Die Erfahrungen zeigen, dass Jugendliche zum Teil ein beträchtliches Defizit an Rechts- und Unrechtsbewusstsein aufweisen sowie überdurchschnittlich Gewalt erfahren bzw. ausüben. Dieses präventive Projekt soll nachhaltig demokratische Werte vermitteln, soziale Kompetenzen fördern, Zivilcourage stärken und ein Perspektivenwechsel ermöglichen. Einblicke in das Erwachsenen- und Jugendstrafrecht, sowie in deren Unterschiede werden ebenso vermittelt.

Musik für alle 2.0 – Welterbelauf

Träger: Freiberg.Grenzenlos e. V.

„Musik für alle" präsentiert durch die teilnehmenden, auch internationalen Künstler*innen die Vielfalt der kulturellen Lebenswelten, die sich in Freiberg finden, ruft zu gegenseitigem Respekt auf und schafft eine Plattform für Begegnung. Die Veranstaltung wird gestaltet im Sinne der Ziele des Netzwerkes „Freiberg für alle". Das Netzwerk steht dafür, angesichts der Polarisierung der Gesellschaft einander zu begegnen, ins Gespräch zu kommen, respektvoll miteinander umzugehen, sich einzusetzen für Pluralismus und eine offene Gesellschaft und damit in allem die freiheitliche Demokratie zu stärken. Diese lebt von Toleranz, Respekt und der Anerkennung des Pluralismus.

Der begleitende Welterbelauf dient den gleichen Zielen. Im fairen sportlichen Miteinander von Läuferinnen und Läufern aus unterschiedlichen Ländern verlieren die Unterschiede in Kultur, Religion, Sprache, Hautfarbe und Nationalität an Bedeutung. Der Mensch, mit dem ich gemeinsam einen Weg gehe, rückt in den Mittelpunkt, wird mein Nächster. Das gemeinsame Laufen erweist sich in diesem Zusammenhang in Freiberg seit Jahren als geeignetes Mittel der Integration von Menschen aus verschiedenen Lebenskontexten und unterschiedlichster Herkunft. Der Lauf wird im Laufen und Gehen zu bewältigen sein mit verschiedenen Streckenlängen. Die „Mitlaufgelegenheit" wird die Strecken ausweisen und Streckenposten stellen. Es wird ein Genusslauf, in dessen Gestaltung die örtliche Gastronomie eingebunden sein wird. Start und Ziel sind am Obermarkt geplant.

„Gemeinsam (er)leben!”

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e. V.

Verschiedene Angebote ermöglichen Besucherinnen und Besucher mit und ohne Fluchterfahrung die Befähigung, miteinander eine Gesellschaft zu formen, in der jeder Mensch ein gleichwertiges Mitglied ist. So wird es ein wöchentliches Sportangebot mit verschiedenen Ballsportarten, eine Kreativwerkstatt unter Nutzung des Farbspielplatzes „Colour Attack“, ein Sommercap im „Dorf der Jugend“ in Grimma, ein Fußballturnier im November, vorbereitet von über das Jahr wöchentlichen stattfindenden offenen Trainingseinheiten, sowie ein Klassenprojekt „Diss mich nicht“ zur Stärkung des Klassenklimas geben. Alle Angebote befähigen die Jugendlichen zu mehr Toleranz, Akzeptanz und gegenseitiger Unterstützung – wichtige demokratische Grundbausteine.

„Niemals vergessen – Jugend schafft Erinnerung”

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e. V.

Das Projekt „Niemals Vergessen – Jugend schafft Erinnerung" stellt Gedenkstättenarbeit in den Mittelpunkt. Jugendliche aus Burgstädt und Rochlitz bringen sich völlig freiwillig in ihrer Freizeit in das Projekt ein. Von der sächsischen Jugendstiftung wird das Projekt organisatorisch und planerisch begleitet. Der Inhalt umfasst eine Wissensvermittlung im Bereich NS-Zeit und Lagersystem, persönliche Auseinandersetzung mit historisch bedeutenden Orten und ihrer Geschichte (Heimatorte Burgstädt und Rochlitz sowie Buchenwald und Flossenbürg), Demokratieförderung, Wissensvermittlung über Rassismus und rechte Strukturen, Wirken gegen rechtsextremistische Strukturen und Demaskieren von demokratiefeindlichen Parolen, positive Steigerung des Selbstbildes und einer zu vertretenden Meinung, Erstellung eines Filmes (oder mehrerer Kurzfilme) und oder einer Fotoausstellung zu Weiterverwendung mit anderen Jugendlichen und ein positiver Gruppenprozess zwischen Jugendlichen in Rochlitz und Burgstädt.

„Pimp Your SchoolClub"

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e. V.

Auf Initiative des Schülerrates entstand die Idee zu dem Projekt „Pimp Your SchoolClub". Die Schüler*innen wollen den so wichtigen Treffpunkt an ihrer Schule zu IHREM Treffpunkt machen. Da der Raum möglichst flexibel auf verschieden Bedürfnisse ausgerichtet werden soll, entstand die Entscheidung einige Möbelstücke unter Anleitung professioneller Unterstützung (regionale Handwerker) selbst zu bauen. Hier haben die Schüler*innen die Möglichkeit ihr Umfeld mitzugestalten, ihre Ideen nicht nur zu formulieren, sondern auch eigenständig auf demokratischen Wege, indem auf alle Meinungen, Ideen und auch Einwände eingegangen wird, in die Tat umzusetzen.

„Im Gespräch mit..."

Träger: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Petri-Johannis Freiberg

Die Gespräche dienen der Erinnerung, der Aufklärung und der Analyse. Sie sensibilisieren für die Strategien demokratiefeindlicher Bewegungen zur Überwindung der Demokratie und stärken die Fähigkeiten, einerseits demokratiefeindliche Bewegungen zu erkennen, andererseits ihnen wirkungsvoll entgegen zu treten. Für die vier Gesprächsabende konnten bekannte Zeitzeugen mit journalistischen, politischen, theologischen, wissenschaftlichen und menschlichen Erfahrungsschatz gewonnen werden. Die musikalisch gerahmten Gespräche finden, moderiert vom Pfarrer Dr. Stahl, vor Publikum in der Petrikirche in Freiberg statt.

„Respekt statt Gewalt"

Träger: Kreisfeuerwehrverband Mittelsachen e. V.

Diese Sympathiekampagne soll um Verständnis für das Vorgehen der Feuerwehr im Einsatzgeschehen werben. Kurzfilme, die die Feuerwehren im Rahmen ihrer eigenen Öffentlichkeitsarbeit einsetzen können (zum Beispiel „Tag der offenen Tür", Einbindung auf Internetseite) ermöglichen einen „Blickwechsel": Der Zuschauer erlebt das Geschehen aus der Sicht des Betroffenen. Weiterhin erfolgt eine Schulung der Feuerwehrführungskräfte in deeskalierender Gesprächsführung und ein Seminar "Strafrechtliche Betrachtung von Angriffen auf Einsatzkräfte" wird angeboten.

„Spitzensport trifft Handicap”

Träger: Arbeit und Toleranz e. V.

Durch das Zusammenbringen von gehandicapten und nicht gehandicapten Jugendlichen, sollen Hemmungen und Ängste, sowie Unwissenheit ab- und Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Durch gemeinsames Kennenlernen im „Probier Dich aus Bereich“ mit verschiedenen Sportgeräten und der gemeinsamen Bewältigung eines Parcours, soll die Inklusion auf der Ebene des Freizeitsports gefördert werden. Ein weiterer Bereich ist das Treffen von Spitzensportlern mit und ohne Handicap, die den Jugendlichen ihren Sport vorstellen und diese zum Mitmachen animieren.

 „Erste Hilfe bei Konflikten”

Träger: DRK Chemnitzer Umland e. V. / Ortsverein Hartmannsdorf 

Das Projekt soll in Form eines mehrtägigen Workshops gestaltet werden. Ziel soll hierbei die Befähigung der Jugendlichen zu einem reflektierten und gewaltfreien Umgang mit Konflikten sein. Hierzu werden Methoden der GFK (Gewaltfreien Kommunikation) genutzt, als auch erlebnispädagogische Methoden zur Stärkung der Gruppe. Als Kooperationspartner dient das Flexible Jugendmanagement in Mittelsachsen, welches mit zwei Fachkräften das Projekt pädagogisch und Inhaltlich begleitet. In Rollenspielen und Diskussionsrunden erlernen die Jugendlichen den Umgang mit Konfliktsituationen. Durch angeleitete Perspektivwechsel gelingt es den Blick zu erweitern und Empathie für andere Ansichten zu entwickeln. Die inhaltlichen Punkte werden von gemeinsamen Freizeitaktivitäten umrandet, um den Jugendlichen nach den Einschränkungen des Lockdowns positive Erfahrungen zu ermöglichen.

„Frei(t)raum – Jugend braucht Freiräume”

Träger: AWO Kreisverband Freiberg e. V.

Für die Entwicklung von Kreativität, Identität, Kompetenzen und sozialem Miteinander sind Freiräume für junge Menschen von zentraler Bedeutung. Damit junge Menschen sich ernst genommen und nicht zunehmend abgehängt fühlen und dadurch Vertrauen in Politik, Demokratie und Gesellschaft verlieren, braucht es ein spürbar jugendfreundliches Klima. Ein erster Schritt ist es, den Bedarf und die Wünsche der Freiberger Jugend zu ergründen, dazu wird ein einführendes Video mit Jugendlichen erstellt und im Anschluss über eine breit angelegte Umfrage unter der Zielgruppe der Sachstand erforscht. Eine Ergebnispräsentation vor dem Stadtrat und ein öffentlicher Dialog mit der Freiberger Jugend setzen den Prozess fort. Ziel ist die mentale und sozialräumliche Etablierung von jungen Menschen durch etablierte Plätze und Treffs sowie selbstgewählte Freiräume und eigenverantwortliche Gestaltungsräume.

„Hand in Hand”

Träger: KJFV St. Nikolaus e. V.

Der Verein möchte mit den ihnen noch eher fremden Familien „Hand in Hand“ gehen. Dafür plant er ein intensives Kennenlernen über vier Monate verteilt, bei welchem mögliche Hemmnisse in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Weg geräumt werden sollen. Das alles passiert locker, verspielt, ereignisreich. Die unterschiedliche kulturelle Basis, was Essgewohnheiten, Tanz, Musik und Spiele angeht, werden thematisiert. Durch die Einführungsveranstaltung, ohne die Familien, lernen die Kinder kennen, wie das ist, wenn in einer fremden Sprache von einem was verlangt wird. Lernen sie kennen, dass das Ankommen in einem fremden Land auch mit vielen unangenehmen Vorkommnissen zu tun hat. Beim Zusammentreffen mit den Familien im Hort wird gemeinsamen gespielt und während einer kleinen Vesperrunde werden die ersten Unsicherheiten abgelegt. Der Gemeinschaftssinn wird dann durch den Mitmachzirkus gestärkt und durch Erinnerungsfotos, die jede und jeder erhält gefestigt. Beim Grill-Abschlussfest kann jede und jeder alles noch einmal Revue passieren lassen. Vor allem soll es allen Freude bereiten: alle Kinder, auch die, die beim Projekt nicht mitmachten, alle Eltern und alle am Projekt beteiligten sollen gemeinsam feiern.

„Bedeutung und Rolle der Landesheil- und Pflegeanstalt Hochweitzschen im Nationalsozialismus”

Träger: Treibhaus e. V.

Zusammen mit dem Fachkrankenhaus Bethanien Hochweitzschen, dem Hannah-Arendt-Instituts und den Mitgliedern der AG Geschichte soll die Geschichte der Landesheil- und Pflegeanstalt Hochweitzschen während der Zeit des Nationalsozialismus detailliert aufgearbeitet werden. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird die Bedeutung und Funktion der Landesheilanstalt Hochweitzschen im System der Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen während der Zeit des NS herausgearbeitet. Entstehen soll ein statistischer Überblick über die Belegung der Klinik und die Sterberaten, aufgegliedert nach Jahren. Auch sollen exemplarisch einzelne Biografien erarbeitet werden, um individuelle Einzelschicksale vorstellen zu können. Die Ergebnisse werden am Ende des Projektes aufbereitet, gestaltet und in einer anschaulichen Broschüre veröffentlicht. Diese wird in gedruckter Form sowohl der Klinik als auch Interessierten zur Verfügung gestellt. Die Forschungsergebnisse werden in die bestehenden Konzepte und Angebote der AG Geschichte eingearbeitet. So werden beispielsweise die regelmäßig stattfindenden historischen Stadtrundgänge „Döbeln im Nationalsozialismus“ sowie die konzeptionierten Projekttage für Schülerinnen und Schülern mit den gewonnenen Informationen erweitert.

„Vernetzt durchs digitale Zeitalter Kommunikation ist alles”

Träger: Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen

Das Angebot verschiedener Workshops im Bereich Kommunikation soll die Handlungskompetenz im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen stärken sowie präventiv Probleme im privaten, schulischen und Freundeskreis erkennen helfen, um einen lösungsorientierten Umgang damit zu erlernen. Für eine Stärkung der eigenen Haltung der Jugendwarte und Betreuer zu den Themen Kindeswohlgefährdung, wie erkenne ich suchtgefährdete Mittel, gewaltfreie Kommunikation mit Argumentationstraining und BEZAVTA werden Weiterbildungen angeboten. Dies versetzt die Akteure in die Lage, eigenständig und zielorientiert Probleme zu erkennen und diese zu bearbeiten beziehungsweise an entsprechende Hilfsinstitutionen weitergeben zu können. Hauptziel ist es, dass Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer bei eigenen Ideen oder Problemen innerhalb ihrer Zuständigkeit, gezielt ihr Netzwerk ansteuern können um eigenständige Lösungen zu entwickeln. Dafür soll eine Arbeitsgruppe Möglichkeiten und Ausweitung der bestehenden Netzwerke beleuchten.

„Deeskalationsprojekt – Aktiv gegen Gewalt”

Träger: Volkssolidarität-Regionalverband Freiberg e. V.

Mit diesem Projektes werden vor allem Sozialpädagogen, Erzieher, Sozialarbeiter, Schulbegleiter, Familienhelfer, Hortner, die im beruflichen Alltag der Gefahr von Aggressivität und Aggressionen ausgesetzt sind, angesprochen. Sowohl das Fehlverhalten zwischen Dritten als auch gegenüber den Mitarbeitern selbst sind Themen des Vorhabens. Häufig muss sich die Zielgruppe dem Fehlverhalten sogar in der Weg stellen, auch dem wird explizit Rechnung getragen. Durch das breit angelegte Verhaltenstraining sowie konkreter praxisorientierter Interaktion nehmen die Teilnehmer*innen praktisch gut umsetzbares Rüstzeug für ihren Berufsalltag mit.

„Subtil und Direkt – Digitale Radikalisierungsprävention”

Träger: Inside Out e. V.

„Subtil und Direkt” geht besondere Wege um Anstöße, die eigenen Verhaltensweisen und Denkstrukturen hinterfragen, und Diskussionen anzuregen. Dabei sollen die Jugendlichen zu einem stärkeren und zu einem besseren Verständnis ihres Selbstbewusstseins gelangen, was Grundlage der Radikalisierungsprävention ist und demokratiefeindlichem Gedankengut den Nährboden entzieht. Um dies zu erreichen, nutzt „Subtil und Direkt“ in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften das Internet via Instagram sowie eine Lernplattform. Die gestalteten Inhalte für Social Media sind humoristisch, provokativ und regen dank Überraschungsmomente zum Nachdenken und Erkennen durch Perspektivwechsel an.

Kleinprojekt: „Demokratiefeindliche Strömungen früher & heute”

Träger: Diakonisches Werk Rochlitz e. V.

In Kooperation von Schulsozialarbeit und Schule setzen sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 mit demokratiefeindlichen Strömungen und politischen Bewegungen in der Vergangenheit und Gegenwart auseinander. Das Projekt findet fächerübergreifend statt. Dabei werden insbesondere die Unterrichtsfächer Geschichte und Gemeinschaftskunde einbezogen. Gemeinsam mit den Fachlehrer*innen wird ein Konzept zur Vorbereitung des Gedenkstättenbesuches erarbeitet.

„Echt Klasse”

Träger: Förderverein der Grund- und Oberschule Rochlitz

Hierbei geht es um Lösungsstrategien, welche zur Verbesserung der Handlungskompetenz in Konfliktsituationen führen sollen. Über eine Bewusstseinsschaffung soll Diskriminierung, Abwertung oder Ungleichbehandlung von Mitmenschen erschwert beziehungsweise verhindert werden. Es wird eine Wahrnehmung der eigenen Gefühle und Bedürfnisse auch ohne die Anwendung von verbaler oder physischer Gewalt sowie die Einsicht, dass das eigene Handeln Folgen und Auswirkungen auf andere hat, vermittelt. Die Kinder lernen auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten, ihre Meinung zu vertreten, eigene Wünsche zu äußern, Gefühle auszudrücken (zum Beispiel Wut), Komplimente anzunehmen und mit Kritik umzugehen. In Summe fördert das Projekt ebenso die Kompromiss- und Teamfähigkeit in der Gruppe.

„Wir verbinden Nationen/Spojujeme národy”

Träger: „Grüne Schule grenzenlos” e. V.

Aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 mussten alle vier geplanten internationalen Begegnungen in der Begegnungsstätte Grüne Schule grenzenlos abgesagt werden. Eine partnerschaftliche Verbundenheit mit internationalen Akteuren muss ständig am Leben gehalten werden, denn neue Partner zu finden, ist immer ein schwieriges Unterfangen. Es soll ein Zeichen gesetzt werden, trotz gewesener Pandemie weiterzumachen hin zu Völkerverbundenheit und zur Verbreitung des europäischen Gedankens. Aufgrund verschiedener Mentalität, Kultur und Sprache ist eine Verständigung über die Grenze hinweg häufig ein Problem. Dieses Projekt mit tschechischen Partnern bindet vor allem Familien ein. Ein kreativer Ansatz mit teilweiser Unterstützung professioneller Akteure lässt erzgebirgische Traditionen aus Sachsen und Böhmen aufleben. Es wird spielerisch Wissen über Geschichte, Natur und Sprache vermittelt. Sport und Spiel gemeinsam ausgeführt stärkt und festigt die deutsch-tschechische Verbundenheit.

Kleinprojekt: „Öffentlichkeitsarbeit, Prävention und Aufklärung“

Träger: New Chapter e. V.

Zu den wichtigsten Aufgaben des New Chapter gehören Prävention, Information und Aufklärungsarbeit an Schulen, in Gemeinden, Kreisen und Jugendeinrichtungen, sowie Veranstaltungen für Lehrer, Eltern und Erzieher. So gibt es im Präventionsprojekt Vorträge zu Themen wie Aggressionen, Drogenprävention, Bindung und Entwicklung, Orientierung unter Gleichaltrigen, Lernverhalten uvm.
Dadurch erfahren Eltern, Erzieher, Lehrer, Schulsozialarbeiter und Jugendliche Unterstützung im Verständnis von Entwicklungsschritten und eine Befähigung zu gewaltfreier Kommunikation. Eine Stärkung der Kompetenzen aller Beteiligten ist Ziel dieses Projektes.

Kleinprojekt: „Wir sind jetzt hier“ Filmvorführung mit anschließendem Filmgespräch

Träger: Don Bosco Berufsschule

Was bedeutet es seine Heimat und Familie zu verlassen und sich auf eine völlig neue Kultur einzulassen? Diese und auch andere Fragen werden im Rahmen der Filmvorführung des Filmes „Wir sind jetzt hier“ und der daran anschließenden Gesprächsrunde während der interkulturellen Woche an der Don Bosco Berufsschule in Burgstädt erörtert.

Projekte in 2020

Externe Fach- und Koordinierungsstelle

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Der Verein übernimmt weiterhin die Position als Externe Koordinierungsstelle in enger Zusammenarbeit mit dem Federführenden Amt. Zu den Aufgabenbereichen gehören:

  • die Gesamtkoordination des Aktionsplanes zusammen mit dem Federführenden Amt, dem Begleitausschuss und weiteren Akteuren des Aktionsplanes

  • inhaltlich-fachliche Beratung und enge Kooperation mit den Projektträgern durch die Begleitung der Einzelmaßnahmen

  • Unterstützung bei der Koordination des Begleitausschusses

  • Anpassungen der Aktionsplan-Homepage

  • Förderung fachlicher Qualifizierungen von Akteuren und Vermittlung entsprechender Weiterbildungen und Veranstaltungen

  • Verwendungsnachweisprüfung

  • Koordination bereits bestehender Jugendforen, Ansprechpartner und Aufbau weiterer Jugendparlamente in Mittelsachsen

  • Koordination von Präventionsveranstaltungen in Schulen

Bei der Koordinierungsstelle läuft die Erfassung der zahlreichen Projektdaten und -ergebnisse zusammen. Sie bewirkt eine Vernetzung der Akteure untereinander und strebt die Zusammenarbeit mit anderen geförderten „Partnerschaften für Demokratie“ an.

Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Seit 2015 ist der Freiberger Agenda 21 e. V. als Externe Koordinierungsstelle auch für den Aufgabenbereich "Partizipation, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit" für den Landkreis Mittelsachsen im Rahmen der Umsetzung der „Partnerschaften für Demokratie" tätig.

Das Aufgabenfeld umfasst die Erstellung öffentlichkeitswirksamer Werbematerialien neben der Planung und Koordination eines Auftakttreffens zur Vorstellung und Vernetzung der aktuellen Projektträger.

Weiterhin wird alljährlich eine Demokratiekonferenz organisiert, wobei in diesem Jahr der thematische Schwerpunkt auf die Jugendbeteiligung gelegt wird. Zusätzlich dient sie dem Erfahrungsaustausch und der Auswertung der einzelnen Projekte sowie der Evaluation.

Kinder- und Jugendparlament in Mittelsachsen

Träger: Freiberger Agenda 21 e.V.

Im Vordergrund stehen die Beibehaltung und Stärkung der Ziele der vergangenen fünf Jahre.

  • Demokratiestärkung im ländlichen Raum

  • Partizipation junger Menschen an kommunalpolitischen Prozessen

  • Kennenlernen demokratischer Prinzipien

  • Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern und Jugendlichen

Bereits bestehende Jugendparlamente in Mittweida, Flöha, Döbeln, Waldheim und Rochlitz werden fortgeführt und unterstützt bei der Umsetzung zahlreicher Ziele und Aktionen, die im vergangenen Jahr initiiert wurden. Zusätzlich sollen weitere Kinder- und Jugendparlamente in Mittelsachsen gegründet werden.

Schülerworkshops zur Demokratieförderung und Prävention

Träger: Freiberger Agenda 21 e. V.

Durch die Zusammenarbeit mit HERO SOCIETY, einer Organisation, die in der Bildungs- und Beratungsbranche tätig ist, werden grundlegende Voraussetzungen für soziales Lernen im Jugendalter geschaffen. Durch speziell auf junge Menschen ausgerichtete Kurse, kann auf ihre individuellen Interessen eingegangen und ihre Begabungen herausgestellt und ausgeprägt werden. Die Schülerworkshops zielen auf eine Demokratieförderung oder die Verbesserung des Klassenklimas, inklusive der Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls ab.

Eine weitere Kooperation besteht mit dem Theater Scheselong. Dieses veranstaltet „Theater-Mitmach-Lernprojekte“ zur Prävention vor Rechtsextremismus und der Stärkung von Toleranz und Demokratie. Für die aktive Einbeziehung der Schüler erfolgt nach jeder Vorstellung ein Workshop oder eine Diskussionsrunde.

Soziale Integration der Migrantenfamilien in Freiberg

Unterstützung der Familienangehörigen auf sozialen und beruflichen Wegen

Träger: Verein Neue Heimat e. V.

Der Verein widmet sich vorwiegend den Eltern mit Migrationshintergrund und unterstützt diese bei dem Ausbau ihrer sprachlichen Fähigkeiten und der Verminderung von Sprachdefiziten. Mittels wöchentlicher individueller Kommunikationstrainings soll dies möglich gemacht werden. Somit steigen das eigene Selbstbewusstsein sowie die beruflichen Chancen und Möglichkeiten für die persönliche Selbstentfaltung. Auch die schnelle Eingliederung in die Gesellschaft soll mit Hilfe gemeinsamer Veranstaltungen mit Einheimischen gefördert werden. Die Eltern sollen in der Lage sein, als Multiplikatoren in die eigenen Familien zu gehen und verstärkt am Erziehungsprozess ihrer Kinder mitzuwirken.

Dokumentation von Kriegsereignissen in der Gemeinde Rossau

Begleitung der Restaurierung von Kriegerdenkmalen sowie die Darstellung der Grausamkeit von Kriegen anhand von Einzelschicksalen

Träger: Geschichtsverein Rossau e. V.

Durch die Organisation von Vorträgen, die feierliche Wiederweihe von Denkmälern und die Gestaltung eines Festwagens zum Schützenfestumzug, soll das Geschichtsbewusstsein in der Bevölkerung gesteigert werden. Der Geschichtsverein möchte mittels einer möglichst vollständigen Erfassung von Zeitzeugen und Angehörigen aufzeigen, wohin Hass und Gewalt in der Vergangenheit geführt haben.

Patenprojekt

Träger: Förderverein der Zetkin Schule e. V.

Seit mittlerweile zwei Jahren läuft das Patenprojekt erfolgreich an der Oberschule „Clara Zetkin“ und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Schulstruktur. Ausgewählte SchülerInnen der 6./7. Klasse begleiten in 3er Teams die neuen 5. Klassen und werden bestärkt, langfristig Verantwortung zu übernehmen und engagiert am Schulalltag mitzuwirken. Die PatInnen werden in Form von Teamtagen auf ihre Aufgaben vorbereitet und mittels wöchentlicher Reflexionstreffen durchweg begleitet.

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit und gemeinsamer Ressourcennutzung mit dem Jugendsozialarbeiter der Stadt Freiberg und wird durch regelmäßige Auswertungen ständig angepasst und weiterentwickelt.

Deeskalationsprojekt – Aktiv gegen Gewalt

Träger: Volkssolidarität-Regionalverband Freiberg e. V.

Das Projekt richtet sich an Sozialpädagogen, Erzieher, Sozialarbeiter – Menschen, die in ihrem beruflichen Alltag der Gefahr von Aggressivität ausgesetzt sind.

Durch ein dreitägiges Seminar, bestehend aus abwechslungsreicher Theorie und Praxis, Partizipation und der daraus resultierenden Nachhaltigkeit, werden die Inhalte methodisch verständlich geschult. Bei den TeilnehmerInnen soll eine veränderte Wahrnehmung und ein Verständnis für die Ursache und Entstehung von Aggression gefördert werden. Weiterhin erlernen sie Methoden zur kurz- und langfristigen Aggressionsvermeidung und -bewältigung sowie den Umgang mit akuten Gefahrensituationen.

Durch dieses Seminar soll den betroffenen Menschen das nötige Handwerkszeug vermittelt werden, damit sie in den jeweiligen Situationen selbstbewusster auftreten und adäquater handeln können.

Aktionen des Bündnisses für Toleranz und Demokratie Frankenberg im Jahr 2020

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e.V.

Die Motive des Bündnisses sind es, die demokratischen Grundwerte zu festigen, demokratiefeindlichen Bestrebungen entgegenzutreten und interkulturelle Erfahrungen zu ermöglichen. 

Die Vorhaben im Jahr 2020 sind eine Mischung aus bewährten Veranstaltungen und neuer Ideen:

  • Interkulturelles Kochen & Kultur: Durch das Aufeinandertreffen von Menschen aus verschiedensten Ländern und Kulturen, wird der Entstehung von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit entgegengewirkt. Die diesjährige Veranstaltung wird im Kino Welt-Theater zusammen mit der Broken Beat Crew stattfinden.

  • Weiterarbeit mit dem Biografieprojekt: Im vorangegangenen Jahr wurden Interviews mit ausgewählten Einwohnern Frankenbergs mit Migrationshintergrund geführt. Ein großer Teil davon wurde im Buch: „Fremd bin ich eingezogen… – biografische Notizen und Fluchtgeschichten“, abgedruckt. Dieses Buch soll, nach einem Vorbereitungstreffen mit Multiplikatoren und gesellschaftlich relevanten Kräften, auf einer Buchvorstellung der Öffentlichkeit nahegebracht werden.

  • Fahrt zur Gedenkstätte Buchenwald für die jugendlichen Teilnehmer am Workshop zur Weiterentwicklung des Bündnisses.

  • Wanderausstellung „Familien in Sachsen im Porträt“: In der Ausstellung, welche von der evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen zur Verfügung gestellt wurde, werden 18 Familien porträtiert. Diese unterscheiden sich auf vielfältige Weise in Bezug auf das Rollenverständnis der Partner, die sexuelle Orientierung oder die Herkunft. Das Bündnis organisiert und betreut die Ausstellung, welche im Erdgeschoss des Rathauses präsentiert werden soll.

Erinnerungsort Penig

Träger: Bon Courage e. V.

Ziel des Projektes ist die Errichtung einer Gedenktafel für 14 Frauen, die als Zwangsarbeiterinnen im KZ-Außenlager Penig infolge der Lagerhaft verstorben und nach Kriegsende auf dem Friedhof in Langenleuba-Oberhain bestattet worden sind.

Des Weiteren soll eine Informationstafel zum ehemaligen Max-Gehrt-Werk, dem Ort der Zwangsarbeit, aufgestellt werden. Sie soll in einzelnen Abschnitten über die Zwangsarbeit im Nationalsozialismus allgemein und konkret über die Verhältnisse in Penig aufklären. Hinzu kommen aufbereitete Inhalte zu den damals vor Ort herrschenden Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Befreiung durch die amerikanischen Soldaten. Visualisiert wird das Ganze durch historische und zeitgenössische Luftaufnahmen.

Gemeinsam(er)leben!

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e. V. – Jugendclub Burgstädt

Das Ziel des Projektes ist es, die Arbeit des bereits vorhandenen örtlichen Netzwerks sozialer Träger zu intensivieren und zu erweitern. Aus der gemeinsamen Zusammenarbeit sollen Aktionen und Angebote hervorgehen, die die jungen Menschen zusammenführen und ein respektvolles Miteinander im Sinne von Toleranz, Akzeptanz sowie die Kommunikations- und Konfliktfähigkeiten fördern.

  • Für alle Jugendclubbesucher mit und ohne Fluchterfahrung besteht die Möglichkeit, der Teilnahme am wöchentlichen Sportangebot.

  • Regelmäßige Treffen zur Kreativwerkstatt auf dem Farbspielplatz „Colour Attack“, um von älteren HobbykünstlerInnen zu lernen und den Austausch von Erfahrungen und anderen Sichtweisen zu erleichtern. Den Jugendlichen obliegt die Organisation dieser Treffen und mittels (sozialer) Medien, soll dazu eingeladen und darüber berichtet werden.

  • Planung eines Camps in Grimma für 15 Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren. Durch vielfältige Aktivitäten und Angebote, wie beispielsweise eine Fahrradwerkstatt, ein Skatepark und Grafittiwände, wird das Gruppengefühl und das selbstständige Handeln der Jugendlichen gestärkt. Durch einen täglichen Demokratieworkshop werden ihnen zusätzlich die Grundsätze demokratischen Handelns nähergebracht.

  • Ausrichtung eines Fußballtuniers im Sportzentrum Taurastein in Burgstädt, mit offenen Trainingsmöglichkeiten im Vorfeld.

  • Angebot des Klassenprojektes „Diss mich nicht“ zur Stärkung des Klassenklimas und zur intensiven Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung.

Diss mich nicht!!!

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e. V.

Der Verein bietet ein Klassenprojekt zur Bekämpfung von extremistischen und diskriminierenden Erscheinungen an Schulen, speziell für 8. Klassen, an. In Form von Praxisübungen sollen sich die Schüler mit den Mechanismen von Vorurteilen und Diskriminierung auseinandersetzen. Durch die Nachstellung bestimmter Situationen und der darauffolgenden Erarbeitung bestimmter Handlungsoptionen und Wirkungsweisen, soll das Klassenklima näher beleuchtet sowie das eigene Handeln hinterfragt werden.

Die Durchführung des Projekts übernehmen die SozialpädagogInnen des Muldentaler Jugendhäuser e. V., unterstützt durch Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten.

Zusammenwachsen – ein Generationenprojekt in der Stadt Rochlitz

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e. V.

Das Projekt hat das Ziel, durch eine Vielzahl von Aktionen zur Vernetzung und zum Zusammenwachsen aller Generationen in Rochlitz beizutragen. Dabei ist das Engagement zahlreicher Institutionen, wie das der Schulen, der Jugendarbeit oder des Seniorenrates gefragt.

  • Durch die Aktion: „Meine-Deine-Unsere Stadt-Rochlitz durch meine Augen“, soll der unterschiedliche Blick der BürgerInnen auf Rochlitz festgehalten und öffentlich gemacht werden. Realisierbar wird dies durch zahlreiche Bilder, Geschichten und Interviews und soll zur Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt, der eigenen Ansichten führen.

  • Das Vorhaben: „Fleißige Handwerker – Jung und Alt zusammen“ hat zum Ziel, generationenübergreifend die Menschen zu aktivieren, gemeinsam Bänke zum Aufstellen in der Stadt zu gestalten.

  • Die Projektwoche „ZusammenWachsen“ schafft Räume, um die Begegnung und den Austausch aller BürgerInnen, unabhängig Geschlecht, Herkunft und Alter, auf Augenhöhe zu ermöglichen. Jeder Tag widmet sich einem anderen Bereich und die Ergebnisse der vorangegangenen Aktionen werden miteinbezogen.

2020 – Gemeinsam demokratisch stark!

Träger: Gemeinschaftswerk Frankenberg/Sa. e. V.

Die wöchentlich stattfindende Theatergruppe „Teil vom Ganzen“, soll es Jugendlichen mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen und kognitiven Voraussetzungen ermöglichen, eigene Theaterstücke zu kreieren. Dies trägt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen, zur Reflektion und dem Austausch mit anderen bei.

Weiterhin werden den Jugendlichen viele Veranstaltungen angeboten, um gemeinsam Erfahrungen zu sammeln und seine Grenzen auszutesten. Geplant sind:

  • eine Theaterpremiere

  • Welttheater Frankenberg – „Kunst, was sonst?"

  • „Barock vor unserer Haustür" – Abschlussveranstaltung im Schloss Lichtenwalde

  • Sporttag im Sachsenburger Bad

  • Inliner-Sporttag auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau

  • Spiele-Turnier im Jugendclub mit gemeinsamem Kochen

Die Schaffung eines zusätzlichen Kreativangebots „Mal' was anderes“ im monatlichen Rhythmus, um die gemeinsame kreative Interaktion junger Menschen zu fördern.

Geschichte erleben!

Träger: Förderverein „Freunde und Förderer der Fichte-Schule" e. V.

Das Projekt wird innerhalb einer Woche geplant, durchgeführt und besteht aus den folgenden drei Teilen:

  1. Vorbereitung der Schüler auf den Besuch in Auschwitz-Birkenau, in dem sie sich Wissen zum Völkermord während der Zeit des Nationalsozialismus erarbeiten. Die nachfolgende Dokumentation über Konzentrationslager bereitet die Schüler emotional auf den Besuch vor.

  2. Die Führung durch das Lager Auschwitz-Birkenau lässt die Schüler hautnah begreifen, was ein menschenverachtender Umgang und Völkermord in der Realität bedeutet.

  3. Im Ratssaal der Stadt Mittweida wird am letzten Tag der Film „Schindlers Liste“ gezeigt und verbindet somit das erarbeitete Wissen, mit den erlebten Eindrücken aus den Führungen durch Krakau und durch das Konzentrationslager.

Aktivitäten der Initiative im Jahr 2020

Träger: Initiative für Demokratie Mittelsachsen e. V.

Es erfolgt die Aufarbeitung des jüdischen Lebens und der Euthanasieopfer im Landkreis Mittelsachsen in den Städten Brand-Erbisdorf, Auerswalde und Flöha durch die Verlegung von zehn Stolpersteinen. In die Aufbereitung und Durchführung sollen die Schüler der jeweiligen Städte miteinbezogen und zur feierlichen Veranstaltung regionale Medien eingeladen werden. Parallel dazu werden Veranstaltungen zur politischen Bildung im Landkreis, in Kooperation mit der Volkshochschule Mittelsachsen angeboten.

Gewalt geht gar nicht

Träger: Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e. V.

Mittels spezieller Workshops sollen die Führungskräfte der mittelsächsischen Feuerwehren auf den Umgang und die Entschärfung in Konfliktsituationen vorbereitet werden. Sie werden in die rechtlichen Rahmenbedingungen solcher Fälle eingearbeitet und rhetorisch geschult, um möglichst selbstsicher die Situation entschärfen zu können. Das Angebot wird über den Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen koordiniert und zwecks einer besseren Vernetzung flächendeckend eingesetzt werden.

„30 Jahre Deutsche Einheit, Christlicher Glaube und politische Verantwortung“

Vortragsreihe

Träger: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Burgstädt

Fünf Vortragsabende mit Experten aus den Bereichen der Politik und Kirche sollen zum einen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen bieten, es zum anderen aber ermöglichen, im Nachhinein miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Fachvorträge sollen die Erinnerungskultur und Dankbarkeit durch die Aufarbeitung mit der DDR-Vergangenheit befördern. Sie sollen aber auch zur Verantwortungsübernahme im aktuellen gesellschaftspolitischen Handeln ermutigen sowie die demokratische Kultur stärken. Weiterhin sollen die positiven Auswirkungen des christlichen Glaubens aufgezeigt werden.

Spitzensport trifft Handicap

Träger: Arbeit und Toleranz e. V.

Durch das Zusammenbringen von gehandicapten und nicht gehandicapten Jugendlichen, sollen Hemmungen und Ängste, sowie Unwissenheit abgebaut und Selbstbewusstsein aufgebaut werden. Durch gemeinsames Kennenlernen im „Probier Dich aus Bereich“ mit verschiedenen Sportgeräten und der gemeinsamen Teambewältigung eines Parcours, soll die Inklusion auf der Ebene des Freizeitsports gefördert werden. Ein weiterer Bereich ist das Treffen von Spitzensportlern mit und ohne Handicap, die den Jugendlichen ihren Sport vorstellen und diese zum Mitmachen animieren.  

Untergrund war Strategie. Punk in der DDR: zwischen Rebellion und Repression

Träger: Treibhaus e.V. Döbeln

In der multimedialen Lesung wird der Zeitzeuge und Autor Geralf Pochop im Café Courage über seine Erlebnisse und Erfahrungen in der Subkultur-Szene der DDR in den achtziger Jahren berichten. Durch seine Schilderungen über die Repressionen gegen widerstandsfähige Jugendliche in der DDR-Diktatur und die rechten Strukturen, gewinnen die BesucherInnen einen Eindruck in die damalige staatlich organisierte Unterdrückung.

Erreicht werden sollen vor allem Jugendliche, um ihnen das Leben in einer Diktatur anschaulich darzustellen und aufzuzeigen, dass der heutige Rechtsradikalismus nicht neu ist. Im Anschluss erfolgt eine Diskussions- und Fragerunde mit dem Autor, was zur Stärkung der Demokratie- und Toleranzerziehung beiträgt. Den Jugendlichen soll auch durch anschauliche Beispiele die Wichtigkeit politischen Engagements nahegebracht werden.

Nassau – ein Dorf im Wandel der Geschichte

Träger: Freiberger Zeitzeugnis e. V.

Ziel des Projektes ist die Veröffentlichung einer bis in die Gegenwart reichenden Chronik des Ortes Nassau, welche im Herbst auf einer Veranstaltung vorgestellt werden soll. Dafür müssen die vorhandenen Teile der Nassauer Chronik (1932, 1998) transkribiert, Originalabbildungen ausfindig und jegliche Rechte abgeklärt werden. Weiterhin muss die Chronik um die letzten 20 Jahre ergänzt werden. Dies gelingt in der Zusammenarbeit mit den Nassauer Einwohnern und dem Heimat- und Fremdenverkehrsverein Nassau e. V.

Heutige Perspektiven auf Krieg und Befreiung im 75. Jahr des Gedenkens

Versuche der aktuellen Annäherung aus unterschiedlichen Blickwinkeln in Freiberg

Träger: Freiberger Zeitzeugnis e. V.

Das Projekt verläuft in mehreren Phasen und soll – vor allem Jugendlichen – eine Erinnerungs- und Aufarbeitungskultur ermöglichen.

  • Ein Theaterprojekt mit SchülerInnen der Förderschule „Clemens Winkler" Brand-Erbisdorf zur Kinderoper „Brundibar“. Durch die Einstudierung spezieller Szenen erleben sie hautnah, wie die Kinder damals Opfer rassistischer Verfolgungen wurden.

  • Im Freiberger Theater soll eine Ausstellung zum Kriegsende und der Befreiung vom Faschismus gezeigt werden. Alles aus der Perspektive von Freiberger Einwohnern und den Zwangsarbeiterinnen des Freiberger KZ-Außenlagers, die Opfer vom Rassenwahn und Krieg wurden. 

  • Lesungen aus dem Buch „Eine Reise zu Igor Mitoraj“, welcher ein weltbekannter Plastiker/Bildhauer war und als Sohn einer polnischen Zwangsarbeiterin und eines französischen Kriegsgefangenen in Oederan geboren wurde. Ergänzt werden diese durch eine Ausstellung seiner Kunst, welche die Auseinandersetzung von Humanismus und Krieg bestärken soll.

  • Ein Gesprächsabend, der die eher weniger bekannten Freiberger Helden thematisiert, welche in der NS-Zeit Mut bewiesen haben.

„Im Müllerhof Nationen verbinden“

Träger: Müllerhof e. V.

Einmal im Jahr wird in Kooperation mit dem Asylbewerberheim Neuheumühle im Ortsteil Mobendorf ein Musikfest veranstaltet. Dieses wird durch Sport- und Spielgeräte, einer musikalischen Untermalung, professioneller Tanzanleitungen und kreativen Bastelangebote sehr abwechslungsreich gestaltet.

Planspiel Gerichtsverhandlung

Träger: Opferhilfe Sachsen e. V., Beratungsstelle Chemnitz

Mit Hilfe des Planspiels kann den Jugendlichen innerhalb von drei Workshops ein guter Einblick in die Arbeit der Justiz, Polizei und Opferberatungsstellen vermittelt werden, um das Verständnis für deren Arbeit zu stärken. Sie erhalten eine Einführung in das Erwachsenen- und Jugendstrafrecht und beschäftigen sich mit den Themen Gewalt, Toleranz und Zivilcourage. Durch das Planspiel können die Inhalte lebensnah aufbereitet und somit nachhaltig spielerisch erarbeitet werden.

Dieses Präventionsprojekt soll demokratische Werte vermitteln, andere Perspektiven aufzeigen und die sozialen Kompetenzen eines Jeden stärken.

Jugendfest-Initiative

Träger: Evangelische Werkschule Milkau e. V.

Das Projekt orientiert sich inhaltsmäßig an der Lebenswelt der Jungen und Mädchen, lässt sie aber auch ermutigt in die Zukunft schauen. Die TeilnehmerInnen werden von Pädagogen, Theologen und Eltern begleitet und erschaffen durch gemeinsame Erlebnisse und den intensiven Austausch ein Gruppengefühl untereinander. Weiterhin werden durch zahlreiche Angebote ihr Vertrauen untereinander und das Selbstbewusstsein in sich selbst gestärkt.

  • „Cool-Tour“ – Entwicklung und Durchführung von Sozial- und Kulturprojekten mit dem Kooperationspartner „Generationenbahnhof Erlau e. V.“

  • „Anziehungskraft“ – Ein Projekt zur Wissensvermittlung über die Pubertät und zur Erkennung und Stärkung der eigenen sexuellen Identität mit TeenSTAR

  • „Gewalt ist keine Lösung“ – Ein Projekt gegen Gewalt und zur Konfliktbewältigung mit dem Veranstalter SAMTACS

  • „Bitte zu Tisch!“ – Das Erlernen gesellschaftlicher Umgangsformen

  • „Meet & Greet“ –  gegenseitigen Austausch zwischen den Jugendweihe-Absolventen und den Konfirmanden

  • „Das Leben ist ein Feuerwerk“ – abschließende Festveranstaltung

Mediengestützte Workshops in der Demokratiearbeit im ländlichen Raum

Träger: Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e. V.

Mit Hilfe mediengestützter Workshops werden den TeilnehmerInnen anschaulich interkulturelle, rassismus- und antisemitismuskritische Inhalte näher gebracht. Durch speziell eingesetzte Medienpädagogik kann man direkt bei den Gewohnheiten und Sichtweisen der Zielgruppe ansetzen und die Wissensvermittlung emotional nachhaltiger gestalten. Die vorgesetzten Medien werden inhaltlich aufbereitet und die intensive künstlerisch-kreative Auseinandersetzung führt zur Reflektion mit sich selbst und seiner Umwelt.

Die TeilnehmerInnen werden angeregt, kritisch, aus jeder Perspektive den vorgegebenen Standpunkt zu betrachten und rassistische Argumentationen zu „entschleiern“. Mit dem Ziel, den Respekt gegenüber seinen Mitmenschen als Grundlage der Demokratie zu begreifen und zu verinnerlichen.

Weiterhin wird eine Zusammenarbeit mit RegisseurInnen und AutorInnen ermöglicht, um mit möglichst aktiver Medienarbeit die sensibilisierte Auseinandersetzung mit demokratiegefährdenden Phänomenen zu befähigen.

IDAHIT* 2020 in Roßwein: Lesung und Begegnung

Träger: RosaLinde Leipzig e. V.

Die Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugendhaus Roßwein e.V., dem Treibhaus Döbeln e. V. und der LAG Queeres Netzwerk Sachsen e. V. soll ein Zeichen für gleiche Rechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und gegen jede Ideologie der Ungleichwertigkeit in Mittelsachsen setzen.
Durch Lesungen sowie lockere Austausch- und Vernetzungsangebote sollen Alltagsrealitäten junger queerer Menschen in Sachsen, LSBTTIQ*-Lebensweisen vermittelt und auf Themen der Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen von LSBTTIQ* in Sachsen und die gegenwärtige Menschenrechtslage von Trans* und Inter*-Personen in Deutschland aufmerksam gemacht werden. Die Veranstaltung dient auch dem Zweck, um das psychosoziale Beratungsangebot des RosaLinde Leipzig e. V. bekannt zu machen und um einen positiven, geschützten Raums für queere junge Erwachsene, Fachkräfte und interessierte BürgerInnen zur Vernetzung zu schaffen.

Heimat, Liebe, Mobbing – Projekte um sich selbst zu finden und andere zu verstehen

Träger: KiBu-Freizeittreff „Ganze Welt“ des DKSB RV FG e. V.

Zusammen mit der Theaterproduktion Bühnengold sollen drei Themen intensiv und zeitversetzt mit den Kindern und Jugendlichen jeweils an mindestens zwei Tagen erarbeitet werden. Zu Beginn findet jeweils das Theaterstück statt, mit einem anschließenden Workshop. Zur Nachbereitung und Vertiefung werden am darauffolgenden Tag von den PädagogInnen des KiBu-Treffs situativ an die Zielgruppe angepasste Kreativangebote, Lesungen und Gesprächsrunden vorbereitet.

Im ersten Thema geht es um die Begriffe der Heimat und Identität, welche besonders für junge Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen emotional stark aufgeladen sind. Die Suche nach der eigenen Identität betrifft aber auch junge deutsche Menschen, resultierend aus der Pubertät oder erlebter Traumata. Durch den theaterpädagogischen Ansatz kann die Reflexion sehr sensibel stattfinden und das Selbstbewusstsein steigern.

Eine weitere Themeneinheit bilden die Begriffe Liebe, Vertrauen und Sexualität zur Förderung von Offenheit und Toleranz unter der Einbeziehung aller religiöser Sichtweisen. Thematisiert werden auch die sexualpädogischen Grenzen und der Schutz vor möglicher Gewalt.

In der dritten Thematik geht es um (Cyber-)Mobbing, um gemeinsam mit den Jugendlichen herauszustellen, wie und wo Ausgrenzungen beginnen, welche Auswirkungen sie haben können. Weiterhin sollen sie lernen, was man selbst etwas dagegen tun und wie man möglichen Opfern helfen kann.

Jugend- und Freizeittreff Geringswalde

Träger: Kreisjugendring Mittelsachsen / Flexibles Jugendmanagement

In dem selbstverwalteten Jugendclub Geringswalde lernen die Jugendlichen selbstständiger zu werden und ihr Engagement auszubauen. Unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Religion werden alle mit offenen Armen empfangen und können gleichberechtigt bei den demokratischen Prozessen mitwirken. Der Jugendclub fungiert als Treffpunkt für eine gemeinsame Freizeitgestaltung und soll die Bildung einer Gemeinschaft stärken.

Es werden präventiv themenspezifische Workshops und Vorträge angeboten, zur Aufklärung über die Risiken und Folgen einer Sucht. Hinzu kommt ein Angebot von offenen und vertraulichen Gesprächen. Kulturelle Angebote, wie gemeinsames Kochen, Film- und Spielabende oder Ausflüge sind ein fester Bestandteil des Jugendclubs. Dazu gehören auch geschichtliche Wanderungen, die Gestaltung des Badefestes für 2020 und ein gemeinsamer Besuch im Hygienemuseum Dresden.

Um die Selbstständigkeit der Jugendlichen zu schulen, erlernen sie den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und erfahren beispielsweise bei gemeinsamen Essensvorbereitungen und Einkäufen, das demokratische Miteinander und das Thema der gesunden Ernährung.

Deutsch-tschechisches Projekt: „Bewahrung unseres gemeinsamen natürlichen und kulturellen Erbes“

Träger: Grüne Schule grenzenlos e. V.

Das Projekt dient der Überwindung der bestehenden Grenzen und Vorbehalte zwischen den Generationen, zwischen den zwei Ländern und fördert den verantwortungsvolleren Umgang mit der Natur. Durch Fachexkursionen in Schutzgebiete und zu naturschutzrelevanten Orten wird gezeigt, welche Natur- und Kulturschätze beiderseits des Erzgebirgskamms aufzufinden sind. Die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen soll verbreitet werden.

Durch konstruktive Diskussionen zwischen den Generationen und Interessensgemeinschaften, wird ein intensiver Austausch und ein besseres Verständnis untereinander möglich. Das erfasste Wissen soll schlussendlich in einem Video dokumentiert werden. Durch eine sprachliche Hinterlegung werden gleichzeitig die Fremdsprachenkenntnisse beiderseits aufgewertet.

Sommercamp der Sportjugend 2020 (allgemeine Jugendbildung)

Träger: TSV Fortschritt Mittweida 1949 e. V.

Die Kinder und Jugendlichen sollen unter dem Motto: „Die Welt gehört in Kinderhände“ innerhalb der Ferienwoche demokratische Erfahrungen sowie gesellschaftliche Normen und Werte, wie Vielfalt und Toleranz, kennen und verstehen lernen und schlussendlich verinnerlichen.

Das Sommercamp ist durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Kleinprojekten und großen Teamaufgaben sehr abwechslungsreich gestaltet, mit dem Ziel, die Teamfähigkeit sowie die soziale Mentalität und gleichzeitig das Selbstbewusstsein schon in jungen Jahren zu stärken.

Das Projekt, welches im Schullandheim „Grüne Schule grenzenlos“ stattfinden wird, bietet die Möglichkeit für etwa 50 Kinder und Jugendliche, das aktive Leben von demokratischen Werten zu erleben und gleichzeitig die nähere Heimat kennenzulernen.

Ohne Konflikt und mit demokratischen Strukturen im Jugendfeuerwehr-Alltag

Träger: Kreisjugendfeuerwehr Mittelsachsen im Kreisfeuerwehrverband Mittelsachsen e. V.

Mit Hilfe mehrerer regionaler Netzwerkabende für Jugendwarte und Betreuer soll eine bessere Verständigung untereinander erfolgen und die diversen Probleme erfasst und möglicherweise gelöst werden. Weiterhin sollen MultiplikatorInnen für einen Pool mit Konfliktberatern und Coaches für die Jugendfeuerwehr gefunden werden, welche nach einer spezifischen Ausbildung in der Lage sein sollen, konfliktfreies und lösungsorientiertes Beraten zu ermöglichen. Für die Betreuer sollen zudem Seminare zu den Themen Stresssituation und Konfliktbewältigung angeboten werden.

Ein weiteres Ziel ist die Stärkung des bestehenden Jugendforums und der Vermittlung von gewaltfreier Kommunikation. Auch die Wertschätzung für das Ehrenamt soll durch demokratische Tools erhöht und Plattformen für den gemeinsamen Austausch geschaffen werden.

Kleinprojekt: Das Altern(n) begreifen

Träger: Caritasverband für das Dekanat Meißen e.V.

Junge Erwachsene sollen in dem Workshop „Eh Alter?!“ durch einen Alterssimulationsanzug für die Situation von älteren Menschen sensibilisiert werden. Es soll das nötige Einfühlungsvermögen vermittelt und die Toleranz für diese Altersgruppe gestärkt werden.

Die gemachten Erfahrungen werden künstlerisch festgehalten und dann auf der Ausstellung „ALTER!? Mitmachausstellung für ALLE“ präsentiert. Für die BesucherInnen besteht auch die Möglichkeit, den Alterssimulationsanzug auszuprobieren.

Kleinprojekt: Schülerhaushalt

Träger: Diakonisches Werk Rochlitz e.V.

Die SchülerInnen sollen durch einen Zugang zu demokratischen Prozessen lernen, aktiv und engagiert ihren Schulalltag mitzugestalten. Möglich wird dies beispielsweise durch das Erarbeiten und Einbringen von Budgetvorschlägen unter Absprache mit der Schulleitung und der gesamten Schülerschaft oder dem Abhalten eines geheimen Wahlganges.

Sie lernen ihre eigenen und die Interessen der Gemeinschaft zu ergründen und sich dann auch für diese einzusetzen.

Kleinprojekt: Schülerhaushalt 2020

Träger: Verein der Freunde und Förderer der Diesterwegschule Burgstädt-Oberschule-e.V.

Der Schülerrat der Diesterwegschule Burgstädt hat beschlossen, im nächsten Schuljahr erstmalig den Schülerhaushalt umzusetzen.

Durch das Projekt erfahren die SchülerInnen Demokratie hautnah, sie setzten sich für ihre Meinung ein, fällen Entscheidungen oder müssen diese respektieren lernen. Durch Debatten und Diskussionen sowie Abstimmungen in den Klassen, zwischen den Klassensprechern, dem Schülerrat und der Schulleitung und der daraus resultierenden Umsetzung, können sich die Jugendlichen aktiv beteiligen. Sie lernen, dass sie durch ihr Engagement etwas bewirken können.

Kleinprojekt: Mitbestimmen – Der Schülerrat des LGD macht Demokratie erlebbar

Träger: Traditions- und Förderverein Lessing Gymnasium Döbeln

Das eintägige Projekt dient dem Kennenlernen, Weiterbilden und der Kompetenzstärkung der Schülervertreter untereinander. Es gibt einen Fachvortrag zu ihren speziellen Rechten und Pflichten, es werden AGs mit vielfältigen relevanten Themenschwerpunkten gebildet und sie werden in die Arbeit der Projektplanung eingeführt. Es soll das soziale Miteinander, inklusive der Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten durch teambildende Aufgaben gestärkt werden.

Kleinprojekt: Gedenk- und Informationsveranstaltung am 9. November 2020

Träger: Treibhaus e.V.

Im Rahmen einer Gedenkveranstaltung zum 9. November 2020 anlässlich der Reichsprogromnacht soll an die Verfolgung und Vernichtung der Juden in Roßwein gedacht werden. Es wird eine öffentliche Mahnwache an den Stolpersteinen der Familie Bibring in der Goldbornstraße geben. Die Familienbiografie wird vorgetragen und das ehemalige Wohnhaus der Familie visualisiert.

Im Anschluss findet in der Winterkirche nach der Pfarrerandacht ein Vortrag über das Judentum von HATIKVA e. V. statt. Zum Abend werden koschere Speisen bei jüdischer Musik angeboten und zeitgleich Einblicke in die jüdische Kultur vermittelt.

Das Ziel ist es, eine aktive Erinnerungskultur in Roßwein zu etablieren und mit Hilfe von breitgefächerten Informationen über das Judentum dem Antisemitismus entgegenzuwirken.

Kleinprojekt: Kleinkunst ohne Grenzen zwischen Alter, Kulturen und Nationen

Träger: Volkssolidarität-Regionalverband Freiberg e.V.

Da sich diskriminierende Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz im Seniorenbereich oft unterschwellig, teilweise aber auch ganz offen zeigt, ist es hier besonders wichtig Vorurteile abzubauen. Bei den Veranstaltungen dieses Projektes werden verschiedensten Religionen, Kulturen und Altersstufen zusammengeführt um ein wechselseitiges Verständnis für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen zu fördern.

So werden beim „persischen Nachmittag“ durch Musik, Tanz und Gesang die orientalische Kultur besonders lebhaft und erfassbar dargestellt, während 3 Künstler mit Migrationshintergrund von ihrer Flucht, ihrem Leben und ihren Wünschen für die Zukunft erzählen.

Kleinprojekt: Kurze Filme für GeschlechterGerechtigkeit 2020 auf Tour

Träger: Erucula e. V. – Förderverein zur Freizeitgestaltung

Die Vielfalt der Geschlechter, der Lebensweisen, der geschlechtlichen Identitäten und Biographien sind Themen der Kurzfilm- und Diskussionstour, deren Station in Mittweida Gegenstand des Antrages ist. Der Film- und Diskussionsabend mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen von Initiativen, der sich für eine demokratische und offene Gesellschaft einsetzt, wird von sechs nationalen und internationalen Kinokurzfilmen gerahmt, die 2020 im Wettbewerb des Filmfest Dresden liefen. Durch Laudationen und eine Moderation des Abends werden jeweils Gespräche zu den Themen der Filme und deren Bezüge zur Lebenswelt der Besucher*innen angeregt, kritische Offenheit, Toleranz und demokratische Teilhabe sind dabei leitend.

Kleinprojekt: Wie war das nochmal? ein generationsübergreifendes Projekt für Kinder, Jugendliche und Menschen im höheren Lebensalter

Träger: Caritasverband für das Dekanat Meißen e.V.

 „Wie war das nochmal?“ ist ein generationsübergreifendes Projekt für Kinder/Jugendliche und Menschen im höheren Lebensalter. Durch Gesprächsrunden werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der unterschiedlichen Generationen erkundet, Erfahrungen geteilt und Achtsamkeit, Respekt und Selbstvertrauen des Einzelnen gestärkt.

Kleinprojekt: Authentische Prävention Mittelsachsen 2020

Träger: Projekt 21 II e.V.

Durch Präventionsarbeit an Schulen mit Aussteigern der rechtsextremen Szene wird den Schülern geholfen Rechtsextremismus richtig zu verstehen und eigenes Handeln darauf abzustimmen.

Da aktuell mehr und mehr rechtsradikale Bestrebungen junger Menschen zu verzeichnen ist, steigt die Notwendigkeit der Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft.

Titel: Zwischenstopp, schöpferisch-kreative Gruppenarbeit „Meine Welt – unsere Welt, meine Sucht nüchtern betrachtet“

Kleinprojekt: Zwischenstopp, schöpferisch-kreative Gruppenarbeit „Meine Welt – unsere Welt, meine Sucht nüchtern betrachtet“

Träger: Diakonie Döbeln

Ziel des Projektes ist es sich mit seinem Suchtmittelkonsum und dessen Wirkungen auf das eigene Handeln und das Umfeld auseinanderzusetzen. Innerhalb einer Gruppenarbeit zu Themen wie Gewaltfreiheit, Ressourcen sparen und kommunikatives Handeln werden durch die zum Teil mehrfach gerichtlich verurteilten Teilnehmer zusammen Ziele und Alternativen erarbeitet und diskutiert.

Kleinprojekt: Öffentlichkeitsarbeit Prävention mit Aufklärung

Träger: New Chapter e.V.

Neben Straßensozialarbeit sind Informations- und Aufklärungsarbeit an Schulen, Gemeinden und Jugendeinrichtungen, sowie Veranstaltungen für Lehrer, Eltern und Erzieher wichtige Aufgaben des Projektes.

Eltern, Lehrer, Erzieher, Schulsozialarbeiter und Jugendliche sollen unterstützt werden Entwicklungsschritte besser zu verstehen und zu gewaltfreier Kommunikation befähigt werden. Sie sollen motiviert werden in unterschiedlichen Lebenslagen auf Erziehungsstationen einzugehen und Kompetenzen zu stärken.

Kleinprojekt: Niemals Vergessen – Jugend schafft Erinnerung

Träger: Muldentaler Jugendhäuser e.V.

Ziel des Projektes ist es, Jugendliche aus Burgstädt und Rochlitz in einem demokratiefördernden Projekt zu vereinen. Während des Besuchs von Gedenkstätten wie zum Beispiel der Gedenkstätte Buchenwalt, arbeiten die Jugendlichen zwischen 13 und 23 Jahren wertefördern zusammen, was sowohl den Selbstwert der Teilnehmer, als auch deren demokratisches Handeln stärkt.

Die Jugendlichen haben sich selbst zum Ziel gesetzt, als Multiplikator*innen für Gleichaltrige zu fungieren und so die geschichtliche Erinnerung wach zu halten.


Landratsamt Mittelsachsen
Extremismusprävention

Postadresse:

Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg

Erreichbarkeit:
Telefon: 03731 799‐3460
E-Mail aktionsplan[at]landkreis-mittelsachsen.de

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